Fortuna hat in der Arena das Siegen verlernt
04.04.2009 | 16:39 Uhr 2009-04-04T16:39:00+0200
Düsseldorf. Gegen den VfB Stuttgart II gab es am Samstag-Nachmittag mit dem 1:1 das dritte Heim-Unentschieden in Folge. Nach dem 1:0 durch Kastrati wurde der zweite Treffer versäumt. Jovanovic und Lambertz mussten ausgewechselt werden.
Die Fortuna scheint im Aufstiegskampf zumindest in der Düsseldorfer Arena das Siegen verlernt zu haben. Zum dritten Mal in Folge gab es nur ein Unentschieden, wobei das 1:1 (1:0) am Samstagnachmittag vor 10 010 Augenzeugen gegen den VfB Stuttgart II nicht nur aufgrund des 2:1-Sieges von Verfolger Unterhaching über Bayern München II ein ganz bitterer Punktverlust ist. Denn die Fortuna bestimmte über 60 Minuten lang eindeutig die Partie, schaffte es aber nicht den entscheidenden zweiten Treffer zu erzielen. „Wir sind maßlos enttäuscht“, bekannte Trainer Norbert Meier.
Erfolgreiche Teams soll man nicht ändern. An diese alte (Sport-)Weisheit hatte sich auch Meier gehalten. Der Fortuna-Trainer schickte gestern genau die gleiche Elf auf den grünen Arena-Rasen, die am Mittwoch in München den FC Bayern II mit 1:0 geschlagen hatte. Also mit Hamza Cakir für Robert Palikuca, der diesmal gar nicht zum Kader zählte, sowie Sebastian Heidinger für Olivier Caillas, der nur auf der (Ersatz-)Bank saß. Ebenfall nur zweite Wahl war Marco Christ, während Kapitän Andreas Lambertz erneut die zentrale Mittelfeldposition übernahm und Bekim Kastrati genau wie in München das Angriffsduo mit Ranisav Jovanovic bildete.
Und fast gleich für eine spektakuläre Szene gesorgt hätte. Denn in der 4. Minute kam Kastrati im Strafraum im Duell mit dem Stuttgarter Pischorn zu Fall, (Bundesliga-)Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) winkte jedoch ab, obwohl die Fortunen auf Elfmeter protestierten.
Danach dominierten die spielerisch gefällig agierenden Düsseldorfer die Partie, ohne allerdings das VfB-Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein Freistoß von Heidinger (14.) wurde zur ersten Bewährungsprobe für VfB-Keeper Sven Ulreich, während auf der Gegenseite Michael Melka bis zum Halbzeitpfiff vollkommen beschäftigungslos blieb.
Nach 37 Minuten und 14 Sekunden konnte Rot-Weiß endlich jubeln. Nach einer Flanke von Heidinger flog Ulreich am Ball vorbei und Bekim Kastrati erzielte per Kopf mit seinem ersten Saisontor das verdiente 1:0.
Halbzeit zwei begann mit der frühen Einwechslung von Axel Lawaree für den aufgrund von Leistenproblemen humpelnden Ranisav Jovanovic (54.), einer knapp verpassten Torchance von Lambertz (54.) und einem Freistoß von Heidinger (60.), der Torhüter Ulreich erneut auf die Probe stellte.
Dann musste Kapitän Lambertz aufgrund von Magen-Darm-Problemen gegen den total enttäuschenden Marco Christ ausgewechselt werden und es zeichnete sich ab, was später noch passieren würde. In der 66. Minute griff Melka nach der dritten Ecke für den VfB am Ball vorbei, wehrte danach aber den (Nach-)Schuss von Karikari ebenso ab, wie einen Freistoß von Funk (68.).
In der 82. Minute aber musste der Fortuna-Torhüter das Runde doch aus dem Eckigen holen: Walch erzielte mit einem Flachschuss das 1:1 und stürzte die Fortuna-Fans in tiefste Fassungslosigkeit. Nach dem Abpfiff gab es gellende Pfiffe von den Rängen und keinen rot-weißen Kicker, der zu den wütenden Anhängern ging.
Fortuna: Melka – Halet, Cakir, Langeneke, Hergesell – Sieger – Cebe (81. Caillas), Lambertz (62. Christ), Heidinger – Jovanovic (54. Lawaree), Kastrati.
VfB Stuttgart II: Ulreich – Pisot (77. Schipplock), Pischorn, Kovacevic, Feisthammel – Karikari, Funk, Didavi, Klauß (46. Ismaili) – Hofmann (81. Hindelang), Walch.
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover).
Zuschauer: 10 010.
Tore: 1:0 (38.) Kastrati, 1:1 (82.) Walch.
Gelbe Karten: Heidinger (2.)
Eckbälle: 4:3.
Torchancen: 6:2.
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