Fortuna in schweren Verhandlungen mit Bröker und Lukimya
14.12.2011 | 19:19 Uhr 2011-12-14T19:19:00+0100
Düsseldorf. Fortunas Sportvorstand Wolf Werner befindet sich derzeit in Vertragsverhandlungen mit Innenvertidiger Assani Lukimya-Mulongoti und Angreifer Thomas Bröker. Die Verträge der beiden Stammspieler laufen noch bis zum Juni nächsten Jahres. Sascha Rösler ist verletzt und sein Einsatz gegen Paderborn ungewiss.
Kühl war’s. Ziemlich windig. Und regnerisch. Kein Wetter, um ganz locker vor der Tür zu joggen. Sascha Rösler tat es Mittwochmorgen am Trainingsrasen der Arena trotzdem. Reine Vorsicht, natürlich. Fortunas elfmaliger Torschütze schleppt sich mit einem Zwicken in der linken Kniekehle herum. Ein Tritt beim 1:1 in Bochum vom vergangenen Samstag sorgt immer noch für Pein.
„Das ist eine Stelle, da war ich noch nie verletzt“, sagt Rösler. Und blickt etwas skeptisch drein. Ernsthaft sah gestern bei Fortuna aber niemand den Einsatz des Antreibers am Freitag (18 Uhr, Arena und live im DerWesten-Ticker) gegen den Überraschungsfünften SC Paderborn gefährdet.
Schlichter Langeneke
Gleiches sollte für Torhüter Michael Ratajczak gelten, der nach einem Tritt in die Wade im Trainingsspielchen behandelt werden musste. Der Keeper hatte eh nicht seinen Sahentag erwischt, bekam zwischenzeitlich einen Ball böse ins Gesicht und senste kurz darauf dann Angreifer Ranisav Jovanovic um. Der Berliner Serbe schnaubte vor Wut. Gut, dass Abwehrchef Jens Langeneke zügig als Schlichter dazwischen ging.
Ganz so heiß geht es derzeit am Verhandlungstisch der Fortuna eine Woche vor Weihnachten nicht zu. Nach den Vertragsverlängerungen von Sportvorstand Wolf Werner (bis 30. Juni 2013) und Kapitän Andreas Lambertz (bis 30. Juni 2014) lassen weitere Ergebnisse auf sich warten. Was sicher nicht unbedingt an Fortuna, beziehungsweise an Verhandlungsführer Werner liegen dürfte.
Vertragsgespräche mit Lukimya und Bröker
Ganz oben auf der personellen Prioritätenliste des Fußball-Zweitliga-Spitzenreiters stehen Innenverteidiger Assani Lukimya-Mulongoti und Angreifer Thomas Bröker. Beide Verträge der Stammspieler laufen zum 30. Juni aus.
Die Gespräche mit deren Beratern gestalten sich derzeit schwierig. Was nicht überraschen dürfte. Lukimya ist bisher als zweikampfstarker Abwehrrecke gesetzt, hat keine der bislang 1620 Zweitliga-Minuten der Saison verpasst. In 18 Matches leistete sich der 25-jährige Kongolese nur 19 Fouls und eine Gelbe Karte, gewann dazu 71 Prozent aller Zweikämpfe. Der 1,92 Meter große, kräftig gebaute Schwarzafrikaner ist einer der Publikumslieblinge.
Alles prächtige Fakten, die Lukimyas Berater natürlich auch parat haben dürfte. Der will den früheren Herthaner, der acht Bundesliga-Einsätze für Hansa Rostock absolviert hat und den die Fortuna im Sommer 2010 von Drittligist FC Carl Zeiss Jena an den Rhein transferierte, wieder im Oberhaus unterbringen. Möglicherweise bei einem Konkurrenten, der mehr Euros bezahlen könnte.
Wolf Werners verbaler Trumpf ist aber auch nicht schlecht: „Bei uns wissen die Jungs, was sie haben!“ Das trifft freilich auch auf Thomas Bröker zu. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung spielte sich der 26-jährige Meppener, wie schon in seiner ersten rot-weißen Saison, unverhofft in den Vordergrund.
Verlässlicher Starter
Bröker nutzte seine Startchance beim 3:0-Pokalsieg in Kassel und zählt seitdem im Aufstellungsschema von Cheftrainer Norbert Meier zum verlässlichen Starter. Fleiß, Dynamik und Schnelligkeit gepaart mit guter Ballbeherrschung machen aus Bröker eine schwer berechenbare Gefahr für die Konkurrenz.
Wie im Falle Lukimya pokert auch Brökers Berater. Und dies offenbar hoch. Bei der Vertragslaufzeit und auch dem Jahreshonorar scheinen beide Seiten ein gehöriges Stück auseinanderzuliegen.
0mitdiskutieren