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Fortuna muss Pokal-Fernreise nach Burghausen antreten

24.06.2012 | 18:22 Uhr
Fortuna muss Pokal-Fernreise nach Burghausen antreten
Fortuna 4, Burghausen 0. Ein Blick in die Historie zeigt. Wacker Burghausen ist auf jeden Fall zu schlagen.

Düsseldorf.  Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf muss zum Auftakt des DFB-Pokals eine echte Fernreise auf sich nehmen. Drittligist Wacker Burghausen empfängt die Fortunen im 727 Kilometer entfernten Landkreis Altötting - sicherlich kein Traumlos.

Es hätte sicher angenehmere Lose für Fußball-Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf geben können als den SV Wacker Burghausen. Die Reise zum DFB-Pokalerstrundengegner in den oberbayerischen Landkreis Altötting ist vom Rhein zur 10.000 Zuschauer fassenden Wacker-Arena an der Salzach genau 727 Straßenkilometer lang. Weiter ging’s nicht! Am dritten August-Wochenende haben die Schützlinge von Cheftrainer Norbert Meier diese Wegstrecke zu bewältigen. Wann genau, also am 17., 18. oder 19. August, das wird in den nächsten Tagen in Absprache mit den Bedürfnissen des übetragenden Bezahlsenders Sky TV festgelegt.

Während die Fortunen erst am kommenden Freitag (15 Uhr, Arena-Trainingsrasen) in die Übungseinheiten für die neue Spielzeit einsteigen, trainieren die Burghausener bereits seit einer Woche. Was nicht verwunderlich ist. Das Team vom neuen Cheftrainer Georgi Donkov (42), der Reinhard Stumpf abgelöst hat, muss bereits am 21. Juli zum Drittliga-Auftakt präpariert sein.

Drittligist Wacker Burghausen hat zwei echte Torjäger verloren

Ob die Wackeraner ähnlich stark besetzt sind wie im Vorjahr, als man immerhin als Tabellensechster die Saison abschloss, muss man abwarten. Mit Toptorjäger Sebastian Glasner (zu Ex-Wacker-Trainer Rudi Bommer zum FC Energie Cottbus) und dessen Offensivpartner Nicky Adler (zu Zweitliga-Neuling SV Sandhausen) verloren die Schwarz-Weißen zwei starke Angreifer. Glasner traf in der vergangenen Spielzeit 13 Mal, Adler achtmal ins Netz.

Mit dem aus Trier verpflichteten Ahmet Kulabas und dem Deutsch-Nigerianer Sahr Senesie (ehemals Borussia Dortmund) stehen die Nachfolger schon in den Startlöchern. Im Mittelfeld bilden Kapitän Alexander Eberlein, der schon bei 1860 München im defensiven Mittelfeld Zweitliga-Luft schnupperte, sowie Spielmacher Youssef Mokhtari die Korsettstangen. Der 23-malige marokkanische Nationalspieler ist nach einem wenig erbaulichen Abstecher zum FC Metz in die französische Ligue 2 (zwölf Spiele, nur ein Tor) im vergangenen Sommer wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Wacker-Trainer Donkov konzentriert sich primär auf die Liga

Im Tor geht der ehemalige Hoffenheimer Nachwuchskeeper Alexander Eiban in seine dritte Wacker-Saison als Nummer 1. Mit Ausnahme der Torjäger blieb das Team im Vergleich zur Vorsaison weitgehend zusammen.

„Wir wollen in der dritten Liga wieder eine gute Rolle spielen. An den Pokal denke ich deshalb noch nicht“, gab Trainer Donkov am Rande des Testspiels am Samstagabend beim österreichischen Ortsnachbarn ATSV Mattighofen zu.

Ein Fortune kennt sich übrigens beim SV Wacker Burghausen, der von 2002 bis 2007 in der 2. Bundesliga mitmischte, besonders gut aus. Oliver Fink kickte von Januar 2005 bis zum 30. Juni 2007 immerhin 66-mal für die Oberbayern im Bundesliga-Unterhaus.

Michael Ryberg

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