Herbstzeugnis für neun Düsseldorfer Neuzugänge
08.10.2012 | 18:55 Uhr 2012-10-08T18:55:00+0200
Düsseldorf. Trotz der 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05 geht Fußball-Bundesliga-Rückkehrer Fortuna Düsseldorf mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause. Zehn Punkte nach sieben Spielen reichen zu Platz sieben. „Nur“ neun von den 17 in der Sommerpause geholten Verstärkungen kamen bisher in der höchsten Spielklasse zum Zug.
Einen jener Leitsätze des alten Berliner Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn nehmen sich auch heute noch viele Sportler zu Herzen: Immer mit einem Erfolgserlebnis seine Übung beenden! Im Falle des Fußball-Bundesliga-Rückkehrers Fortuna hat das mit dem Samstagsspiel in Mainz und der bevorstehenden kurzen Länderspiel zwar nicht ganz geklappt. Trotz des vermeidbaren 0:1 sollten Tabellenplatz sieben mit zehn Pluspunkten nach sieben Spieltagen aber ein gutes Gesamtgefühl hinterlassen.
Auch bei den Neuzugängen? „Nur“ neun von den 17 in der Sommerpause geholten Verstärkungen kamen bisher in der höchsten Spielklasse zum Zug.
Fabian Giefer: Setzte sich im Tor-Zweikampf gegen Robert Almer nach einer „Bauchentscheidung“ von Trainer Norbert Meier durch. Und rechtfertigte seine sieben Starts mit guten Leistungen .
Stelios Malezas: Der Grieche brauchte in der Innenverteidigung nur eine kurze Eingewöhnung. International erfahren dürfte sich der Nationalspieler neben Jens Langeneke eher noch steigern.
Axel Bellinghausen: Es wäre unfair, von einem enttäuschenden Start des Rückkehrers zu schreiben. Die Erwartungshaltung an den Ex-Augsburger, der seine Stärke im linken Mittelfeld aus der Dynamik, nicht aus (limitierter) spielerischer Klasse zieht, war zu hoch. In Mainz zeigte sich Bellinghausen als Lambertz-Ersatz verbessert, weil fußballerisch bodenständig.
Ronny Garbuschewski: Nach der guten Vorbereitung driftete der Leipziger, der mit Freistößen und Eckbällen überzeugt hatte, aus dem Blickfeld. Weil Meier dem Australier Kruse im rechten Mittelfeld eine Chance gab. Und der Nationalspieler diese beherzt nutzte.
Mittelfeldflitzer Robbie Kruse steht am kommenden Dienstag mit seinen Australiern unter Druck. Nach drei sieglosen Partien in der Qualifikation der zweiten Asien-Gruppe für die WM 2014 sollten die Socceroos das Match gegen den Irak ab 16.15 Uhr in Doha/Katar gewinnen.
Du-Ri Cha: Der athletische Südkoreaner wurde Robbie Kruse allein deshalb nicht gefährlich, weil er familiäre Probleme in den Vordergrund rückte. Und gut drei Wochen in der Heimat weilte. Kann als Dynamiker im rechten Mittelfeld noch wichtig werden.
Andrey Voronin: Der technisch sehr versierte, mit guter Spielübersicht ausgestattete Ukrainer hat sich bisher noch nicht recht im laufintensiven Fortuna-Stil eingefunden. Musste schon zweimal Positionskollege Ken Ilsø das (zentrale Mittel-)Feld überlassen.
Nando Rafael: Nach einer enttäuschenden Partie beim alten Arbeitgeber in Augsburg hatte der gebürtige Angolaner nur noch einen Teileinsatz. Wirkte bisher eher behäbig, wenig spritzig und passte nicht recht ins schnelle Umschaltspiel der Fortunen.
Dani Schahin: Von der Fürther Ersatzbank zum Bundesliga-Doppeltorschützen! Der flinke Ukraine-Libanese hätte sich mit seinen vier Treffern in Augsburg und gegen Schalke kaum einen besseren Einstand wünschen können.
Stefan Reisinger: Seit seinem Pokaltor in Burghausen läuft „Reise“ das Pech hinterher. Zwei Außenbandverletzungen im Knie und ein grippaler Infekt ließen nur drei Teilzeiteinsätze zu.

05:13
Die Berwertung finde ich soweit ok.
Allerdings sollte man auch deutliche Worte wählen, wenn sie angebracht sind. Natürlich war der Einstand von Bellinghausen bisher sehr enttäuschend. Selbst wenn man die Meßlatte nicht so hoch anlegt, was auch nicht angebracht wäre, war das, abgesehen von dem Einsatz in Mainz bisher garnichts.
Nando war bisher ein Totalausfall.
Reisinger ist ein braver Renner und Kämpfer. Diese beiden Transfers hätte man sich bisher sparen können. Man muss allerdings zu deren Entlastung sagen, daß bei der Fortuna jeder Stürmer unter dem zu schwachen Mittelfeld zu leiden hat. Thema: Ballverluste en masse!!
Kruse ist auch nicht effektiv. Natürlich ist er besser als in der letzten Saison, das ist aber auch leicht, denn da hat er auch garnichts gebracht. Schade das Garbuschewski darunter leiden muss, denn er ist der deutlich talentiertere Spieler. Insbesondere bei Standards, Torgefahr und Schnelligkeit. Und bitte Voronin eine Führungsrolle einräumen und nicht Lambertz!