Fortuna Düsseldorf fordert Antrittsgeld von Benfica zurück

Eklat in Düsseldorf: Das Testspiel von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf gegen den portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon ist beim Stand von 0:0 in der 39. Minute abgebrochen worden. Benficas Verteidiger Luisao hatte Schiedsrichter Christian Fischer attackiert, woraufhin dieser zu Boden ging und mehrere Sekunden benommen liegen blieb.
Eklat in Düsseldorf: Das Testspiel von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf gegen den portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon ist beim Stand von 0:0 in der 39. Minute abgebrochen worden. Benficas Verteidiger Luisao hatte Schiedsrichter Christian Fischer attackiert, woraufhin dieser zu Boden ging und mehrere Sekunden benommen liegen blieb.
Foto: Uwe Schaffmeister
Was wir bereits wissen
Die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf sind nach dem Spielabbruch des Testspiels gegen Benfica Lissabon stinksauer. Jett fordert Finanzvorstand Jäger 200.000 Euro Antrittsgeld zurück. Benfica-Kapitän Luisao hatte Schiri Fischer umgerempelt.

Düsseldorf.. Fortuna Düsseldorf fordert von Benfica Lissabon nach dem Spielabbruch im Testspiel am Samstag das Antrittsgeld in Höhe von 200.000 Euro zurück. "Ich habe weder Lust nach Lissabon zu fahren noch die noch einmal einzuladen. Ich will das Geld zurück", sagte Fortunas Finanzvorstand Paul Jäger der dapd Nachrichtenagentur am Sonntag. Benfica Lissabon soll angeboten haben, ein weiteres Testspiel zwischen beiden Teams in Portugal auszutragen.

Lissabons Verteidiger und Mannschaftskapitän Luisao hatte Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) beim Stand von 0:0 in der 38. Minute umgerempelt, woraufhin der Referee das Spiel abbrach. Fortuna-Trainer Norbert Meier ließ dann eine Reserve-Mannschaft die Begegnung beenden, die im Rahmen der Saisoneröffnung stattfand.

"Hertha BSC hat uns die Aufstiegsfeier kaputt gemacht, jetzt Lissabon", sagte Jäger weiter. Vor drei Monaten war es beim Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC ebenfalls zu tumultartigen Szenen gekommen, die eine wochenlange juristische Auseinandersetzung um die Wertung des Spiels nach sich zog.

DFB für Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Fischer nicht zuständig

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und auch der europäische Verband UEFA können nach dem tätlichen Angriffs des portugiesischen Profis Luisao gegen Schiedsrichter Christian Fischer sportjuristisch nicht eingreifen. "Die Zuständigkeit für diesen Fall liegt bei der portugisischen Sportgerichtbarkeit", erklärte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker am Sonntag. (dapd)