Borussia Mönchengladbach hat mittlerweile Fahrt aufgenommen

De Camargo gegen Reisinger.
De Camargo gegen Reisinger.
Foto: Reuters

Mönchengladbach.. Der Saisonstart der Mönchengladbacher war so holprig, dass hier und da bereits von „falscher Einkaufspolitik“ und „Strukturkrise“ die Rede war. In der Tat kam die Mannschaft von Trainer Lucien Favre nach dem Verlust von Marco Reus (nach Dortmund), Roman Neustädter (nach Schalke) und Abwehrchef Dante (zum FC Bayern) zunächst nicht richtig in die Gänge. Doch inzwischen haben die Gladbacher Fahrt aufgenommen. Von den jüngsten Bundesliga-Spielen verloren sie nur eines – gegen den VfB Stuttgart. Als gegenwärtig Achter der Tabelle haben sie den Kontakt zu den Vereinen, die um die Europa League kämpfen, längst wieder hergestellt.

Bisher profitierte die Fortuna von Gladbacher Schwächen

Rheinderby Beim 0:0 am zweiten Bundesliga-Spieltag und beim 1:0-Sieg im Pokal profitierte die Fortuna sicherlich auch noch von den Startschwierigkeiten der Borussen – die das Team um Patrick Herrmann, Juan Arango und Co. inzwischen freilich längst hinter sich gelassen hat. „Man muss wohl sagen, dass die Gladbacher zur Zeit als Favorit anzusehen sind“, lautet die Einschätzung der aktuellen Kräfteverhältnisse von Fortuna-Coach Norbert Meier.

Daran ändert auch das Fehlen des an Grippe erkrankten Martin Stranzl und des an einer Kapselverletzung im Knie leidenden Finnen Alexander Ring wenig. Die „Remis-Könige“, die in dieser Saison bereits achtmal Unentschieden spielten, sind auf dem Vormarsch.

Borussia auch in sportlicher Hinsicht mit gesunder Basis

Und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Der Wechsel zu einem neuen Trikot-Ausrüster bringt den Gladbachern in den nächsten fünf Jahren 15 Millionen in die Vereinskasse – eine gesunde Basis für das Anpeilen weiterer Ziele.

Forsche Töne waren daher in den vergangenen Tagen von der linken Rheinseite zu vernehmen. Zum Beispiel die Behauptung, Spiele gegen die Fortuna seien gar keine „richtigen“ Derbys, denn Borussias Hauptrivale bleibe der 1. FC Köln. Was in Düsseldorf allerdings nicht lange unbeantwortet geblieben ist. „Die Kölner sind aber zur Zeit nur in der zweiten Liga. Da muss Gladbach schon mit uns vorlieb nehmen“, meinte Abwehrrecke Adam Bodzek.