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2. Fußball-Bundesliga

Den Teufeln die Flügel stutzen

21.03.2010 | 20:38 Uhr

Düsseldorf. Fortuna will Montag Abend im Heimspiel gegen Kaiserslautern mit der Hinspiel-Taktik gewinnen.

Aus einer ohnehin schon an Höhepunkten nicht gerade armen Zweitliga-Saison der Fortuna sticht ein Datum trotz aller guter Leistungen und Erfolge noch ein klein wenig heraus: Am 23. Oktober des vergangenen Jahres trumpfte der Aufsteiger am berüchtigten Betzenberg groß auf und setzte sich beim heimischen 1. FC Kaiserslautern ebenso überraschend wie verdient mit 2:0 durch. Montag Abend kommt es in der Stockumer Arena zur Neuauflage des ohnehin schon reizvollen Duells, das durch die Tabellenkonstellation zusätzlich an Brisanz gewonnen hat.

Die Pfälzer sind mit 57 Zählern souveräner Tabellenführer, die Fortuna könnte als Vierter aber mit einem Sieg wieder bis auf fünf Zähler an den FC St. Pauli auf Relegationsrang drei (52 Punkte) heranrücken. Und so die Aufstiegsträume rund um den Klub erneut nähren.

„Wir spielen doch eine tolle Saison“

Bei einer Niederlage würde aber der Abstand von sechs Zählern auf den Kiez-Klub stehen bleiben. Von einer letzten Chance will Marco Christ allerdings nichts wissen. „Wir spielen als Aufsteiger doch so schon eine tolle Saison“, bekräftigte der Mittelfeldregisseur Sonntag Abend nach dem rund 75-minütigen Abschlusstraining. „Aber wir wollen so lange wie möglich oben dran bleiben.“

Eine Wiederholung des Hinspiel-Coups ist also erwünscht. Gelingen soll diese mit der aus dem Hinspiel erfolgreichen Taktik. „Kaiserslautern hat ein brutal starkes Flügelspiel. Die müssen wir wieder zumachen“, fordert Kapitän An­dreas Lambertz. Am Betzenberg war dies mit einem enormen läuferischen Aufwand geglückt. Weil die Düsseldorfer Mittelfeldspieler die Flügelflitzer der „Roten Teufel“ stets zu zweit attackiert hatten. „Wir müssen die wieder doppeln“, formuliert Christ.

Lambertz mahnt zudem bei Standardsituationen besondere Aufmerksamkeit an. „Da ist Kaiserslautern sehr gefährlich, weil sie einige starke Kopfballspieler haben“, so der 25-Jährige Mittelfeldrenner der Flingerner.

Zudem gelte es, die in dieser Saison zumeist gezeigten Tugenden wie die große mannschaftliche Geschlossenheit gegen die individuell zumindest auf dem Papier stärker besetzten Gäste in die Waagschale zu werfen.

„Wir müssen uns den Allerwertesten aufreißen und die Fehler des anderen ausbügeln“, nimmt Lambertz sich selbst und seine Mitspieler gleichermaßen in die Pflicht. „Dann könnte es auch wieder ein schöner Abend werden“, fügte „Lumpi“ noch schmunzelnd an.

Das Interesse auf den Rängen ist jedenfalls groß, rund 40 000 Besucher werden erwartet. Auch den Kickern werden wohl beste Bedingungen geboten. Sonntag begannen Helfer damit, noch während der Demontage der Aufbauten rund um den Schwergewichtsboxkampf zwischen Wladimir Klitschko und Eddie Chambers den alten, ramponierten  Rasen abzutragen und einen  neuen grünen Untergrund in der Arena zu verlegen.

Oliver Schaal

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Kommentare
21.03.2010
23:04
Den Teufeln die Flügel stutzen
von F95Heerdt | #1

Ihnen ist ein Fehler unterlaufen, Herr Schaal!

Fortuna könnte, bei einem Sieg, nicht auf 3, sondern leider nur auf 5 Zähler an St. Pauli (52 P) heranrücken.

Düsseldorf hat derzeit 44 Zähler und käme demnach bestenfalls auf 47.

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