Fortuna unterlag dem SC Paderborn erneut
27.01.2012 | 22:01 Uhr 2012-01-27T22:01:00+0100
Düsseldorf.Das letzte „Freundschaftsspiel“ der Fortunen vor der Wiederaufnahme der Zweitliga-Saison, eine 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Aufstiegskonkurrent SC Paderborn, war am gestrigen kalten Freitagabend „sicher kein Kuschelfußball“, wie Vorstandschef Peter Frymuth anmerkte. Es schien fast so, als hätten die Gäste einen Geheimauftrag erfüllen wollen: Maximilian Beister eliminieren! Bis zu dessen Auswechslung in der 69. Minute hatten die Schwarzhemden sechsmal böse gegen die HSV-Leihgabe hingelangt.
Kühlen Kopf bewahrt
Alushi und Bertels (für sein Nachschlagen in der 42. Minute) wären bei einem Punktspiel wohl noch vor der Halbzeit unter der Brause gelandet. „Offenbar konnte Paderborn nicht anders“, meinte Beister hinterher verschmitzt, „ich habe jedenfalls geübt, wie man einen kühlen Kopf bewahrt.“
Auch Fortuna-Cheftrainer Norbert Meier begeisterte die Gangart nicht: „Maxi ist ganz schön umgemäht worden. Da stellt sich die Frage, wie ein Schiedsrichter in einem Test damit umgehen will, wie er den Spieler auch zu schützen hat.“ Referee Sascha Stegemann machte beide Augen zu, knirschte aber zwischenzeitlich mit den Zähnen.
Genau zwei Paderborner Sympathiesanten hatten gestern Abend den Gästeblock 8/9 des Paul-Janes-Stadions besetzt. Und da eine Getränkebude für sich ganz allein. Die übrigen 1008 Beobachter sahen eine schwungvolle, aber eben auch harte Partie.
Im Zentrum zweier Diskussionstrauben wie am Dienstag beim 5:2 bei Viertligist UD Marbella nebst Leberhaken: Maximilian Beister. Alushi trat den Linksfuß in der vierten Minute nahe der Mittellinie um: Gelb! Dann langte Gegenspieler Bertels dreimal ungestraft hin. Beister revanchierte sich einmal. Und steckte kurz darauf einen Knochenputzer von Alushi nebst versuchtem Tiefschlag von Bertels ein. Referee Stegemann ließ im Getümmel vor der SCP-Spielerbank wirklich Gnade vor Recht ergehen
Fußball wurde auch gespielt. Keeper Robert Almer reagierte zweimal prächtig gegen den freistehenden Torjäger Proschwitz (16./37.). Und unterstrich so seine Startambition beim Zweitliga-Auftakt in Ingolstadt nächsten Samstag.
Vorn setzte Ranisav Jovanovic einsatzfreudig und ballsicher Akzente. Hatte dazu zwei gute Möglichkeiten per Flachschuss (8.) und aus spitzem Einschusswinkel (34.). „Der Trainer weiß um eine Option“, meinte der Berliner Serbe hinterher zufrieden.
Drei weitere gute Fortuna-Torchancen hätten eine Führung zur Pause gerechtfertigt. „Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit genügend Möglichkeiten. Das war gut!“ lobte Coach Meier hinterher.
Nach dem Wechsel machte Paderborn aus einer Torchance den Sieg: präziser Freistoß durch Alushi von der rechten Seite, prächtiger Kopfball des eingewechselten Brandy in den linken Torwinkel! Da nutzte auch die späte Fortuna-Schlussoffensive nichts mehr. Schon in der Meisterschaft (0:0, 2:3) gab es gegen Paderborn für die Rot-Hemden nichts zu ernten.
Übrigens: Mit dem erkranken Adriano Grimaldi und dem über Rückenschmerzen klagenden Sascha Dum fehlten zwei Fortunen aus dem Stammaufgebot.
DAS SPIEL IN DER STATISTIK
Fortuna: Almer (46. Ratajczak) – van den Bergh (46. Weber), Langeneke, Lukimya-Mulongoti (46. Juanan), Levels – Lambertz, Bodzek (46. Matuschyk) – Bröker (69. Furuholm), Rösler (69. Kruse), Beister (69. Ilsø) – Jovanovic (46. Fink).
SCP: Kruse – Bertels (57. Palionis), Gonther (46. Wemmer), Mohr, Strohdiek – Brückner (61. Taylor), Alushi, Krösche (74. Demme), Guie-Mien (46. Brandy) – Proschwitz, Kara (74. Erlbeck).
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (SV Niederkassel).
Zuschauer: 1010.
Tore: 0:1 (73.) Brandy.
Gelbe Karten: Ilsø – Alushi, Strohdiek.
19:00
hat denn paderborn gleich zwei rösler? armer biester!!!!!!!!!