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Fortuna Düsseldorf

"Das hat Fortuna nicht gut getan"

28.04.2009 | 21:03 Uhr
"Das hat Fortuna nicht gut getan"

Düsseldorf. Nach der turbulent verlaufenen Mitgliederversammlung vom Montagabend herrschte am Dienstag eine gewisse Ratlosigkeit. Vorstandsmitglied Tecklenburg und Aufsichtsratsvize Pröpper haben keine Rücktrittsgedanken.

Am Tag danach herrschte immer noch eine gewisse Ratlosigkeit. Nach dem überraschenden Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Ernst am Montagabend bei der dadurch turbulent verlaufenen Mitglieder-Versammlung sowie der jeweils verweigerten Entlastung für Vorstandsmitglied Hermann Tecklenburg und Aufsichtsratsvize Heinrich Pröpper war bei Fortuna nichts mehr so, wie vor jenem denkwürdigen Abend.

Info
Fortuna bleibt auch in Zukunft Fortuna

Satzungsänderung wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Fortuna bleibt auch in Zukunft Fortuna. Dafür sorgten bei der Jahreshauptversammlung die 580 anwesenden Mitglieder. Mit großer Mehrheit stimmten sie einem Antrag des Supporters Club SCD zu und veränderten so die Satzung. Damit sollen das Logo F95, die Farben Rot und Weiß sowie der Vereinssitz Düsseldorf gesichert werden. Für eine Änderung dieser Vereinsmerkmale ist künftig eine Vier-Fünftel statt einer Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Damit soll der Einstieg eines Sponsors verhindert werden, der den Namen Fortuna beispielsweise in den Namen eines Getränkeherstellers umwandelt. Auch die Ausgliederung der ersten Mannschaft in eine Tochtergesellschaft ist erschwert worden.

Zudem stärkten die Mitglieder den Wahlausschuss, der künftig über alle Teilnehmer an den Aufsichtsratsitzungen informiert werden muss.

Desweiteren wird untersucht, ob an der Arena ein Extra-Eingang für Dauerkarten-Besitzer eingerichtet wird. Der Fortuna-Vorstand prüft zudem, ob während der Spiele genug Bratwurst- und Getränke-Buden geöffnet sind. P.K.

Bei den Erklärungsversuchen taten sich alle schwer. Rechtsanwalt Reinhold Ernst saß am Dienstag in seiner Kanzlei und sinnierte: „Der Verlauf der Versammlung hat mich zutiefst bewegt. Das muss man erstmal verdauen.” Ob die heftigen Sympathiebekundungen der stehend applaudierenden Mitglieder seine Rücktrittsentscheidung revidieren könnte, ließ Ernst offen: „Fakt ist, ich bin nicht mehr Aufsichtsrat von Fortuna.”

Kein Nachrücker

Einen „Nachrücker” wird es auch nicht geben, weil im vergangenen Jahr die auf den „hinteren Plätzen” gelandeten Kandidaten zuwenig Stimmen bekamen. Bis zu den Neuwahlen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die eventuell erst nach den Sommerferien stattfinden soll und die Chance zu einem Neuanfang hat, wird Fortunas höchstes Gremium einen neuen Vorsitzenden wählen müssen. Wobei der derzeitige Aufsichtsratsvize Heinrich Pröpper trotz der Tatsache, dass er bei seiner Entlastung lediglich eine einzige Ja-Stimme von den fast 500 Mitgliedern erhalten hatte, keine Rücktrittsgedanken hat: „Da ist eine Inszenierung gelaufen.”

Ablehnung aus Emotionen heraus

Vorstandsmitglied Hermann Tecklenburg will ebenfalls im Amt bleiben, auch wenn die Mehrheit der Mitglieder ihn nicht für seine Arbeit im Jahr 2008 entlasten wollte. „Natürlich bin ich sehr enttäuscht, aber ich werde keine Konsequenzen ziehen. Die Ablehnung war aus Emotionen heraus.”

Auch Vorstandsboss Peter Frymuth wirkte am Montagabend angesichts von 66 Nein-Stimmen und 95 Enthaltungen angeschlagen. Am Dienstag aber war er wieder kämpferisch: „Wir müssen sehen, dass die Vereinsgeschäfte weiterlaufen und werden die Grundlage dessen, was geschehen ist, intern im Vorstand und Aufsichtsrat aufarbeiten und besprechen müssen.” Frymuth bekannte aber auch: „Der Ablauf der Mitgliederversammlung hat Fortuna sicherlich nicht gut getan.”

