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Fußball-Nostalgie

Draufgänger mit großem Torinstinkt

18.02.2010 | 12:36 Uhr
Draufgänger mit großem Torinstinkt

Düsseldorf. Fortunas Ex-Stürmer Peter Meyer wird heute 70 Jahre alt. Von 1960 bis 1967 erzielte er bei den Profis in 174 Pflichtspielen 119 Tore, Vereinsrekord bis heute.

Die Kinder mit Fortuna-Fahnen rufen zwar auf den Straßen nicht mehr seinen Namen. Aber vergessen ist er deshalb noch lange nicht: Torjäger Peter Meyer, der heute 70 Jahre alt wird. „Ich habe immer alles hart erarbeiten müssen”, meinte er gestern. Dabei dachte er nicht nur an die Karriere als Fußballer. Sondern auch an seinen Geschäftsbetrieb mit Austausch-Kupplungen an der Oberbilker Allee.

„Ein Draufgänger und typischer Mittelstürmer. Mit großem Torinstinkt”, spendet einer seiner früheren Nebenleute hohes Lob. Waldi Gerhardt, der Ex-Schalker mit Wohnort in Rath. Beim SV Wersten 04 brauchte man 1948 eine Sondergenehmigung für vorzeitige Spielberechtigung des damals achtjährigen „Pitter”. Dann zwei Jahre Turu im damals hochklassigen Nachwuchs. 1959 wechselte Meyer zu Fortunas Amateure. Bei denen er in 28 Spielen 27 Tore erzielte.

119 Treffer in 174 Pflichtspielen

Zweite Liga, Oberliga, Regionalliga, Bundesliga. „PM” erlebte Höhen und Tiefen mit den Flingernern. Von 1960 bis 1967 erzielte er bei den Profis in 174 Pflichtspielen 119 Tore, Vereinsrekord bis heute. Es waren ganz wichtige Treffer dabei. Zwei beim 5:1 im Offenbacher Aufstiegsspiel zur Bundesliga. Oder der Siegtrreffer zum 2:1 beim ersten Auftritt 1966 in der höchsten Klasse. In Dortmund, als die Spieluhr die 89. Minute anzeigte, sein berühmter Alleingang.

Fortuna Duesseldorf - Karlsruher SC 1:0 / Peter Meyer , Aktion vor Walter Rauh. Foto: Horstmüller

Durch Altstadt-Besuche und nächtlichen Ausgang hatte Peter Meyer im Fortuna-Vorstand und bei den Trainern nicht nur Freunde. Nach dem Abstieg 1967 gab man ihm trotz des „Prädikats wertvoll” keinen Vertrag mehr. Für 100 000 Mark Ablösesumme wechselte der „Düsseldorfer Jong” zu Borussia Mönchengladbach. Regisseur Günther Netzer war zu den Verhandlungen an die Oberbilker Allee gekommen. Schon nach der Hinrunde 1967/68 hatte Meyer die 45 000 DM Handgeld ausgeglichen: 19 Treffer in 17 Spielen.

Das brachte ihm auch seine Berufung zum Nationalspieler ein. Doch im Dezember 1967 wurde in Albanien beim 0:0 die EM-Endrunde verpasst. Peter Meyer erinnert sich: „Ich stand zwischen den Technikern Overath und Netzer. Als ich mich in der Halbzeit beschwerte, weil ich von denen keinen Ball bekam, war meine internationale Karriere schnell zu Ende.”

Schien- und Wadenbein beendete die Karriere

Die war für den beidfüssig schießenden Publikums-Liebling auch im Verein bald vorbei. Im Januar 1968 prallte er mit Gladbachs Torwart Volker Danner in einem Trainingsspiel unglücklich zusammen: Schien- und Wadenbeinbruch. Peter Meyer versuchte ungeduldig und zu schnell ein Comeback, fand aber nicht mehr zu alter Gefährlichkeit. Deshalb danach nur noch einige Versuche. In Gladbach bis August 1969, in Düsseldorf beim VfL Benrath und für Viktoria 02, ohne Erfolg.

Sein Betrieb, inzwischen von Tochter Beate (32) geleitet, forderte ihn schon damals. Deshalb blieb Fußball für den Vollblut-Stürmer seit Jahren meist beschränkt auf Fernsehen in Büderich und Einladungen des DFB zu den Spielen der Nationalmannschaft:

Dann ist „PM” meist dabei.

Theo Mai

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Kommentare
19.02.2010
01:33
Draufgänger mit großem Torinstinkt
von Ulrich E. Becker | #1

DANKE Pitter, für viele schöne Tore in den 60-ern!

Pitter Meyer, ei jei jei jei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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