Fortuna versäumte beim 3:2-Sieg ein Schützenfest
28.02.2009 | 16:47 Uhr 2009-02-28T16:47:00+0100
Düsseldorf. Das Düsseldorfer Team hatte gegen den SV Sandhausen über ein Dutzend gute Chancen, aber nur Langeneke per Foulelfmeter, Kadah und Lambertz trafen. Kadah sah gelb-rot, SVS-Kicker Grech sogar Rot. Fortuna jetzt Tabellenzweiter.
Es hätte ein Schützenfest werden können, wurde aber nur ein Zittersieg. 3:2 (1:1) besiegte Fortuna Düsseldorf am Samstagnachmittag den SV Sandhausen, hatte aber Chancen für ein Dutzend Treffer, während die Gäste ihre beiden einzigen Möglichkeiten nutzten. Wobei 9248 Zuschauer in der Arena ein insgesamt munteres und ansehnliches Drittligaspiel sahen mit acht gelben Karten und zwei Platzverweisen. Sandhausens Leandro Grech sah Rot (38.), Fortuna-Stürmer Deniz Kadah (90.) den gelb-roten Karton.
„Fortunas Sieg ist verdient“, bilanzierte SVS-Trainer Gerd Dais, „aber wir haben große Moral und Kämpferherz bewiesen.“ Fortuna-Kollege Norbert Meier meinte: „An unserem Sieg gibt es nichts zu deuteln.“ Durch den Dreierpack und das 0:0 von Paderborn gegen Aue schoben sich die Düsseldorfer auf (Aufstiegs-)Rang zwei vor.
Mit drei personellen Veränderungen hatte Meier das Fortuna-Team auf den Arena-Rasen. Ahmet Cebe, zuletzt beim 1:2 in Unterhaching nur im Sturm eingesetzt, spielte rechter Außenverteidiger für Clement Halet. Im Angriff übernahm Deniz Kadah den Platz des in Oberbayern bereits nach 45 Minuten ausgewechselten Simon Terodde und Torjäger Ranisav Jovanovic kehrte nach zweiwöchiger Pause (Fußprobleme und Grippe) ins Team zurück.
Und mit viel Schwung ging’s in Spiel, nach den ersten 45 Minuten hätte Fortuna locker mit zwei, drei Toren Vorsprung führen können. Christ (3., 15.), Sieger (5.), Hergesell (8.), Lambertz (24.) und Jovanovic (30.) konnte ihre Chancen aber nicht nutzen. Daher stand es beim Pausenpfiff 1:1, weil Sandhausen neuer Stürmer Danko Boskovic in der 12. Minute nach einem Freistoß und allgemeiner Verwirrung im Düsseldorfer Strafraum Fortunakollege Kadah und den Ball gemeinsam über die Linie geschoben hatte.
Hochverdient war der Ausgleichstreffer in der 39. Minute durch einen von Jens Langeneke verwandelten Elfmeter, nachdem Jovanovic im Strafraum von Leandro Grech sehr unsanft gestoppt wurde und der SVS-Mittelfeldakteur wegen groben Foulspiels auch noch die Rote Karte sah.
In Überzahl legten die Düsseldorfer in Halbzeit zwei los wie die Feuerwehr und kamen durch Tore von Deniz Kadah (48./nach Ecke Caillas) sowie Andreas Lambertz (51., nachdem Torhüter Gurski einen Schuss von Jovanovic noch abgewehrt hatte) auch schnell zur verdienten 3:1-Führung. Was den Sieg aber noch längst nicht sicherte. Weil Sandhausen in der 65. Minute mit seiner zweiten Torchance durch Pinto das 2:3 erzielte, die Düsseldorfer dagegen bis zum Abpfiff mindestens ein halbes Dutzend weiterer gute Chancen vergaben. Allen voran dabei der eingewechselte Simon Terodde (90.+1), der das freie Tor verfehlte, und Deniz Kadah (78.,80.), der in der 90. Minute nach einem Foul an Marcel Throm auch noch per gelb-roter Karte vom Platz „flog“ und dadurch für das Spiel am nächsten Samstag bei Jahn Regensburg gesperrt ist.
Fortuna: Melka – Cebe (83. Halet), Palikuca, Langeneke, Hergesell – Sieger – Lambertz, Christ (87. Heidinger), Caillas – Kadah, Jovanovic (70. Terodde).
Sandhausen: Gurski – Bindnagel (46. Waldecker), Eberlein, Beisel, M.Throm – Kirsch – Pinto, Grech, Mintzel – Haas (46. Kolb), Boskovic (67. Müller).
Schiedsrichter: Thorsten Joerend (Lübbecke).
Zuschauer: 9248.
Tore: 0:1 (12.) Boskovic, 1:1 (39.) Langeneke (Foulelfmeter), 2:1 (48.) Kadah, 3:1 (51.) Lambertz, 3:2 (66.) Pinto.
Gelbe Karten: Cebe (4.), Hergesell (3.) – Grech, Boskovic, Mintzel, Eberlein.
Gelb-Rote Karte: Kadah (90.), wiederholtes Foulspiel.
Rote Karte: Grech (38.) grobes Foulspiel.
Eckbälle: 9:2.
Torchancen: 13:2
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