Fortunas eiskalte Standortbestimmung in Ingolstadt
03.02.2012 | 22:09 Uhr 2012-02-03T22:09:00+0100
Düsseldorf. Exakt 1195 Stunden liegen zwischen der ersten Saisonniederlage von Fortuna gegen den SC Paderborn (2:3) und der heutigen Partie um 13 Uhr beim FC Ingolstadt (live im DerWesten-Ticker). Nach über sieben Wochen Winterpause startet heute im Sportpark des FCI die inoffizielle Mission „Aufstieg“ für die Rot-Weißen. „Jetzt wird es wieder ernst. Die Vorbereitungszeit ist nun doch sehr schnell ins Land gegangen. Vor kurzem waren wir noch bei vierundzwanzig Grad in Spanien. Die aktuelle Kälte hier ist dagegen schon eine Tortur“, meint Fortunas Cheftrainer Norbert Meier.
Mit einem Bein erstklassig
Das Thema Aufstieg spielt dabei vor der Standortbestimmung in Ingolstadt auch beim neuen Flingerner Premiumpartner aus dem Sportwettengeschäft eine Rolle. Geht es nach dessen Buchmachern, ist Fortuna bereits mit einem Bein im Fußball-Oberhaus.
Jeder, der auf einen Flingerner Aufstieg setzt, erhält bei zehn Euro Einsatz „nur“ einen Gewinn von 14,50 Euro zurück. Pessimisten winkt da schon ein größerer Profit. Bei gleichem Einsatz schüttet der Wettanbieter im Fall des Nicht-Aufstieges 24,50 Euro aus.
Fortuna-Coach Meier dürften solche Spekulationen nicht interessieren. Selbst die vorhergesagten zehn Grad im Minusbereich lassen den 53-Jährigen kalt: „Väterchen Frost ist derzeit zugegen, aber darauf sind wir eingestellt.“
Um gegen den FCI in die Erfolgsspur zu gelangen, sollten die Flingerner vorrangig auf Steilpässe setzen und geduldig auf Fehler der Gastgeber setzen. Ligaweit kassierte der FC Ingolstadt so die meisten Gegentore.
Prominentes Personal
Wohl wissend um dieses Defizit, reagierten die Oberbayern und verpflichteten im Winter prominentes Personal mit Ralph Gunesch (FC St. Pauli), Florian Heller (1. FSV Mainz 05), Adam Nemec (1. FC Kaiserslautern), Marc Hornschuh (Borussia Dortmund) und Manuel Schäffler (TSV 1860 München). Die bundesliga-erprobten Akteure sollen die Bayern mit insgesamt 106 Erstligapartien stabilisieren.
„Ingolstadt hat auf dem Transfermarkt noch einmal kräftig zugeschlagen. Wer davon ausgeht, dass es für uns aufgrund der Tabellensituation einfach wird, der kann gleich zu Hause bleiben“, betont Meier.
Ob auf Seiten von Fortuna der Ex-Kölner Adam Matuschyk seine 42-malige Bundesliga-Erfahrung von Beginn an aufbieten kann, ließ Meier ebenso offen wie ein mögliches Punktspieldebüt von Neu-Stürmer Timo Furuholm (FC Inter Turku). „Wer spielt, wird erst in der Teamsitzung vor dem Spiel bekanntgegeben“, ließ Meier mit leicht verzogenen Mundwinkeln durchblicken und fügte an: „Es gibt aber keinen Bonus für die Spieler, die in der Hinrunde immer gespielt haben.“
Wie die Start-Elf der Rot-Weißen aussehen wird, werden etwa 1300 hartgesottene Fortuna-Anhänger trotz der Eiseskälte in Ingolstadt verfolgen.
Und Meier weiß, was dann für den ersten Rückrunden-Dreier der Saison nötig sein wird: „Wir müssen auf dem Punkt da sein. Das wird am Ende die Grundvoraussetzung für einen Sieg!“
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