Fortunas Linksverteidiger Schmidtgal fällt erneut lange aus

Hinfallen und immer wieder aufstehen: Heinrich Schmidtgal gibt sich nach seiner Operation kämpferisch.
Hinfallen und immer wieder aufstehen: Heinrich Schmidtgal gibt sich nach seiner Operation kämpferisch.
Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der 29-Jährige wurde am Meniskus operiert, nachdem er gerade erst eine schwere Verletzung auskuriert hatte - eine unendliche Leidensgeschichte.

Düsseldorf.. Die Meldung, die die Fortuna am Donnerstagmittag versandte, war kurz und knapp. Dafür hatte es der Dreizeiler in sich: Heinrich Schmidtgal ist verletzt. Wieder einmal. Der mit Abstand größte Pechvogel des Zweitligisten, dessen Fußballkarriere von (schweren) Verletzungen durchzogen ist, hatte sich gerade erst nach einer monatelangen Verletzung wieder zurück ins Mannschaftstraining gekämpft und dafür während der Winterpause sogar Extraschichten geschoben. Bereits am Mittwoch musste sich der 29-jährige Linksverteidiger einem operativen Eingriff am eingerissenen Innenmeniskus unterziehen. Die Operation verlief ohne Komplikationen.

Nur 15 Pflichtspiele

Schmidtgal, der im Sommer 2013 zur Fortuna wechselte und seitdem verletzungsbedingt erst 15 Pflichtspiele für die Düsseldorfer absolvieren konnte, wird abermals mehrere Wochen lang ausfallen. Als wäre die Situation für den zwölfmaligen kasachischen Nationalspieler nicht schon schlimm genug, steht für ihn zudem weiterhin die Frage nach seiner sportlichen Zukunft im Raum. Sein Vertrag bei der Fortuna läuft im Sommer aus und es ist unwahrscheinlich, dass der sympathische Blondschopf bis dahin allzu viele Gelegenheiten erhalten wird, sich sportlich noch für einen neuen Kontrakt zu empfehlen. Man kann für Schmidtgal nur hoffen, dass ihm diese Entscheidung nicht von seinem verletzungsanfälligen Körper abgenommen wird.

Fortunas Trainer Oliver Reck hatte bereits in der Vergangenheit stets betont, dass er seinem Abwehrspieler alle Zeit geben werde, um sich behutsam wieder an die Belastungen heranzutasten. Über Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft sollte Schmidtgal die nötige Form für den Profi-Kader zurückgewinnen. Ein Plan, der seit Mittwoch erst einmal aufgeschoben werden muss.

Die unendliche Leidensgeschichte von Heinrich Schmidtgal begann bereits nach seinem Wechsel im Sommer 2013 von Greuther Fürth zur Fortuna. Schmidtgal hatte seinen gesamten Sommerurlaub in der Praxis von Physiotherapeut Bernd Restle verbracht, nachdem er zuvor mit einer Patellasehnenverletzung die Komplette Rückrunde in Fürth ausgefallen war.

Nur zwei Partien nach seinem Debüt am 10. Spieltag, bei dem die Fortuna ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub mit 2:1 gewann, zog sich Schmidtgal in der Partie gegen den SC Paderborn einen Syndesmosebandriss zu und fiel für weitere drei Monate aus. Doch Schmidtgal ist ein Kämpfertyp, was er gestern auch über den Nachrichtendienst Twitter verlauten ließ: „Es kommt nicht darauf an, wie oft du fällst. Es kommt darauf an, dass du immer wieder aufstehst!“