Fortuna Düsseldorf patzt gegen Paderborn
27.07.2008 | 22:10 Uhr 2008-07-27T22:10:00+0200
Düsseldorf. Die Fortuna-Abwehr patzte bei der 1:4-Heimniederlage gegen Paderborn. Trainer Meier will am Montag mit den Spielern Klartext reden.
In der vergangenen Saison war sie das Prunkstück von Fortuna. Nur 29 Gegentore in 36 Spielen. Um diese Abwehr beneidete die ganze Regionalliga die Düsseldorfer. Am Sonntag Nachmittag verwandelte sich das Prunkstück aber zur Schießbude. 1:4 (1:2) verlor Fortuna aufgrund eklatanter Abwehrschwächen die Auftaktpartie der neuen 3. Liga gegen den SC Paderborn. Statt neu erweckter Fußball-Lust herrschte im weiten Arena-Geviert mal wieder totaler Frust.
Selbst Fortuna-Coach Norbert Meier war fassungslos. „Wir haben ungeahnte Abwehrschwächen gesehen. Und diese wurden auch bestraft.” Von einem Gegner, der das Wunschziel jedes Trainers von einer optimalen Chancenverwertung perfekt ausführte. Die ersten drei Torschüsse der Paderborner landeten alle im Düsseldorfer Netz. Am Ende waren die vier Tore aus lediglich fünf Möglichkeiten entstanden, weil Fortuna-Keeper Michael Melka wenigstens in der 49. Minute mal nach einem Schuss des überragenden zweimaligen Torschützen Dominick Kumbela den Ball mit den Fäusten abwehren konnte.
Tore auf dem Video ganz in Ruhe ansehen
Ansonsten war der 30-Jährige bei seinem Comeback mehr oder minder machtlos, was Trainer Meier genau untersuchen will. „Ich werde mir auf dem Video ganz in Ruhe ansehen, inwieweit die Tore haltbar oder vermeidbar waren.”
Per Live-Blick auf den Rasen hatte der 49-Jährige bereits festgestellt, dass die Abwehrspieler mit individuellen Fehlern ihren Schlussmann schlecht aussehen ließen. Speziell Robert Palikuca und Jens Langeneke hatten als Innenverteidiger am Tag des offenen Tores nicht ihren besten Arbeitstag. Das Defensivproblem verbesserte sich auch nicht, als ab Minute 46 Routinier Henri Heeren die Position von Hamza Cakir auf der rechten Seite der Viererkette übernahm. Der Ex-Kapitän ließ sich gleich von Kumbela ausspielen, Langeneke konnte Fischer nicht stoppen - mit dem 1:3 waren bereits in der 48. Minute alle Hoffnungen auf eine erfolgreiche Wende in Halbzeit zwei vor. „Dieser Treffer war der Knackpunkt für uns”, freute sich SCP-Coach Pavel Dotchev. „Das 1:3 war schon entscheidend und ließ bei den Spielern die Jalousien runter gehen”, klagte Fortuna-Trainer Meier.
Es war aber nicht die Abwehr allein, die für Rot-Weiß den Saisonstart zu einem schwarzen Tag werden ließ. Auch Mannschaftskapitän Andreas Lambertz und Torjäger Axel Laware´e waren von Erwartungshaltung und Realität so weit entfernt, wie Fortuna von der Deutschen Meisterschaft 1933. Deren 75-jähriges Jubiläum wurde von den Fans vor der Partie mit einem Riesen-Transparent gefeiert, die Träume von der Drittliga-Meisterschaft bekamen danach aber gleich den ersten herben Dämpfer.
„Nicht alle Spieler waren in Topform”, bekannte Norbert Meier pauschal, kündigt für Montag aber in der Mannschaftssitzung Klartext an: „Ich werde nicht alles schlecht reden, aber schon klare Ansagen treffen."
Fortuna: Melka – Cakir (46. Heeren), Palikuca, Langeneke, Hergesell – Lambertz, Christ, Sieger (59. Sahin), Caillas (75. Kadah) – Cebe, Laware´e.
Paderborn: Jensen – Krecidlo, Mohr, Holst, Halfar – Brandy (78. Wemmer), Krösche, Fischer, Lindemann – Kumbela (70. Guie-Mien), Löning (59. Damjanovic).
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover).
Zuschauer: 15 028.
Tore: 1:0 (4.) Cebe, 1:1 (6.) Kumbela, 1:2 (22.) Kumbela, 1:3 (48.) Fischer, 1:4 (65.) Damjanovic.
Gelbe Karten: Cakir, Sieger, Palikuca – Lindemann, Holst.
Eckbälle: 12:4.
Torchancen: 7:4
12:59
Nie mehr 2. Liga, nie mehr, nie mehr....
12:01
Egal wohin man schaut, die Düsseldorfer Top Vereine sind mit Ihren Führungskräften geschlagen (abgesehen von PSV Borussia und hoffentlich den Giants). So wird das wieder nix.
Die Klubs haben hier ein tolles Umfeld und eine super Infrastruktur, geben der Stadt aber nichts zurück...
09:23
Es ist doch jedes Jahr das selbe : Fortuna träumt vom Aufstieg und am Ende der Saison stehen sie wieder mit leeren Händen da. Ich danke den lieben Gott ,dass ich ein Schalker geworden bin.
Fortuna Düsseldorf ist ein Hühnerverein ( leider ) !!!
06:29
Die Saison wird mit Sicherheit schwerer als die letzte. Aber man träumt ja immer noch von dem glanzvollen Sieg im letzten Spiel gegen die müden Erfurter. Die Niederlage gegen Lübeck ist in Vergessenheit geraten. Fortuna bleibt weiterhin ein Rätsel.