Düsseldorfer Arena ist eine Festung
25.01.2010 | 06:30 Uhr 2010-01-25T06:30:00+0100Düsseldorf. Als einziges Zweitliga-Team ist Fortuna in dieser Saison im eigenen Stadion noch ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 19. April 2009.
Die einzige uneinnehmbare Fußball-Burg der 2. Bundesliga steht in Düsseldorf. Denn die Stockumer Arena ist für Fortuna zu einer wahren Festung geworden. Acht Siege und zwei Unentschieden gab es in den bisherigen zehn Heimspielen, kein Gegner nahm (bisher) drei Punkte mit. Auch „Angstgegner” Union Berlin nicht, der am Freitagabend in Stockum mit 1:0 besiegt wurde.
„Wir müssen daran arbeiten, dass Düsseldorf wie eine Festung wird”, hatte Trainer Norbert Meier vor dem Saisonstart gefordert. Und bisher haben seine Spieler ganze Arbeit geleistet. Mit 26 Punkten und 18:5 Toren stehen sie in der Heimtabelle auf Platz eins. Klar vor dem FC Augsburg (22/25:12), der gestern durch den 3:0-Sieg in Oberhausen Relegationsrang drei eroberte und Arminia Bielefeld (4:2 gegen Koblenz) sowie Fortuna punktgleich auf die Plätze vier und fünf verdrängte.
Etwas dazu
gelernt
„Wir haben gesehen, dass wir etwas dazu gelernt haben”, freute sich Fortunacoach Meier über einen auch psychologisch wichtigen Sieg. Denn die letzte (Heim-)Niederlage in Stockum hat es vor neun Monaten gegeben. Am 19. April 2009 – 0:1 gegen Union Berlin! „Abgezockter” bezeichnete damals Meier die „Eisernen” aus Köpenick. Diesmal verdienten sich dieses Prädikat die Düsseldorfer, die laut offizieller DFL-Statistik 54 Prozent der Zweikämpfe gewannen und mit ihrem Erfolg auch die Negativserie von vier 0:1-Niederlagen in Folge gegen Berlin beendeten.
Wobei Meier mit dem Dreier zufrieden war, nicht aber mit dem Spielverlauf. „Eine 1:0-Führung ist kein Ergebnis, auf dem man sich ausruhen kann. Das Tor hatte so ein bisschen zu Schlendrian geführt”, kritisierte der Coach nachlassende Konzentration seines Teams nach dem schönen Kopfballtreffer von „Bamba” Anderson in der 51. Minute.
Was am Freitagabend von einem starken Gegner nicht bestraft wurde. Wodurch auch der erste Elfmeter-Fehlschuss in dieser Saison von Jens Langeneke (77.) ebenso nur statistischen Zwecken diente wie der Lattentreffer (4.) von Sebastian Heidinger.
„Ein verdienter Sieg”, sagte Fortunas Ex-Erfolgstrainer Aleksandar Ristic, der seinen aktuellen Nachfolger Norbert Meier durchaus in seinen Fußstapfen sieht: „Die Mannschaft hat gute Chancen zum Aufstieg!” Das hörte man in der Stockumer Festung gerne.
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