Im Erzgebirge hat man Blut geleckt

Aues Trainer Tomislav Stipic.
Aues Trainer Tomislav Stipic.
Foto: Thomas Eisenhuth
Was wir bereits wissen
Trainer Tommy Stipic verlängerte bis 2017

Unterschiedlicher hätten die Bilder kaum sein können: Während in Leipzig Alexander Zorniger nach der 0:2-Niederlage in Aue seinen Hut nahm, setzte Trainerkollege Tommy Stipic gestern vor der Abfahrt nach Düsseldorf seine Unterschrift unter einen neuen, bis Ende Juni 2017 datierten Vertrag. Nachdem man im Lößnitztal mit einem überraschenden Sieg gegen einen Aufstiegskandidaten aus der Winterpause gestartet ist, haben die zuvor in neun Partien sieglosen „Veilchen“ Blut geleckt.

Bei der Fortuna hat man zwar fast ausnahmslos positive Erinnerungen an die Erzgebirgler, gelang auswärts am vierten Spieltag doch der langersehnte erste Saisonsieg (3:0). Das Gesicht der Mannschaft hat sich seitdem jedoch nicht zuletzt aufgrund von acht(!) Winterneuzugängen grundlegend verändert. Nicht umsonst bereitete Oliver Reck seine Mannschaft mit Videomaterial vom Auer Sieg gegen Leipzig vor. Fortunas Cheftrainer befürchtet, dass der Gegner nun mit Rückenwind antritt. Auch, wenn dieser bislang noch nie in Düsseldorf gewinnen konnte.

Ohnehin ist die Auswärtsschwäche der Auer ein Hauptgrund dafür, warum die Mannschaft als Tabellenvorletzter mitten im Abstiegskampf steckt. Der letzte Auswärtssieg, ein 3:2 bei Energie Cottbus, liegt fast ein Jahr zurück.

Diesen Trend ändern sollen auch die Neuzugänge, allen voran der Ex-Münchener Löwe und US-Nationalspieler Bobby Wood, sowie der aus Köln ausgeliehene Innenverteidiger Roman Golobart. Mit dem Rückenwind vom Sieg im sächsischen Derby gegen Leipzig schielen die „Veilchen“ am Freitag in Düsseldorf auf das Ende ihrer langatmigen Auswärtsschwäche.