Kein geschickter Schachzug

Die Rücktrittserklärung von Ernst direkt vor den (Einzel-)Abstimmungen zur Entlastung des Vorstandes war sicherlich kein geschickter Schachzug des Ex-Aufsichtsratschefs, der seine Entscheidung damit begründete, dass man ihn in Kernkompetenzen, wie beispielsweise Sponsorengesprächen, hintergangen habe. Kritiker sollen dem Rechtsanwalt intern allerdings auch vorwerfen, dass er außer der viel beachteten Sportwelt-Vereinbarung keine anderen Aktivitäten erfolgreich abgeschlossen hätte.

Angesichts der turbulenten Ereignisse gerieten die Ausführungen von Werner Sesterhenn in den Hintergrund, obwohl der Finanzchef ein düsteres Gegenwarts- und Zukunftsbild malte. Sollte Fortuna in der 3. Liga bleiben, würde der Etat auf Millionen Euro reduziert, im Falle eines Aufstieg in die 2. Bundesliga um 1,5 Millionen erhöht. Mit beiden Summen ist allerdings ein Spitzenteam nicht finanzierbar. „Ein seriöser Ansatz lässt keine andere Planung zu”, erklärte Sesterhenn: „Aber jeder weitere Sponsor erhöht natürlich unseren Spielraum. Nach wie vor gilt, dass die Unterstützung aus der Düsseldorfer Wirtschaft noch stärker ausfallen könnte.”

Wolfgang Bappert

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Kommentare
29.04.2009
11:40
Das hat Fortuna nicht gut getan
von Michael Banse | #6

In Sachen Dr. Pröpper ist nun der Wahlausschuß gefragt, diesen Herrn endgültig aus dem Aufsichtsrat zu entfernen.

Über Herrn Tecklenburg weitere Worte folgen zu lassen ist müßig.


Das o.g. Herren von Inszenierung oder Emotionen sprechen spricht für sich.

Die nun anstehende außerordentliche Mitgliederversammlung wird erneut die richtige Antwort geben.

Wir, die Mitglieder und Fans, sind Fortuna!

29.04.2009
01:32
Das hat Fortuna nicht gut getan
von motz | #5

Ja,jetzt mal Butter bei de Fische !

Wenn der Finanzvorstand die Düsseldorfer Wirtschaft auffordert,Fortuna zu unterstützen,dann liegt der Verdacht nahe,daß alle Liqiditätsquellen völlig ausgeschöpft sind. Wurde dies im richtigen Zeitfenster lückenlos dem Aufsichtsrat berichtet ??
Oder wurde in der Versammlung am 27.04. nur nebulöses Zahlenwerk gestreut.
Hier tickt bis zur Erteilung der Lizenz eine Zeitbombe !

29.04.2009
00:55
Das hat Fortuna nicht gut getan
von wolla | #4

Wes Geistes Kind sind denn Typen wie Pröpper und Tecklenburg ? Trotz krassester Ablehnung seitens der Fortuna Mitglieder, kleben sie an ihren Stühlen. Nicht das da noch Leichen im Keller liegen... :)

28.04.2009
23:30
Das hat Fortuna nicht gut getan
von motz | #3

Die Ignoranten und Versager in der Führungsetage
der Fortuna haben noch nicht mal den Charakter,die Vereinsbühne zu verlassen.
Die Mitglieder sind die Wurzel des Clubs, die Mitglieder haben deutlich das Vertrauensvotum
gezeigt.........Aussteigen meine Herren !
Aber wie Pattex kleben sie an den Stühlen.
Sie haben den Knall nicht gehört am 28.04.2009
um 20.15 Uhr.
Die Seilschaften Pröpper,Tecklenburg,Frymuth,Werner
haben kein Vertrauen mehr bei den Mitgliedern.
FORTUNA ist keine Raststätte für Inkompetenz !
Basta.

28.04.2009
20:56
Das hat Fortuna nicht gut getan
von Richard Turm | #2

Hurra,die Totengräber machen weiter.War auch nicht anders zu erwarten.Wahrscheinlich kleben sie an ihren Sesseln,weil sie von Fortuna profitieren und leider nicht Fortuna von ihnen.Es ist betrüblich und ärgerlich zugleich,wenn diese Herren die überwältigende Mitgliedermeinung nicht verstehen oder nicht wahrnehmen.Das ist der eigentliche Skandal.Hier kann man nur die Mitglieder aufrufen;sorgt für Neuwahlen und jagt diese Herren aus dem Verein!!!

28.04.2009
20:31
Das hat Fortuna nicht gut getan
von trondmen | #1

war ja klar das die herren an ihren posten kleben bleiben..
WANN endlich begreifen diese menschen das sie in düsseldorf bei fortuna keiner mehr sehen will!!!
warum die düsseldorfer wirtschaft keine lust, hat fortuna zu unterstützen, sollten sich die verantwortlichen personen mal selber fragen.
solange leute dort tätig sind die neuen dingen nicht aufgeschlossen sind und nur den klüngel
weitermachen, den fortuna dahin gebracht hat wo man heute steht, wird sich nichts ändern!!!

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