Der Vertragspoker ist eröffnet bei Fortuna Düsseldorf

„Wir werden bei unseren Entscheidungen vor allem die Einsatzzeiten der Spieler berücksichtigen“: Fortuna-Sportvorstand Helmut Schulte.
„Wir werden bei unseren Entscheidungen vor allem die Einsatzzeiten der Spieler berücksichtigen“: Fortuna-Sportvorstand Helmut Schulte.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Zehn Spieler kämpfen in der Rest-Rückrunde um eine sportliche Zukunft. Neben Kapitän Adam Bodzek wurde auch mit Christian Weber (automatisch) verlängert.

Düsseldorf.. Wenn die Düsseldorfer Fortuna am 8. Februar in Karlsruhe in die Rest-Rückrunde startet, geht es für den Fußball-Zweitligisten in den noch ausstehenden 15 Partien nicht nur um wertvolle Punkte für den Aufstieg. Zehn Spieler, deren Verträge am Saisonende auslaufen, kämpfen zudem noch um ihre sportliche Zukunft in der Landeshauptstadt. Während Leih-Innenverteidiger Jonathan Tah die Düsseldorfer verlassen und wieder zum Hamburger SV zurückkehren wird, wurde bislang einzig mit Adam Bodzek verlängert. Der Mannschaftskapitän bleibt bekanntlich für mindestens zwei weitere Jahre ein Fortune. Für die Teamkollegen des Deutsch-Polen heißt es indes noch, sich in den verbleibenden Partien nachdrücklich für ein weiteres Engagement bei den sportlichen Verantwortlichen aufzudrängen.

Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte hat in der Entscheidungsfindung mit seinen Kollegen, Cheftrainer Oliver Reck und seinem Assistenten Joti Stamatopoulos, sowie der Scouting-Abteilung um Talentsucher Mark Ulshöfer, ein ganz schön dickes Brett zu bohren und es zeichnet sich jetzt schon ab, dass auch die ein oder andere unpopuläre Entscheidung im Vertragspoker dabei sein könnte. Selbst ein Spieler wie Andreas Lambertz, der bei der Fortuna eigentlich schon zum Inventar gehört, kann sich seiner Sache nicht sicher sein.

Helmut Schulte setzt auf Einsatzzeit

„Wir werden bei unseren Entscheidungen vor allem die Einsatzzeiten der Spieler berücksichtigen“, ließ Schulte durchblicken. Eine Kriterium, das allerdings keine Allgemeingültigkeit besitzt, da beispielsweise Rekonvaleszenten wie Oliver Fink oder auch Heinrich Schmidtgal verletzungsbedingt bislang kaum Chancen hatten, sich in den Blickpunkt zu spielen.

Tabidze Drei Monate, bevor die Spielerverträge Ende Juni auslaufen, sollen die Kicker Gewissheit über ihre sportliche Zukunft bei der Fortuna haben. Was es für die sportliche Führung nicht gerade einfacher macht, denn zu diesem Zeitpunkt stehen noch acht Spieltage und somit eine Antwort auf die zukünftige Liga-Zugehörigkeit der Düsseldorfer (aller Wahrscheinlichkeit nach) aus. Der interne Konkurrenzkampf um Vertragsverlängerungen und die damit aufkeimenden Fragen ziehen sich dabei durch alle Positionen. Angefangen bei den Torhütern, wo der Kontrakt des inoffiziellen Stammkeepers Michael Rensing ebenso ausläuft wie der von Talent Robin Heller, bis hin zu Stürmer Erwin „Jimmy“ Hoffer. Ob sich der 20-jährige Heller weiterhin mit der Rolle der Nummer drei zwischen den Torpfosten abfindet, bleibt ebenso spannend wie die Zukunft von Christian Weber. Durch eine Klausel im Vertragswerk verlängert sich der auslaufende Kontrakt des Linksverteidigers automatisch um ein weiteres Jahr. „Es handelt sich dabei allerdings um einen Amateurvertrag“, betont Sportvorstand Helmut Schulte. Weshalb auch Weber, trotz Vertrag, weiter um eine Zukunft bei den Profis kämpfen muss.