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Düsseldorfs Lukimya sucht sein Glück bei Werder Bremen

23.05.2012 | 21:01 Uhr
Düsseldorfs Lukimya sucht sein Glück bei Werder Bremen
Assani Lukimya (Mitte) verabschiedet sich von Fortuna Düsseldorf.Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Abwehr-Ass Assani Lukimya-Mulongoti verlässt Fortuna Düsseldorf in Richtung Werder Bremen. Der Publikumsliebling hinterlässt in der Fortuna-Abwehr eine große Lücke. Der Afrikaner war stets eine stabile Größe in der Fortuna-Startelf.

Die dürre, weil nicht wirklich neue Nachrichtenlage des gestrigen Donnerstags im Bezug auf die Relegationshängepartie mit Hertha BSC Berlin peppte aus Fortuna-Sicht ausgerechnet Klaus Allofs auf. Der ehemalige Düsseldorfer Nationalspieler setzte als Manager des SV Werder Bremen gestern am frühen Abend einen Schlussstrich unter die lange Debatte um den Verbleib von Innenverteidiger Assani Lukimya-Mulongoti . Der gebürtige Kongolese wird in den kommenden drei Jahren nun definitiv Grün und Weiß tragen. „Luki“ sucht sein Fußballerglück bis zum 30. Juni 2015 an der Weser.

„Seine physische Präsenz, seine Schnelligkeit und vor allem seine Zweikampfstärke sollten unserer Abwehr neue Stabilität verleihen“, lobt Allofs den Neuzugang. Sein Trainer Thomas Schaaf freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit dem Nationalspieler: „Er war einer der Garanten dafür, warum Fortuna in dieser Saison so erfolgreich war.“

Vertrag zwischen Lukimya und 1. FC Köln kam nicht zustande

Assani Lukimya scheint damit seine neue, gegenüber der Fortuna stets betonte Herausforderung gefunden zu haben: „Werder ist ein toller Verein. Als ich vom Interesse gehört habe, war meine Entscheidung schnell gefallen“, erklärte der Abwehrrecke.

Das offenbar noch einmal erneuerte Angebot der Fortuna an den Schwarzafrikaner reichte (erwartungsgemäß) nicht. Der Zweitliga-Dritte war überhaupt erst in die erneute Verhandlungsposition gekommen, weil Lukimyas gezeichneter Vertrag beim 1.FC Köln nach dem Bundesliga-Abstieg der Domstädter nichtig geworden war.

Vor zwei Jahren hatte Fortuna-Sportvorstand Wolf Werner den damals besten Drittliga-Verteidiger vom FC Carl Zeiss Jena an den Rhein geholt. Nach einem persönlichen Holperstart mit einigen Abwehrschnitzern erkämpfte sich Lukimya seinen Startplatz neben Defensivchef Jens Langeneke. Ausgerechnet das 0:3 in Ingolstadt und die schlechteste Fortuna-Leistung der vergangenen Saison am 22. September 2010 war sein Startschuss. Bis zum Hertha-Rückspiel am Dienstag vor einer Woche ließ Lukimya von 68 Pflichtspielen inklusive dreier DFB-Pokalauftritte nur ein Match aus. In der gerade abgelaufenen Saison stand der Abwehrrecke sogar in allen 34 Zweitliga-Partien über die volle Distanz auf dem Platz. Das schaffte kein anderer Fortune.

Lukimya war in Düsseldorf Publikumsliebling

Lukimya wurde auch wegen seiner vereinzelten Sololäufe in der Offensive zum Publikumsliebling. Die Jagd nach dem ersten Fortuna-Treffer dauerte bis zum 4:2 in Aue am 16. September 2011, als der Defensivkicker per Kopfball sechs Minuten vor dem Ende das entscheidende 3:2 markiert hatte. Seinen zweiten Treffer erzielte Lukimya beim 2:2 im Abschlussheimspiel gegen den MSV Duisburg.

In einer Pressemitteilung dankten Wolf Werner und Trainer Norbert Meier ihrem Stammspieler für „eine professionelle Einstellung und für die gezeigten Leistungen, mit denen er maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft hatte“.

Michael Ryberg



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