Gibt es eine Premiere für zwei neue Fortuna-Pärchen?

Muss sein Team für die Partie gegen Aue umformieren: Fortuna-Trainer Oliver Reck.
Muss sein Team für die Partie gegen Aue umformieren: Fortuna-Trainer Oliver Reck.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Aufgrund von Verletzungen und Sperren muss Trainer Oliver Reck am Freitag gegen Aue umstellen: Pinto/Fink im defensiven Mittelfeld und Bodzek/Bomheuer in der Innenverteidigung.

Düsseldorf.. Das Kollektiv ist und bleibt höchstes Gut bei Fortuna Düsseldorf. Auch nach 20 absolvierten Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga wird Oliver Reck nicht müde, diesen goldenen Leitsatz seiner Arbeit immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Die Zweitliga-Kicker unterstreichen die Worte ihres Trainers mit Taten auf dem Platz. Jüngstes Beispiel ist Andreas Lambertz, der nach seiner langen Verletzungszeit den beim 1:1 in Karlsruhe zur Halbzeit mit einem Bänderriss im Sprunggelenk ausgewechselten Christian Gartner bravourös ersetzte.

Wie variabel Fortunas Kollektiv wirklich ist, wird sich spätestens am Freitagabend (18.30 Uhr, Arena, LIVE bei uns im Ticker) im ersten Heimspiel des Jahres gegen den FC Erzgebirge Aue herausstellen. Gegen den Tabellenvorletzten müssen die Düsseldorfer neben dem verletzten Gartner auch die gelb(-rot-)gesperrten Bruno Soares und Jonathan Tah in der Innenverteidigung ersetzen.

„Wir müssen das als Team auffangen“, sagt Reck, „unser Kader ist stark genug, um jeden Ausfall zu kompensieren!“ Letzteres ist dabei durchaus mit Abstrichen zu verstehen, denn Reck selbst hatte in der jüngsten Vergangenheit eingeräumt, Sergio da Silva Pinto als Spielgestalter und Dreh- und Angelpunkt seines Spiels nicht gleichwertig ersetzen zu können. Eine Sorge, die sich vor dem Anpfiff heute Abend nicht mehr stellt, denn der Deutsch-Portugiese hat die bei einem Trainingszusammenstoß mit Bruno Soares erlittene Knieprellung, die ihn in Karlsruhe zum Zuschauen verdammte, auskuriert.

Für Pinto und Fink spricht die geballte Routine

Ungeklärt ist dagegen noch die Frage nach seinem Nebenmann im defensiven Mittelfeld. Alles deutet darauf hin, dass Oliver Fink, der am vergangenen Wochenende im Wildpark seine Rückkehr 297 Tage nach einem Kreuzbandriss mit dem Ausgleichstreffer krönte, mit Pinto ein Sechser-Pärchen bilden wird. Es wäre die geballte Routine im defensiven Mittelfeld, die der 34-jährige Pinto und sein zwei Jahre jüngerer Teamkollege in die Waagschale werfen würden.

[kein Linktext vorhanden] Auch in der Innenverteidigung könnte es eine Premiere eines Fortuna-Pärchens geben, das in dieser Konstellation bislang noch nie gemeinsam in der Startelf stand: Abwehrchef Adam Bodzek und der lange Zeit verletzte Dustin Bomheuer. Letzterer bringt es bislang gerade einmal auf sieben Saisoneinsätze, dreimal davon als Einwechselspieler in der Nachspielzeit. Für den 23-Jährigen könnte es fast schon die letzte Chance sein, sich für eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags zu bewerben.

„Dustin hatte es nach seiner schweren Schulterverletzung nicht leicht, wieder Fuß zu fassen. Auf seiner Position haben wir aber auch sehr gute Spieler“, sagt Reck. Am Ende zählt halt einzig das Kollektiv.

Fortuna-Gegner