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Fortuna-Trainer Meier lobt Robbie Kruse

02.08.2012 | 19:18 Uhr
Fortuna-Trainer Meier lobt Robbie Kruse
Robbie Kruse im Trainingslager in Doorwerth.Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Einige Spieler des Bundesliga-Aufsteigers Fortuna Düsseldorf wurden im Trainingslager in Doorwerth zu Filmstars. Eine Crew von Trio-Film nahm die rot-weißen Aufstiegshelden ins Visier. Die Botschaften werden vor dem Saisoneröffnungsspiel gegen Lissabon ausgestrahlt.

Einige Fortunen wurden gestern zu Filmstars. Zumindest für ein paar Minuten. Die dreiköpfige Crew von Trio-Film, das auch für das Arena-TV bei Fortuna-Heimspielen verantwortlich zeichnet, nahm zwischen Spielertrakt und Speisesaal im Doorwerther Golden-Tulip-Hotel die rot-weißen Aufstiegshelden ins Visier. Zwei Stunden Aufbau, eine Stunde Dreh in einer „Blauen Box“, in der sich die Kicker in video-gerechte Posen warfen.

Fortuna
Formkurve der Fortuna zeigt nach oben

Nach dem 1:0-Testspielsieg gegen den Ehrendivisionär NEC Nijmegen war Trainer Norbert Meier vom Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf zufrieden. "Das war das beste Testspiel bisher. Die Mannschaft wirkte frischer. Auch, weil wir die Trainingsintensität gedrosselt haben“, sagte Meier.

Die Botschaften werden am 11. August ab 13.30 Uhr vor dem Saisoneröffnungsspiel gegen Benfica Lissabon (Anstoß: 16 Uhr, Arena) ausgestrahlt. Im Rahmen einer Bühnen- und Lichtshow, die als kleine, verspätete Aufstiegsfeier gedacht ist. „Das haben sich unsere Fans auf jeden Fall verdient“, bekräftigt Robbie Kruse im Nachhinein, „vor allem für die Zuschauer tat es mir echt leid, dass sich nach dem Platzsturm gegen Hertha BSC und den anschließenden Gerichtsverhandlungen niemand so richtig über den Aufstieg freuen konnte.“

Robbie Kruse rückt mehr in den Fokus

Der australische Nationalspieler, in der vergangenen Saison als Zweitliga-Neuling mit nur elf meist kurzen Einsätzen eher hinten dran, rückt bei der Fortuna seit dem Start der Vorbereitung mehr in den Fokus als bisher. Was durchaus überrascht. „Robbie präsentiert sich bisher viel entschlossener, viel engagierter“, lobte Trainer Norbert Meier dieser Tage seinen schmächtigen, leichtfüßigen „Aussie“.

Der hat sich sicher nicht in der staubig roten Outback-Asche der Heimat abgehärtet. „Ich hatte kein gutes erstes Jahr, musste mich erst an alles gewöhnen. Jetzt weiß ich, was sportlich auf mich zukommt, was der Trainer von mir verlangt. Das macht vieles leichter“, bekräftigt Kruse. Jene Rolle, in der ihn Meier gern sehen will, umschreibt der 23-Jährige so: „Von mir wird im Mittelfeld auch defensive Arbeit erwartet. Und offensiv ein schnelles Attackieren.“ In den Tests, beispielsweise gegen Panathinaikos Athen (0:1) oder kürzlich gegen NEC Nijmegen (1:0), deutete Kruse seine Ambitionen an. Gegen die Niederländer schoss er den (Sieg-)Treffer.

Fußball-Bundesliga
Fortuna-Trainer Meier „war ein wenig Voronins Ersatzvater“

„Die besten Fußballer sind alle etwas schwierig“, entgegnete Fortuna-Trainer Norbert Meier am Miittwoch nach dem Morgentraining auf die Frage, ob Andrej Voronin ein schwieriger Typ sei. Der Coach kennt den Blondschopf, der sich seines Zöpfchens mittlerweile entledigt hat, ganz genau.

Der Australier ist im Mittelfeld variabel einsetzbar. Hat in der Vorbereitung die linke und rechte Seite besetzt, aber auch schon die mittlere Position hinter der Angriffsspitze. „Ich spiele am liebsten auf der linken Seite. Die anderen Positionen sind ähnlich und machen mir nicht viel aus. Mein Ziel sind deutlich mehr Einsätze als bisher.“

BVB-Ersatztorwart Mitch Langerak ist einer seiner besten Freunde

Die Bundesliga hat er schon live erlebt. Im Westfalenstadion. Einer seiner besten Freunde aus Melbourne spielt beim BVB. Landsmann Mitchell Langerak ist Ersatzkeeper hinter Roman Weidenfeller. „Nicht nur in Dortmund erwartet uns ein gigantischer Krawall“, wie Kruse es im leicht flapsigen australischen Englisch umschreibt, „aber selbst beim Meister spielen auch nur Menschen, die mal einen schlechten Tag erwischen können. Wir müssen als Permanentaußenseiter überraschen. Gerade zu Saisonbeginn.“

Fortuna ist sein Fokus. Doch die Nationalmannschaft bleibt ein Thema. Australien kämpft schließlich in der Asien-Endrunde um einen Startplatz für die WM 2014 in Brasilien. „Das können und werden wir packen“, bekräftigt Kruse. Auch wenn Gelb-Grün mit zwei Unentschieden gegen Japan und im Oman (bei 40 Grad Celsius!) eher verhalten gestartet ist. „Trainer Holger Osieck hat viel Vertrauen in mich gesetzt. Das will ich zurückgeben“, sagt Kruse mit Blick aufs Rennen um die Plätze für Brasilien, „auch wenn die Anreisen um die halbe Welt stets viel Kraft kosten.“

Ach ja: Robbie Kruse wird seine Fortuna-Fans am 11. August bei der nachgeholten Arena-Aufstiegsfeier auf der Leinwand lächelnd in Deutsch begrüßen. Und zwar so: „Ich liebe Düsseldorf!“

Michael Ryberg


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