Düsseldorf

Fortuna-Profi Fink feiert Comeback im Familienduell

Wieder am Ball: Düsseldorfs Oliver Fink war beim 4:0-Sieg gegen Fortuna Köln 45 Minuten lang im Einsatz.
Wieder am Ball: Düsseldorfs Oliver Fink war beim 4:0-Sieg gegen Fortuna Köln 45 Minuten lang im Einsatz.
Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss absolvierte der Routinier wieder ein Spiel für die Fortuna. Im Geheimtest gegen Regionalligist Fortuna Köln und seinen Bruder Tobias gab es ein 4:0.

Düsseldorf. Ein Blick in das Gesicht von Oliver Fink hätte gestern Nachmittag eigentlich schon ausgereicht, um zu wissen, wie es um das Innenleben von Fortunas Routinier bestellt ist. Der 32-Jährige brachte es dann auch kurz und knapp auf den Punkt. „Es ist einfach nur ein absolutes Glücksgefühl“, antwortete Fink auf die eher rhetorische Frage, wie sich denn sein erstes Spiel für die Fortuna neun Monate nach seinem Kreuzbandriss anfühlte. Eine Halbzeit lang durfte er im geheimen Testspiel gegen Regionalligist Fortuna Köln auf der kleinen Kampfbahn im Schatten der Arena ran. Im defensiven Mittelfeld absolvierte Fink an der Seite von Sergio da Silva Pinto „eine gute erste Halbzeit“, wie Fortunas Cheftrainer Oliver Reck nach dem 4:0 (3:0)-Sieg seiner Mannschaft lobend festhielt.

Auf Fink wartet ein weiter Weg

Zu den ersten Gratulanten zählte Finks Bruder Tobias, der bei den Domstädtern auf dem defensiven Flügel spielt. Natürlich war das Ergebnis im Familienduell nebensächlich. „Ich bin einfach nur froh, wieder auf dem Platz stehen zu können“, sagte Fink, auf den trotz allem noch ein weiter Weg wartet, um wieder ganz der Alte zu sein: „Mir fehlt noch die Instinktsicherheit, ohne großartig nachzudenken einfach nach Gefühl spielen. Dazu peripheres Sehen, wo steht der Gegner, wie springt der Ball? Auch bei der Passsicherheit und im Zweikampfverhalten gibt es noch etwas zu tun.“

Letzteres gilt sicherlich auch für Ihlas Bebou. Die Leidenszeit von Fortunas Sturmtalent nach einem diagnostizierten Knorpelschaden ist nahezu deckungsgleich mit der von Teamkollege Fink. Anfang Oktober vergangenen Jahres stiegen die beiden Langzeitverletzten gemeinsam wieder mit ersten vorsichtigen Schritten am Rande des Trainings ein. Fünf Wochen später folgte das erste gemeinsame Training mit der Mannschaft. Da war es nur logische Konsequenz, dass auch Bebou gestern wieder zu seinen ersten Spielminuten kam.

Liendl verwandelt Strafstoß

Die spielentscheidenden Akzente setzte indes Charlison Benschop. Nach einem Foul an Fortunas Zehn-Tore-Stürmer verwandelte Michael Liendl den fälligen Strafstoß zur 1:0-Führung nach einer Viertelstunde, ehe Benschop mit einem Doppelschlag binnen fünf Minuten (21./26.) noch vor der Pause auf 3:0 erhöhte. Den Schlusspunkt unter das erste Testspiel im neuen Jahr setzte schließlich Tugrul Erat elf Minuten vor dem Ende.