Ein gerechtes Ergebnis
15.01.2010 | 21:32 Uhr 2010-01-15T21:32:00+0100
Paderborn. Mit dem 1:1 beim SC Paderborn war Trainer Norbert Meier von Fortuna Düsseldorf zufrieden. Daniel Brückner brachte Paderborn vor der Pause in Führung, Martin Harnik glich nach dem Wechsel aus.
Am Ende waren alle irgendwie zufrieden. Selbst die Statistiker. 50 Prozent Ballbesitz für beide Teams, 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Da musste Freitag Abend das Zweitligaduell zwischen dem SC Paderborn und Fortuna auch Unentschieden enden. Und nach dem 1:1 (0:1) trauerte Trainer Norbert Meier erst gar nicht zwei verlorenen Zählern nach: „Ich kann mit diesem einen Punkt sehr gut leben. Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis.”
Ratajczak blieb im Tor
Die Antwort auf die T-Frage gab's 46 Minuten vor dem Anpfiff. Trainer Meier hatte sich weiter für Michael Ratajczak als Torhüter entschieden. Michael Melka, der im Hinspiel durch eine langwierige Zehverletzung seinen Stammposten zwischen den Pfosten räumen musste, saß nur auf der (Ersatz-)Bank.
Ein Debüt gab es dafür im Sturm. Neuzugang Torsten Oehrl, erst am Donnerstag von Werder Bremen II ausgeliehen, lief mit der Trikotnummer 16 an der Seite von Torjäger Martin Harnik auf. Auch weil Ranisav Jovanovic fürs gestrige Spiel gesperrt blieb.
Die Partie begann mit zehnminütiger Verspätung, weil ein Zug mit Fortuna-Fans verspätet eintraf und einige der rot-weißen Anhänger zu randalieren begannen. Zur Beruhigung wurde ihnen versprochen, dass sie auf jeden Fall rechtzeitig zum Anpfiff im Stadion sind. Dennoch gab es auch in der Arena keine Ruhe, immer wieder flogen Knallkörper aus dem prall gefüllten Block der rund 3000 Fortunafans auf den Rasen. Als Schiedsrichter Brych sogar mit Spielabbruch drohte, eilte Fortuna-Trainer Meier persönlich in die Fankurve: „Hört damit auf!”
Auf dem rutschigen Grün entwickelte sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine abwechslungsreiche und kampfbetonte Partie in der die Gäste in Hälfte eins mindestens gleichwertig waren, aber trotz 4:1 Eckbällen 0:1 in Rückstand gerieten.
Tiefschlafsekunde von Weber und Fink
Nach 28 Minuten und 30 Sekunden nutzte Daniel Brückner nach einem Diagonalpass von Manno eine Tiefschlafsekunde des rot-weißen Defensivverbundes um Christian Weber und Oliver Fink.
Kapitän Lambertz hätte fünf Minuten später den Ausgleich erzielen müssen, doch nach Zuspiel von Harnik war sein Schuss zu schwach. „Den hätte ich reinpöhlen müssen”, haderte „Lumpi”, während Meier ihm kleinere Füße wünschte: „Lambertz ist seine Schuhgröße 45 zum Verhängnis geworden, dadurch hat er den Ball nicht richtig getroffen. Mit 37 hätte er das Tor gemacht.”
Mit Marco Christ für Fink kam in Halbzeit zwei neuer Schwung, der auch belohnt wurde. In der 57. Minute beförderte Oehrl, dem noch ein wenig die Bindung zu den neuen Teamkollegen fehlte, den Ball auf die Querlatte.
Sturmkollege Harnik machte es sechs Minuten später besser und erzielte nach Eckball von Christ per Kopf das verdiente 1:1. Danach verpasste Christ das mögliche 2:1 (61.) und Ratajczak rettete noch gegen Brückner und Saglik.
„Es wäre mehr drin gewesen. Den Punkt nehmen wir aber gerne mit”, meinte Debütant Oehrl, dem Meier eine „ordentliche, zufriedenstellende Leistung” bescheinigte.
SC Paderborn - Fortuna 1:1 (1:0)
Paderborn: Masuch – Gonther, Mohr, Strohdieck, Schachten – Krösche – Guie-Mien (77. Brandy), Alushi, Brückner – Manno (59. Löning), Saglik.
Fortuna: Ratajczak – Weber, Anderson, Langeneke, Hergesell – Costa – Fink (46. Christ), Lambertz, J. van den Bergh – Harnik, Oehrl (84. Gaus).
Schiedsrichter: Felix Brych (München).
Zuschauer: 8980.
Tore: 1:0 (29.) Brückner,
Gelbe Karten: Brückner, Strohdieck - Costa (6.), Lambertz (4.), Christ (3.).
Eckbälle: 5:9.
Torchancen: 4:6.
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