Frank Kramer fordert Fortuna zum Träumen auf

"Die Jungs müssen Ziele haben und sie auch träumen dürfen": Fortuna-Trainer Frank Kramer.
"Die Jungs müssen Ziele haben und sie auch träumen dürfen": Fortuna-Trainer Frank Kramer.
Foto: Imago
Fortunas Cheftrainer Frank Kramer sprach zum Abschluss des Trainingslagers auf Langeoog über seine ersten Eindrücke, Saisonziele und Neu-Stürmer Didier Ya Konan.

Düsseldorf.. Das erste Trainingslager als neuer Cheftrainer der Fortuna hat Frank Kramer seit gestern gemeistert. Sechs intensive Übungseinheiten nebst dem 9:0-Aufgalopp im ersten Testspiel gegen Bezirksligist TuS Esens liegen hinter dem 43-Jährigen und seiner Mannschaft. Im abschließenden Interview auf Langeoog nahm er zu den derzeit relevantesten Themen rund um die Fortuna Stellung.

Frank Kramer über den neuen Spielplan: Das ist auf jeden Fall ein schönes Auftaktprogramm, was uns gleich vor ein paar Herausforderungen stellt. Die Fortuna-Fans können gleich mal die beiden Erstliga-Absteiger Paderborn und Freiburg in der Arena bestaunen. Da weiß man gleich wo man hingehört. Ich freue mich jedenfalls darauf. Letztendlich muss man die Gegner sowieso so nehmen, wie sie kommen.

…über Neuzugang Didier Ya Konan: Er ist ein positiv-verrückter Typ. Didier bringt neben viel Erfahrung auch fußballerisch eine Menge mit. Er hat über Jahre nachgewiesen, dass er ein guter Stürmer ist. Ich erwarte von ihm, dass er der Mannschaft hilft, Torgefahr ausstrahlt und Wege aufreißt. Er hat richtig Lust auf die Fortuna, bringt Feuer und Spaß mit. Vom Typ her lebt er von der Leidenschaft. Natürlich ist letztendlich die Torgefahr am wichtigsten. Didier wird uns allen gut tun, davon bin ich überzeugt. Jetzt fehlt uns noch ein weiterer Stürmer und auch da müssen wir geduldig sein, Gespräche führen und letztendlich in aller Ruhe die richtigen Schritte gehen. Wir dürfen uns nicht zur Eile treiben lassen.

…über das Saisonziel: Noch ist nicht der Zeitpunkt gekommen, um Ziele zu definieren. Wir haben jetzt gerade erst einmal die erste Trainingswoche hinter uns. Wenn Spieler sagen, dass sie in die erste Liga aufsteigen und alles dafür tun wollen, finde ich das grundsätzlich gut. Die Jungs müssen Ziele haben und sie auch träumen dürfen. Sind wir mal ehrlich: Jeder, der schon einmal in der ersten Liga war, will da wieder hin. Natürlich sehen es Spieler aus einer anderen Perspektive als die Verantwortlichen, für die es stets auch immer eine Frage der Machbarkeit ist.

…auf die Frage, in wie weit sich die Mannschaft schon als Einheit gefunden hat: Die eine Woche, in der wir jetzt zusammen sind, reicht nicht aus, um diese Frage seriös zu beantworten. In der Saisonvorbereitung ist jeder noch unbefangen. Man wird das erst richtig beurteilen können, wenn es richtig los und um Punkte geht, wenn Rückschläge kommen, wenn um Plätze in der ersten Elf gekämpft wird und einige Spieler sich unterordnen müssen.

…über die Bilanz des Trainingslagers: Alle haben gut mitgezogen, aber das erwarte ich auch von ihnen. Es gibt null Ansätze für Zufriedenheit. Zufriedenheit darf es bis zum Abpfiff des letzten Saisonspiels nicht geben. Bis dahin müssen wir alles tun, um erfolgreich zu sein.

…über die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Peter Hermann: Wir haben nach zwei Minuten festgestellt, dass wir in dieselbe Richtung blicken. Es macht unheimlich viel Spaß, wenn wir uns über Taktik austauschen und Ideen zusammenschmeißen. Wir haben Freude daran, Dinge gemeinsam zu entwickeln. Wir sind genauso Teamplayer, wie wir das von den Spielern erwarten. Das gilt auch für die Arbeit auf dem Platz. Es wäre nicht gut, wenn nur einer von uns beiden die Ansagen macht. Es ist schön zu sehen, mit was für einer Begeisterung er zu Werke geht und die Jungs anpeitscht. Wenn es so zusammenpasst wie bei uns, dann kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

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