Kapitän Lambertz: "Hauptsache gewonnen!"
29.10.2008 | 22:50 Uhr 2008-10-29T22:50:00+0100
Düsseldorf. Fortuna erzielte gegen Offenbach durch Ranisav Jovanovic schnell das 1:0, musste dann aber bis zum Schlusspfiff um den verdienten Sieg zittern. Olivier Caillas sah die 5. Gelbe Karte und ist am Sonntag in Berlin gesperrt.
Die Erlösung ertönte am kühlen Mittwoch Abend um 20.47 Uhr. Als Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) die Drittliga-Partie der Fortuna gegen die Kickers Offenbach mit drei kurzen Pfiffen beendete, feierten die mehr als 10 000 Düsseldorfer unter den 10 715 Zuschauern in der Arena. Die Gastgeber hatten sich in der Schlussphase zum 1:0 (1:0)-Sieg gezittert, weil beste Chancen ausgelassen wurden.
„Egal, Hauptsache gewonnen”, wischte Kapitän Andreas Lambertz jegliche Zweifel beiseite. Denn mit dem Abpfiff hatte Fortuna den Sieg eingetütet, drei Punkte geholt und fährt am Sonntag als Tabellendritter zum Zweiten Union Berlin.
Dort muss Trainer Norbert Meier auf Olivier Caillas verzichten, der in der Schlussphase die fünfte Gelbe Karte dieser Saison sah und dadurch gesperrt ist. Vor der Mittwoch-Partie hatte der Coach gedacht: Warum soll man ein erfolgreiches Team ändern? Meier schickte exakt die gleiche Elf auf den Arena-Rasen, die am Samstag in Stuttgart 4:0 gewonnen hatte. Und genau wie im Schwabenland begann auch die gestrige Partie. Bereits nach 10 Minuten und zwei Sekunden führten die rot-weiß Gestreiften mit 1:0 – Ranisav Jovanovic schoss den Ball ins Offenbacher Tor. Nach gelungenem Doppelpass mit Stürmerkollege Axel Laware´e, der in Stuttgart nach 9 Minuten und 40 Sekunden die schnelle Fortuna-Führung erzielt hatte.
Melka rettete per Fußabwehr
Doch dann war es auch schon vorbei mit den Ähnlichkeiten. Denn statt das zweite Tor nachzulegen ließen die Düsseldorfer sich von den Hessen mit zunehmender Spielzeit immer weiter nach hinten drängen. Was zwangsläufig zu Kickers-Chancen führte. In der 15. Minute verpasste Haas nach einem Querpass von Mesic nur um Zentimeter den Ball, in Minute 34 rettete Fortuna-Torhüter Michael Melka mit einer reaktionsschnellen Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Zinnow.
Aber auch Fortuna hatte einige Möglichkeiten. Jovanovic scheiterte an Torhüter Wulnikowski (22.), Sieger beförderte den Ball per Kopf knapp am Gehäuse seiner ehemaligen Teamkollegen vorbei (24.).
Halbzeit zwei begann mit der schnellen Einwechslung von Johannes Walbaum (47.) für den angeschlagenen Halet (Oberschenkelprellung) und zwei Chancen für den Offenbacher Haas (48.) innerhalb weniger Sekunden. Fortuna versuchte weiter mehr zu reagieren anstatt zu agieren. Das brachte die Kickers wieder ins Spiel.
Dennoch bejubelten die Fans das vermeintliche 2:0 nach einem Volleyschuss von Cebe (62.). Aber Schiri Siebert hatte Jovanovic im Abseits gesehen. Der stand am Fünfmeterraum und schien Keeper Wulnikowski irritiert zu haben.
So mussten die Fortuna-Fans bis zum Schlusspfiff zittern. Vor allem, weil Ahmet Cebe die beste Chance des Abends kläglich vergab, als er nach einem Fehler des Offenbachers Marc Heitmeier mutterseelenallein auf das Kickers-Tor zustürmte, den Ball aber rechts daran vorbei schoss (82.). Eine Minute später traf der eingewechselte Sebastian Heidinger per Schuss aus 18 Metern ebenfalls nicht. So war erst der Schlusspfiff die Erlösung.
Trainer Norbert Meier zeigte sich dennoch zufrieden: „Der Sieg ist verdient. Aber wir haben gegen sehr gute Offenbacher gespielt, die uns phasenweise Probleme bereitet haben.”
Fortuna: Melka – Halet (47. Walbaum), Cakir, Langeneke, Hergesell – Sieger – Cebe, Lambertz, Caillas (85. Costa) – Jovanovic (75. Heidinger), Lawaree.
Offenbach: Wulnikowski – Damm, Hysky, Heitmeier, Kokocinski (41. Brighache) – Huber – Zinnow, Froehlich (62. Baier), Haas (70. Tosunoglu) – Mesic, Morys.
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin).
Zuschauer: 10 715.
Tor: 1:0 (11.) Jovanovic,
Gelbe Karten: Caillas (5.) - Huber.
Eckbälle: 4:4
Torchancen: 9:5.
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