Christian Weber ist bei der Fortuna in Lauerstellung
09.02.2012 | 18:23 Uhr 2012-02-09T18:23:00+0100
Düsseldorf.Ausgerechnet das Tattoo einer Schwalbe ziert den Oberarm von Fortunas Verteidiger Christian Weber. In Zeiten der Fallsucht-Unterstellungen von Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh durchaus eine Ironie des Schicksals, die Weber allerdings ebenso wenig amüsant finden dürfte wie sein Reservistendasein beim Zweitliga-Spitzenreiter.
Webers Fußballwelt war bis zum Abpfiff des 4:2-Sieges über den Karlsruher SC am 10. September vergangenen Jahres noch in Ordnung. Doch dann kam Tobias Levels auf Leihbasis von Bundesligist Borussia Mönchengladbach zu den Flingernern. Und Webers Zeit von sieben Saisonpartien in der Startelf des Fußball-Zweitligisten war gezählt. Lediglich drei Einsatzminuten beim 5:2-Sieg gegen den FSV Frankfurt kamen bislang hinzu.
„Tobi zeigt sicherlich eine ordentliche Leistung. Aber mit mir haben wir die ersten Partien auch nicht verloren und als einziger Spieler rausgenommen zu werden ist dann schon bitter“, erklärt Weber. Beim 4:2-Hinrundensieg bei Erzgebirge Aue kam dann Konkurrent Levels zu seinem Debüt und verlor seinen Stammplatz seitdem nicht mehr.
„Eine vollkommen neue Erfahrung“
Für Christian Weber ist der Platz auf der Ersatzbank eine vollkommen neue Erfahrung. „Es ist das erste Mal in meiner Karriere, so wenige Einsatzzeiten zu bekommen. Gegen Aue meinte Trainer Norbert Meier, dass er Tobi wegen seiner Kopfballstärke reinnimmt“, verrät Weber und fügt an: „Da hatte ich auch noch Hoffnungen, schnell wieder in die Startelf zu rücken, wenn andere Fähigkeiten gefragt sind.“
Und nach beherzten Auftritten in der Vorbereitung schien der Rechtsverteidiger einem Startplatz ganz nahe zu sein. Aber am Ende saß der 28-Jährige beim 1:1-Remis beim FC Ingolstadt erneut 90 Minuten auf der Bank: „Ich hatte natürlich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an und bin enttäuscht.“
Warum es erneut nicht gereicht hat, weiß der gebürtige Saarbrücker bis heute nicht. „Der Trainer hat mit mir nicht gesprochen. Aber er kann ja auch nicht immer jedem Spieler erklären, warum er nicht spielt“, meint Weber.
Allerdings spricht die Statistik eher gegen ihn. So ist Levels zweikampfstärker (in der Luft 65,9 zu 45 Prozent, am Boden 57,3 zu 56,1 Prozent) und passsicherer (82,2 zu 71,6 Prozent). Allerdings schlägt Weber die genaueren Flanken (30,8 zu 21,9 Prozent) und weiß: „Ich bin in der Rolle des Herausforderers. Aber meiner Meinung nach sind Tobi und ich auf dem gleichen Niveau.“
Aufgrund seiner Rolle als Dauerreservist stellt sich langsam die Frage, ob der Defensivakteur seinen im Sommer 2013 auslaufenden Vertrag überhaupt erfüllen will. „Ich bleibe auf jeden Fall bis Sommer. Und so lange ich vom Trainer eine faire Chance erhalte, bleibe ich auch. Fortuna ist der beste Verein, den man hier kriegen kann“, bekundet der Rechtsfuß.
In seiner schwierigen Zeit holt sich Weber auch Tipps von seinem Freund und ehemaligen Fortunen Martin Harnik. „Er riet mir, nicht zu verkrampfen und einfach weiter zu machen wie bisher“, verrät Weber. Er ist in Lauerstellung auf ein baldiges Comeback.
16:22
Meiers Personalpolitik....
Ich habe volles Verständnis für Christian Weber, es ist eine von vielen nur durch Punkte gedeckte Fehlentscheidung von Norbert Meier.
Wenn ich nur an unseren Dänen denke... da stolpert der Bröker Woche für Woche durch die Gegend und ein richtig guter Fußballer versauert auf der Bank.
Wofür Tobias Levels, wenn man mit Weber und Schwerdtfeger zwei gute Leute hat?
Wie viele Patzer dürfen einem Torwart unterlaufen? Jeder Standard ist der reinste Horror.
Warum nicht mal mit zwei echten Spitzen und einer Raute im Mittelfeld?
Fragen über Fragen. Es kotzt mich echt an aber das wird nicht reichen für den Aufstieg.
Aber die Hoffnung stirbt zu letzt.