Fortuna Düsseldorf tritt auf der Stelle
28.03.2009 | 19:54 Uhr 2009-03-28T19:54:00+0100Emden. Fortuna tritt im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg weiter auf der Stelle. Der Fußball-Drittligist konnte aus dem 1:1 des SC Paderborn gegen VfB Stuttgart II am Freitagabend kein Kapital schlagen und trennte sich von den Kickers aus Emden ebenfalls nur 1:1 (0:1).
„So sind wir alle so schlau wie zuvor“, sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier. Die Flingerner bleiben Tabellendritter mit zwei Punkten und einem Spiel mehr als Emden.
Dabei hatte Ahmet Cebe zwei Minuten vor Spielende sogar den Siegtreffer auf dem Fuß, schob den Ball aber aus acht Metern am linken Pfosten vorbei.
Das 2:1 wäre allerdings auch zuviel des Guten gewesen. Denn Fortuna war zwar das aktivere Team, spielte aber noch lange nicht so gut, wie es der Anspruch eines Aufstiegskandidaten sein sollte.
Fortuna-Coach Meier lobte zwar Einsatz und Laufbereitschaft, doch nennenswerte Aktionen im Emder Strafraum brachten die Gastgeber in der ersten Hälfte nicht zustande. Dafür katastrophale Fehle in der Defensive, die sich beim Gegentor (33.) häuften. Fabian Hergesell ließ Nils Pfingsten unbedrängt von rechts Flanken, in der Mitte verließen sich
Robert Palikuca und Jens Langeneke aufeinander, Keeper Michael Melka klebte auf der Linie anstatt den Ball im Fünf-Meter-Raum aus der Luft zu pflücken. Nutznießer Enrico Neitzel köpfte unbedrängt zum 1:0 für Emden ein.
Die erste echte Chance hatte Fortuna erst kurz vor der Pause (43.): Simon Terodde scheiterte am Emder Keeper Jörg Masuch, Ahmet Cebe traf per Nachschuss von der Strafraumgrenze ebenfalls nur den am Boden liegenden Masuch. Das konnte die 18 496 Fans nicht versöhnen, die Fortuna mit Pfiffen in die Kabine schickten.
Nach dem Seitenwechsel verströmte Marco Christ, der als Spielmacher wenig Akzente setzen konnte, per Freistoß aus 20 Metern wenigstens ein bisschen Gefahr, doch erneut parierte Masuch.
Im Fortunas Angriffsbemühungen steckte der Wurm. Zu oft kamen Pässe über wenige Meter nicht an. Wenn mal schnell gekontert werden sollte, verlangsamte Marco Christ das Spiel und ließ den Emdern Zeit, wieder geordnet in der Defensive zu stehen.
So war der durchaus verdiente Ausgleich eher ein Zufallsprodukt. Nach einem Einwurf setzte sich Simon Terodde über links durch, lief bis zur Grundlinie, spielte den Ball auf Ranisav Jovanovic zurück. Der scheiterte zwar an Masuch, doch der nachgerückte Ahmet Cebe drückte den Ball aus vollem Lauf über die Linie:
Ein weiteres Tor fiel nicht mehr. Dafür hatten die Fans einen anderen Grund zu feiern: Axel Lawarée feierte nach über dreimonatiger Verletzungspause (73.) seine Rückkehr auf den Platz. Wirklich in Szene setzen konnte sich der Belgier aber nicht mehr.
„Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Meier, der mit Jovanovic, Cebe, Heidinger, Lawarée und Deniz Kadah am Ende sogar fünf Offensivspieler brachte, „und wir hatten unsere Möglichkeiten, die wir aber cleverer ausspielen müssen. Läuferisch und kämpferisch kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“
Am Mittwoch muss Fortuna bei Bayer München II schon wieder ran. Dann sind allerdings Marco Christ und Olivier Caillas gesperrt die gestern ihre fünfte beziehungsweise zehnte Gelbe Karte sahen.
Fortuna: Melka – Halet, Palikuca, Langeneke, Hergesell – Cebe, Sieger, Christ (84. Kadah), Caillas (61. Heidinger) – Terodde (73. Lawarée), Jovanovic.
Emden: Masuch – Sievers, Rauw, Spahic (33. Nägelein), El-Hammouchi – Pfingsten, Zedi, Nehrbauer, Moosmayer – Neitzel (86. Aidoo), Ramaj (89. Mayer).
Zuschauer:18496.
Tore: 0:1 (34.) Neitzel, 1:1 (63.) Cebe.
Gelbe Karten: Caillas (10.), Christ (5.) - Rauw, El-Hammouchi, Nägelein, Moosmayer, Zedi.
01:40
Panikmache war noch nie ein guter Ratgeber, abgerechnet wird zum Schluss...
15:59
Und das Schlimme ist: Emden kam vielleicht zweimal vors Tor - und machen einen rein...auch weil Melka keinen Schritt aus dem Tor macht und Palikuca einmal mehr bewiesen hat, dass er ungelenk ist.
Paderborn und Union sind einfach in der zweiten Reihe weitaus besser besetzt. Man sieht doch, was passiert, wenn Jova nicht trifft und Lawarée verletzt ist: wir holen keine/zu wenig Punkte! Und Vereine wie Haching sind auf dem Vormarsch. Gestern hätte man die überaus biederen Nordlichter aus der Halle schießen sollen!!!
So wird es aber nix mit dem Aufstieg!
13:57
Tja, leider ist es bei der Fortuna obligatorisch zu versagen, wenn es drauf ankommt. Wieviele Punkte hat F95 in dieser Saison schon wieder unnötig liegen lassen, gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälöfte. Wenn man schon nicht gegen die Spitzenteamsgewinnen kann, muss man sich die Punkte bei den Kleinen holen. Das gibt wieder nichts mit dem Aufstieg. Ein weiteres Jahr in Liga 3 ist unzumutbar. F 95 hat in der Vergangenheit so viel Geld von der Stadt bekommen, mit einer Gegenleistung = 0. Offenbar geht es den Herren in Düsseldorf und in Liga zu gut, denn einen unbedingten Hunger aufzusteigen sieht man nur sehr selten. So einen Verein braucht kein Mensch!!
22:36
Fortuna steigt auf. Zumindest die II. und haut nächste Saison RWE aus dem Rennen!