Hundebisse, Ristic und Dörfer-Tour
20.05.2009 | 20:13 Uhr 2009-05-20T20:13:00+0200Fortuna ist seit der Bundesliga-Einführung sechsmal aufgestiegen und ärgerte dabei einmal sogar Co-Trainer Uwe Klein.
Am 18. Juni 1995 trennten sich die Wege. Fortuna schnappte dem VfL Wolfsburg durch einen 2:0-Sieg in Chemnitz den Bundesliga-Aufstieg weg. Am Samstag könnten beide Teams feiern. Wolfsburg steht vor dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Fortuna kann durch einen Sieg gegen Werder Bremen II (13.30 Uhr, Arena) in die 2. Bundesliga zurückkehren. Was für die ersten ein historischer Erfolg ist, ist für die anderen beinahe Routine. Denn seit der Einführung der Bundesliga 1965 ist Fortuna insgesamt sechsmal aufgestiegen. Die NRZ lässt die Fahrstuhlerfolge Revue passieren.
1966 – Bundesliga
Bei der Einführung der Bundesliga war Fortuna nicht dabei. Als Meister der Regionalliga-West qualifizierte sich das Team von Trainer Kuno Klötzer souverän für die Aufstiegsrunde. Nach den Partien gegen Hertha BSC Berlin (4:1/2:3), FK Pirmasens (2:3/2:0) und dem 2:0-Heimsieg gegen Kickers Offenbach ging es in Hessen um alles. Fortuna behielt aber die Nerven und siegte mit 5:1. Allerdings kam 1968 ein Geschmäckle auf, weil die Kickers um den Bundesligaskandal-berüchtigten Horst-Gregorio Canelas angeblich 35 000 Mark aus „Düsseldorfer Gastronomiekreisen” für eine Niederlage kassiert hatten. Die Anschuldigung wurde allerdings nie bewiesen.
1971 – Bundesliga
Chaotisch ging es im letzten Saisonspiel der Regionalliga-West gegen den VfR Neuss zu. Ein Schäferhund biss Fortuna-Stürmer Reiner Geye in die Wade - und wurde von der Anlage geworfen. Fortuna siegte trotzdem mit 3:1 und qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde. Gegen St. Pauli (3:1/1:1), Nürnberg (2:0/2:1), Borussia Neunkirchen (2:0/2:2) und Wacker Berlin (4:2/3:0) gelang dem Team von Trainer Heinz Lucas der Aufstieg.
1989 – Bundesliga
Die Ära Aleksandar Ristic begann bereits 1987. Der Aufstieg klappte aber erst zwei Jahre später und war trotz der 35 Saisontore von Sven Demandt ein hartes Stück Arbeit. Vom 28. bis zum 32. Spieltag gab es keinen Sieg, danach folgten aber sechs „Dreier” in Serie und die Rückkehr ins Oberhaus stand fest.
1994 - 2. Bundesliga
Auf den Absturz in die Amateur-Oberliga folgte die „Tour über die Dörfer” mit bitteren Pleiten bei Germania Teveren (0:3) und beim Bonner SC (2:5) und einer grandiosen Siegesserie in der Rückrunde. Am Ende ging es mit 14 Punkten Vorsprung auf Alemannia Aachen in die Aufstiegsrunde gegen TuS Paderborn-Neuhaus (1:0/3:1), Eintracht Braunschweig (1:0/2:1) und FC Augsburg (1:0/2:0). Danach war der Zweitliga-Aufstieg perfekt.
1995 – Bundesliga
Mit einer „Altherrenmannschaft” – Frank Mill und Peter Rada waren bereits 36, Andrzej Buncol 35 – schaffte Coach Ristic das beinahe Unmögliche. Sechs Heimsiege reichten zur Bundesliga-Rückkehr. Dabei war Fortuna vier Spieltage vor Saisonende noch Tabellensechster. Im letzten Saisonspiel am 18. Juni reichte ein 2:0-Sieg in Chemnitz, weil Verfolger Wolfsburg das schlechtere Torverhältnis hatte. Damals scheiterte mit dem VfL auch Mittelfeldspieler Uwe Klein am Aufstieg – heute ist er Fortunas Co-Trainer.
2004 – Regionalliga
Einen Aufstieg mit Beigeschmack erlebte Fortuna unter „Generalmanager” Thomas Berthold und Trainer Massimo Morales. Ins Team wurde viel investiert, aber der Zusammenhalt schien nicht zu stimmen. Nachdem der Aufstieg feststand trabten die Kicker nur noch müde über den Platz. Velbert, das keine Lizenz für die Regionalliga beantragt hatte, zog in der Tabelle noch vorbei, Fortuna wurde Zweiter.
2009 – 2. Bundesliga?
Das entscheidet Fortuna am Samstag, 13.30 Uhr, vor mehr als 50 000 Zuschauern.
17:36
morgen gewinnt Bremen!!!!!Wette ich....
13:53
ist doch egal.....
1995 war Piet K. noch Punker...
kann er nicht wissen.....lach
09:01
zu 1989:
Die angesprochenen sechs Dreier werden wohl eher Zweier gewesen sein. Die Drei-Punkte-Regelung wurde meines Wissens erst um 1995 herum eingeführt.