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3. Fußball-Liga

Fortuna spielte wie von allen guten Geistern verlassen

22.03.2009 | 20:07 Uhr
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Fortuna spielte wie von allen guten Geistern verlassen

0:2-Niederlage nach schwacher Leistung bei Rot-Weiß Erfurt. Die Patzer der Konkurenz sind kein Trost. "Nun beginnt die Woche der Wahrheit", mahnt der Sportliche Leiter Wolf Werner.

Gut, dass Marco Christ derzeit mit den Medien nicht sprechen will. So viel Zeit für seinen Erklärungsbedarf hätten die Journalisten am Samstag gar nicht gehabt. Denn die Gründe, warum der 27-Jährige und seine Teamkollegen spielten wie von allen guten Fußball-Geistern verlassen und dadurch das Drittliga-Duell bei RW Erfurt mit 0:2 (0:2) verloren haben, ist nicht in wenigen Worten zu beschreiben.

Vielleicht aber in einem Satz von RWE-Coach Karsten Baumann: „Wir hatten einen guten Torhüter, eine gute Abwehr, ein gutes Mittelfeld und einen guten Sturm.” Fortuna hatte nichts dergleichen. Torhüter Michael Melka sah beim 0:1 ganz schlecht aus, die Abwehr patzte bei beiden Erfurter Treffern, das Mittelfeld konnte die Spielregie nie in den Griff bekommen und im Sturm steckte mal wieder der Wurm.

„Das erste Tor war wie ein Knabengeschenk. So etwas passiert eigentlich nur ganz Jungen, darf Profis aber gar nicht passieren”, ging Fortuna-Trainer Norbert Meier gegen seine Defensive in die Offensive. Nach einem Einwurf von Pagenburg durfte Cinaz unbedrängt flanken und Cannizzaro konnte von allen Fortunen verlassen den Ball völlig freistehend ins Netz befördern. Und auch beim 0:2 nach einem Freistoß von Rockenbach spielten Sieger und Jovanovic beim erfolgreichen Kopfball von Cinaz nur die Zuschauerrolle.

Auf der Gegenseite mündete die durchaus vorhandene spielerische Dominanz im Abschluss nur in eklatante Schwächen. Das war in Halbzeit eins so, als Kadah aus sechs Metern den Ball auf den Rücken von Möckel köpfte und anschließend Lambertz die Kugel über die Latte schoss (12.). Das war in Halbzeit zwei so, als der eingewechselte Simon Terodde freistehend am Erfurter Tor vorbei zielte (64.), Lambertz allerdings großes Pech hatte, dass RWE-Keeper Orlishausen den Ball gerade noch mit einer Reflexreaktion erwischte (53.).

„Wir haben verloren. Das bleibt unterm Strich”, konnte Trainer Meier auch nicht trösten, dass die Konkurrenten im Aufstiegsrennen bis auf Spitzenreiter Union Berlin einträchtig mit-patzten. Der Tabellenzweite Paderborn verlor gestern bei Bayern München II mit 1:2, der Tabellenvierte Emden blamierte sich im eigenen Stadion mit dem 0:1 gegen Schlusslicht Stuttgarter Kickers. Dadurch bleibt Fortuna Rangdritter. Und vor dem Duell am Samstag gegen Emden weiß Sportmanager Wolf Werner: „Mit diesem Spiel beginnt für uns die Woche der Wahrheit!”

Wobei die Hoffnungen, dass Ranisav Jovanovic in den drei Spielen gegen Emden, Bayern II und VfB Stuttgart II dabei ist, gestiegen sind. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Möckel war der Torjäger mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und schwere Augenverletzung direkt ins Krankenhaus gebracht worden, wo jedoch „nur” eine Prellung und Einblutung an der Pupille festgestellt wurden. Per Pkw fuhr „Rani” dem Team hinterher, das in Gießen eineinhalb Stunden auf ihn wartete.

Erfurt: Orlishausen – Schnetzler, Pohl, Möckel, Pinske – Pagenburg, Stenzel, Cinaz, Semmer (58. Hauswald) – Rockenbach da Silva (83. Loose), Cannizzaro (89. Ströhl).

Fortuna: Melka – Cebe, Palikuca, Langeneke, Hergesell – Sieger (55. Halet) – Lambertz, Christ, Caillas – Kadah (55. Terodde), Jovanovic (81. Heidinger).

Schiedsrichter: Tobias Christ (Kaiserslautern).

Zuschauer: 7349.

Tore: 1:0 (18.) Cannizzaro, 2:0 (25.) Cinaz.

Gelbe Karten: Pinske, Möckel – Lambertz (5.), Caillas (9.).

Eckbälle: 1:3.

Torchancen: 6:5.

Wolfgang Bappert

Kommentare
23.03.2009
10:29
Fortuna spielte wie von allen guten Geistern verlassen
von F | #3

Die schaffen das schon wieder nicht. Unglaublich diese Ansammlung von Trotteln, die da gegen den Ball kickt. Ich habe bei der Zusammenfassung am Samstag nur noch laut lachen müssen. Das erste Tor war mit das lächerlichste, was ich bisher bei Fortuna gesehen habe und das sagt nach 25 Jahren alles... WW sucht die Fehler immer bei anderen, das ist doch nichts Neues.

23.03.2009
09:54
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Name von Moderation entfernt | #2

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23.03.2009
09:53
Fortuna spielte wie von allen guten Geistern verlassen
von SchnauzeVoll | #1

Und wieder einmal stellt die Mannschaft genau dann das Fußballspielen ein, wenn es darum geht den Aufstieg klar zu machen. Wie auch in den zwei Jahren davor werden im März wichtige Spiele vergeigt. Ist hier eine Niederlage auf Kommando erfolgt, ist der Mannschaft gar nahegelegt worden, nicht zu erfolgreich zu sein? Dieser Eindruck drängt sich dem entnervten Zuschauer langsam auf.

Nicht zu verzeihen ist auch die bornierte und arrogante Art, mit der Herr Lambertz nach dem Spiel jede Form von Kritik abgetan hat. Gleiches gilt auch für Herrn Werner, welcher am Sonntag beim Spiel der Amateure erneut die zu hohen Erwartungen der Fans kritisierte, anstatt den Un-Fußball der ersten Mannschaft entsprechend zu bemängeln. Wer zu arrogant für berechtigte Kritik ist, sollte den Verein lieber sofort verlassen. Solche Söldner haben wir hier schon zu oft erlebt, Herr Lambertz und Herr Werner!

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