Fortuna-Trainer Kramer zieht die Bremse – Ya Konan reist ab

Wildwasser statt Trainingsplatz: Statt einer weiteren Fußball-Einheit in Maria Alm ging es für die Fortuna-Spieler nach Reith zu einer feucht-fröhlichen Rafting-Tour
Wildwasser statt Trainingsplatz: Statt einer weiteren Fußball-Einheit in Maria Alm ging es für die Fortuna-Spieler nach Reith zu einer feucht-fröhlichen Rafting-Tour
Düsseldorfs Cheftrainer gönnte seinen Spieler eine feucht-fröhliche Rafting-Tour. Stürmer-Neuzugang bis Samstag bei der Familie in Hannover. Iyoha verletzt. Fink wieder im Training.

Düsseldorf.. Wildwasser statt Trainingsplatz – eigentlich könnte man meinen, dass die Fortunen nach der Wasserschlacht vom Mittwochabend im Test gegen den 1. FK Pribram (0:3) von Wasser erst einmal die Nase gestrichen voll haben. Fortunas Cheftrainer Frank Kramer gönnte seinen Zweitliga-Kickern gestern Nachmittag allerdings eine willkommene Abkühlung. Statt auf den Trainingsplatz in Maria Alm ging es für die Flingerner nach Reith zu einer feucht-fröhlichen Rafting-Tour.

Die Überraschung war dem 43-Jährigen gelungen, der den spontanen Ausflug bis zur letzten Sekunde geheim gehalten hatte. In fünf Booten ging es für die Fortunen mit Guides durch die reißenden Fluten. Besonderen Spaß hatte dabei nicht nur Neuzugang Sercan Sararer, der sich nach einer Stromschnelle in Rodeo-Manier auf das Boot stellte, ehe er von den Teamkollegen ins Wasser geworfen wurde. Auch Coach Kramer genoss sichtlich die Auszeit vom ansonsten strikt durchorganisierten Trainingsalltag in Österreich. Fortuna-Testspiel

Keine Teambuilding-Maßnahme - Im Kopf weg vom Fußball

„Für die Jungs ist das eine schöne Abwechslung, um auch einmal im Kopf vom Fußball wegzukommen. Allerdings sehe ich das nicht als Teambuilding-Maßnahme“, sagt Kramer, „das Testspiel vom Vortag ist den Spielern angesichts des tiefen, aufgeweichten Rasens ganz schön an die Substanz gegangen, da musste ich bei der Belastung die Handbremse ziehen. Es hätte wenig Sinn gemacht, am Nachmittag eine weitere Trainingseinheit bei voller Belastung durchziehen.“

Nicht mit an Bord war Stürmer-Neuzugang Didier Ya Konan. Während seine neuen Teamkollegen durch die Stromschnellen paddelten, reiste der 31-Jährige aus dem Trainingslager ab und flog noch am Abend von Salzburg aus zu seiner Familie nach Hannover. Aus familiären Gründen wird der Angreifer erst am Samstagvormittag zur Mannschaft nach Maria Alm zurückkehren. „Die Sache belastet ihn sehr“, sagte Coach Kramer und bat um Verständnis, die Umstände nicht weiter zu thematisieren.

Die erste Testspiel-Niederlage der Saisonvorbereitung beim Pfützentreten gegen den tschechischen Klub 1.FK Pribram hat nicht nur wegen der 0:3-Niederlage und der anschließenden Manöverkritik Kramers ihre Spuren hinterlassen. Der völlig geflutete Rasenplatz in Uttendorf wurde Emmanuel Iyoha zum Verhängnis. Fortunas Nachwuchsstürmer rutschte bei vollem Tempo in einer Pfütze weg und zog sich bei der Aktionen einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger zu. „Die Verletzung wird ihn schon einige Tage kosten“, sagte Kramer. Das Trainingslager dürfte für den ehrgeizigen Angreifer vorzeitig beendet sein. Christian Gartner, der in der 77. Spielminute einen Tritt abbekam, erlitt dabei eine Einblutung des Muskels. Der Sechser absolvierte beim Vormittagstraining einige Laufrunden und verzichtete vorsichtshalber auf die Rafting-Tour am Nachmittag. Fortuna-Trainingslager

Positive Nachrichten von Oliver Fink

Im zweiten Testspiel des Trainingslagers am Freitag (18 Uhr) gegen Champions-League-Starter Dynamo Kiew in Wörgl wird er passen müssen. Ob Julian Koch dann schon wieder einsatzbereit ist, muss sich zeigen. Der Positionskollege klagte bereits zur Halbzeit gegen Pribram über Übelkeit und wurde vorzeitig zurück ins Mannschaftshotel gefahren. Koch liegt seit dem mit einer Magen-Darm-Grippe flach. „Es darf hier nicht mehr viel passieren“, bilanzierte Cheftrainer Frank Kramer, dem so langsam die Spieler ausgehen.

Doch es gab auch positive Nachrichten, denn mit Oliver Fink kehrte gestern Vormittag ein zuletzt vom Verletzungspech verfolgter Routinier ins Mannschaftstraining zurück. Zwar spürt er noch immer die Nachwirkungen der Außenbanddehnung im rechten Knie. „Ich fühle mich aber von Tag zu Tag besser“, so Fink, der sogar auf einen Kurzeinsatz im dritten und letzten Test am Sonntag gegen Feyenoord Rotterdam schielt. „Ich kann zwar noch nicht wieder in die Zweikämpfe gehen, aber ich bin guter Dinge, dass ich meine Verletzungszeit jetzt hinter mir habe.“ Ein Einsatz heute Abend gegen Dynamo Kiew dürfte allerdings noch zu früh kommen.