Ein Treffer und viele Luftlöcher
02.11.2010 | 00:55 Uhr 2010-11-02T00:55:00+0100
Patrick Zoundi sorgte für einen späten Derby-Sieg der Fortuna vor 31 400 Zuschauern gegen den MSV Duisburg. Die Meier-Elf ist erstmals nicht mehr unter den letzten drei Mannschaften der Tabelle.
Das Rhein-Derby in der Arena zählte zu jenen Fußball-Abenden, nach denen einem aufgestaute lästige Fragen am Ende plötzlich entfallen. Die Zweitliga-Kicker der Fortuna und des MSV Duisburg enttäuschten die 31 400 stimmungsvollen Zuschauer über weite Strecken. Bis sieben Minuten vor dem Ende doch noch das erlösende Tor fiel. Zum 1:0 (0:0) für Fortuna, die sich erstmals in dieser Saison nicht auf den drei letzten Tabellenplätzen wiederfindet.
Patrick Zoundi erkämpfte sich gegen Koch einen Kopfball, Sascha Rösler bediente den durchsprintenden Patrick Zoundi. Und der flinke Burkinabe legte die Kugel im Strafraum an MSV-Keeper Yelldell vorbei. Der Rettungsversuch von Verteidiger Veigneau landete im eigenen Netz. Aber auch ohne die Pike des Franzosen wäre die Kugel ins Tor gerollt. „Das war ein Treffer des Willens“, stellte Trainer Norbert Meier hinterher fest. Nach dem 0:3 von Paderborn veränderte Cheftrainer Norbert Meier seine Start-Elf. Der seit fast einem Jahr erfolglose Ranisav Jovanovic und Defensivkicker Claus Costa mussten zunächst auf die Bank. Dafür startete erstmals Neuzugang Sascha Rösler. Dazu tummelte sich vorn Ex-HSV-Talent Maximilian Beister – sein zweiter Fortuna-Start seit dem 0:1 in Frankfurt. Bei den „Zebras“ merkte man vorn, dass mit Torjäger Baljak (Beinprellung) der zweite gefährliche Angreifer neben 2,02-Meter-Turm Meierhofer fehlte. Es entwickelte sich ein übersichtliches Derby mit vielen Stockfehlern und wenig Tordrang auf beiden Seiten. Zoundi hatte eine von zwei guten Fortuna-Chancen vor der Pause auf dem Schuh. Der Burkinabe, schön von Bröker auf die Reise geschickt, verzog die Kugel aus dem Lauf knapp rechts neben das MSV-Tor (17.).
Den Gästen gelang fast nur aus ruhenden Bällen etwas. Die dickste Chance hatte „Oldie“ Ivica Grlic. Der 35-jährige Manager mit Torambitionen setzte einen 22-Meter-Freistoß ans rechte Fortuna-Lattenkreuz. Die beste Fortuna-Möglichkeit war ein Luftloch. Geschlagen von Ex-“Löwe“ Rösler. Der säbelte nach der vierten Ecke von Zoundi ebenso freistehend wie sauber nahe des Duisburger Elfmeterpunktes über den Ball. Ein Kugeltreffer grade Richtung auf das MSV-Gestänge wäre wohl ein Einschlag geworden. So blieb der Deutsch-Amerikaner Yelldell im Meidericher Tor beschäftigungslos. Die Fanlager gaben alles, sangen, was die Kehlen hergaben. 31 400 Zuschauer verliehen dem Duell einen stimmungsvollen Rahmen, der wesentlich mehr Fußball verdient gehabt hätte. Doch beide Teams arbeiteten gut gegen den Ball, so dass von Spielfluss keine Rede sein konnte.
Diese Feststellung besserte sich nach dem Wechsel nicht. Dafür überzeugte zumindest der Kampf. Plus Fortuna: Die Gäste kamen zu keiner guten Torchance, die Gastgeber hatten eine Tick mehr Kampf zu bieten. Der im Tor mündete. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, stellte Trainer Norbert Meier zufrieden fest, „unser großer Aufwand ist letztlich belohnt worden.“
07:23
Es war ein grauenhaftes Spiel beider Mannschaften.Jetzt weiß man warum Fortuna da unten steht. Der MSV Duisburg wird nicht lange da oben stehen. Da hat die Mannschaft auch nichts zu suchen.
19:52
Das war ein Treffer des Willens“! Wie lächerlich!!! Ihr habt doch nicht eine einzige Chance erarbeitet und keinen einzigen gefährlichen TORschuß abgegeben! Nicht mal das Tor selber geschossen. Peinlich diese Kommentare, Herr Meier. Früher waren Sie mal fair....Aber so ist das, wenn man(n) ganz tief unten steht. Aber jeder ist da, wo er hingehört. Neid ist was ekelhaftes!
15:48
3 Punkte. Mehr interessiert nicht mehr. Jetzt noch ca. 31 Punkte, und dann wird der Ligaverbleib gefeiert. Mehr ist dieses Jahr nicht drin, und selbst das wird knapp. Es sei denn, daß mit Rösler weiterhin der Ball und das Glück besser rollen. - Fortuna halt. -
Übrigens möchte ich mal ein Lob loswerden. Keine Pöhlerei vor und nach dem Spiel in und um die Arena herum. Das war m.E. mal richtig gute Arbeit der Sicherheits-Experten. - Danke dafür.
95olé!
09:00
Wenn das Zünden von Nebelkerzen ein Zeichen für guten Support ist, dann waren die Duisburger Pseudofans deutlich besser als die Düsseldorfer. Leider haben sie sich mehr darum bemüht, ihrem Verein Kosten aufzubürden, als ihre Mannschaft wirklich zu unterstützen. Sicher, es waren einmal mehr nicht alle, aber leider sind es immer die Negativbeispiele, die in Erinnerung bleiben.
08:55
Der Einsatz beider Manschaften war einfach nur unangemessen und Respektlos gegenüber den Fans, die Duisburger haben besser supportet als in der eigenen Arena.
Hatte das Gefühl, die Zebras haben sich wie in Berlin in die Hose gekackt weil sie mehr als 15 000 Zuschauer nicht verkraften.
Man hat wieder einmal gemerkt, wie schlecht Meierhofer und wie wichtig Baljak ist.
07:10
Wo sind die vollmundigen Kommentare der MSV-Fans? Vor dem Spiel hat man sie doch an allen Ecken wiehern hören...und jetzt?