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Fortunas Wegkamp schießt SV Wersten ab

09.09.2012 | 16:00 Uhr
Fortunas Wegkamp schießt SV Wersten ab
Werstens Keeper Gonzalez Köhn hatte am Samstag alle Handschuhe voll zu tun.Foto: KITSCHENBERG, Kai

Düsseldorf.   Für einen guten Zweck, soziale Projekt im Stadtteil Rath, kickte Fortuna Düsseldorf am Wochenende. Mehr als tausend Zuschauer sahen den 16:0-Sieg über den Fußball-Landesliga-Absteiger SV Wersten 04 im Rather Waldstadion. Fortunas Sturmhoffnung Gerrit Wegkamp war mit fünf Treffern der 19-Jährige der gefährlichste Akteur auf dem Rasen.

Das berühmte Fernglas benötigt der Fußball-Bezirksligist SV Wersten 04 in der Regel, um sportlich Bundesliga-Rückkehrer Fortuna zu erblicken. Und auch am Samstagnachmittag war die Flingerner Festung im Rather Waldstadion stolze 16 Tore zu hoch, ohne diese mit einem eigenen Treffer auch nur ansatzweise zu beschädigen. Immerhin, der Erlös des Benefizspiels floss in soziale Projekte des Stadtteils Rath.

Wie auf einer Bergetappe mussten sich zuvor viele der 1004 Fans bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius vorgekommen sein. Um ihre Idole zu begutachten, ging es am Rande des Aaper Waldes erst einmal einen zehnminütigen Fußmarsch bergaufwärts.

Gerrit Wegkamp besonders motiviert

Fortunas Sturmhoffnung Gerrit Wegkamp schien an diesem Nachmittag besonders motiviert. Mit fünf Treffern war der 19-Jährige der gefährlichste Akteur auf dem Rasen. „Das ist auch in solch einem Spiel keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Ex-Osnabrücker.

Ohne Angst, aber ein ums andere Mal unglücklich agierte Wersten-Keeper Peter Gonzales Köhn. So avancierte der Schlussmann nach einer halben Stunde in seiner Trainingsjacke unfreiwillig zum Slapstick-Helden. Nach einem Stockfehler entschied sich der Grauschopf, den heranstürmenden Wegkamp lässig aussteigen zu lassen. Und scheiterte kläglich. Das zwischenzeitliche 6:0 war die Konsequenz.

Sein Gegenüber Nikos Papadopoulos ärgerte sich dagegen wohl über Beschäftigungslosigkeit. Freuen durfte sich der 22-Jährige in der ersten Hälfte ebenso wie Mazin Ahmed Alhuthayfi in der zweiten über das Debüt als Fortuna-Kapitän. Beide zahlen traditionell dafür einen Obulus in die Mannschaftskasse.

Trotz der 8:0-Pausenführung schalteten die Flingerner während der zweiten 45 Minuten keinen Gang zurück. Schließlich gelang dem eingewechselte Oliver Fink mit einem 35-Meter-Strahl in den Torwinkel der schönste Treffer.

„Ich hatte Gänsehaut!“

Auch der SVW kam nach 75 Minuten durch Dominik Russek zu seiner einzigen Mini-Torchance im Spiel. Aber der zurückeilende Bastian Müller störte den Kicker ganz in Weiß in letzter Sekunde.

Den Schlusspunkt setzte mit einem Treffer kurz vor dem Ende schließlich doch ein Werstener. Allerdings mit Verteidiger Jeron Hazaimeh einer im Fortuna-Dress. Der 20-Jährige durchlief die Jugend des SVW und wohnt in Wersten: „Ich hatte Gänsehaut! Das war für mich ein ganz besonderes Spiel.“

Das bestätigte auch SVW-Kapitän Moritz Kriegs nach: „Ich hänge meine Fußballschuhe zwar noch nicht an den Nagel, aber das wird wohl nicht mehr zu toppen sein.“

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Bei der 1:3-Testniederlage im Ulrich-Haberland-Stadion dominierten über weite Strecken die Leverkusener gegen fehlerhafte Düsseldorfer. Vor allem in der ersten Halbzeit tat sich ein Klassenunterschied zwischen den Erstliga-Konkurrenten auf. Düsseldorfs Trainer Meier entzog sich einem Urteil.

Freuen wird sich auch der wiedergenesene Axel Bellinghausen (grippaler Infekt) über sein Comeback im Training.

DAS SPIEL IN DER STATISTIK

SVW: Gonzalez Köhn (60. Heinemann) – Kawalleck (64. Völkerink), Schwidden, Kriegs, Freymann (55. Hülbig) – Stratmann (46. Al-Bazaz), Köhler (72. Barbos), Karolin (46. Hanuschkiewitz), Ruiz Quintanilla, Stankovic (43. Demin) – Russek (78. Dupik).

Fortuna: Papadopoulos (46. Heller) – Levels (46. Alhuthayfi), Nyarko, Juanan (46. Hazaimeh), van den Bergh (46. Nandzik) – Erat (60. Furuholm), Bastian Müller, Bodzek (60. Fink), Fomitschow – Ilsø, Wegkamp.

Zuschauer: 1004.

Tore: 0:1 (7.) Wegkamp, 0:2 (10.) Erat, 0:3 (14.) Ilsø, 0:4 (26.) Fomitschow, 0:5 (28.) Wegkamp, 0:6 (33.) Wegkamp, 0:7 (37.) Wegkamp, 0:8 (45.) Fomitschow, 0:9 (47.) Ilsø, 0:10 (53.) Fomitschow, 0:11 (63.) Fink, 0:12 (68.) Ilsø, 0:13 (71.) Furuholm, 0:14 (79.) Wegkamp, 0:15 (83.) Furuholm, 0:16 (85.) Hazaimeh.

Kevin Schwank



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