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Bei Fortuna gibt es in der Offensive noch Fragezeichen

16.08.2012 | 08:00 Uhr
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Bei Fortuna gibt es in der Offensive noch Fragezeichen
Stefan Reisinger gilt als Favorit auf den Starterposten im Angriff bei der Fortuna.

Düsseldorf.   Beim Bundesliga-Rückkehrer aus Düsseldorf konnte der Angriff bisher nicht überzeugen. Auch die Torwartfrage ist vor dem Pokalspiel in Burghausen am kommenden Sonntag noch nicht geklärt: Hat Austria-Nationalkeeper Robert Almer oder Ex-Leverkusener Fabian Giefer die Nase vorn?

Seit dem 29. Juni bereiten sich Fortunas Fußballprofis auf ihre Bundesliga-Rückkehr vor. Die 51-tägige Probephase für das erste Saisonpflichtspiel endet am Sonntag – mit dem DFB-Pokalerstrundentreffen beim SV Wacker Burghausen. Spätestens wenige Minuten vor 18.30 Uhr (live im DerWesten-Ticker)– zum Anstoß in der Wacker-Arena sind tropische 35 Grad Celsius Wärme vorhergesagt – wird Cheftrainer Norbert Meier seine vorläufige Startelf benannt haben.

Die lange Testphase von elf Matches war von zwei Spielabsagen, vom Abbruch gegen Benfica Lissabon nach nur 39 Minuten sowie von wenig selber erzielten Treffern geprägt – wenn man sich die Matches gegen die wirklich ernstzunehmenden Gegner vor Augen führt. Nur beim 4:0 über den niederländischen Zweitligisten De Graafschap in Doetinchem kam Fortuna über mehr als einen Treffer hinaus.

Reisinger ist erster Anwärter

Die meisten personellen Fragezeichen offenbart die Offensive.

Wer macht den Partner von Andrey Voronin? Es bestehen kaum Zweifel, dass der langjährige ukrainische Nationalspieler in der Offensive gesetzt sein dürfte. Mangelnde Fitness hin, nur 74 Testminuten in Alkmaar und gegen Benfica her. Erster Anwärter für den Posten einer Angriffsspitze ist Stefan Reisinger. Der Ex-Freiburger wirkte in den Tests einsatzfreudig und dynamisch. Auch Ken Ilsø könnte als Voronin-Partner in Frage kommen. „Ich möchte mit Andrey zusammen auflaufen“, versicherte der Däne gestern gegenüber der NRZ. Pro­blem: Beide spielen eine ähnliche Position. Die Jungspunde Dani Schahin (23/sechs Tore) und Gerrit Wegkamp (19/fünf Tore) trafen in den Tests am besten, dürften aber allenfalls Bankchancen besitzen. Wenig überzeugend wirkte bisher der gebürtige Angolaner Nando Rafael.

Steht die Viererkette? Mit großer Sicherheit. Johannes van den Bergh und Tobias Levels außen sowie Routinier Jens Langeneke in der Innenverteidigung werden wie gewohnt zu sehen sein. Neuer Nebenmann des Ostwestfalen für Assani Lukimya (nach Bremen) dürfte der Grieche Stelios Malezas sein. Der international erfahrene 1,92-Meter-Recke wusste in fünf Tests zu überzeugen. Was man von Juanan oder Leon Balogun nicht behaupten kann. Der Brasilianer Bruno Soares muss wegen seines Sehneneinrisses im Hüftbeuger offenbar noch weitere zehn Tage pausieren. Und dürfte auch den Bundesliga-Start in Augsburg ziemlich sicher verpassen.

Wer macht den Staubsauger?

Hier rangeln sich drei Altbekannte um zwei Positionen. Wobei zumindest für die Bundesliga-Spiele in Augsburg und gegen Mönchengladbach das „Sechser“-Duo wegen der „Bengalo“-Sperre gegen Kapitän Andreas Lambertz gesetzt sein dürfte. Oliver Fink spielte eine sehr gute Vorbereitung, auf Adam Bodzek als einer der erstliga-erfahrenen Dauerstützen im roten Jersey ist ohnehin Verlass. Ein experimenteller Einsatz von Ken Ilsø auf dieser Position dürfte ebenso wenig eine Rolle spielen wie FC-Bayern-Youngster Bastian Müller.

Wer besetzt die Außenbahnen?

Spielerisch konnte Fortuna-Rückkehrer Axel Bellinghausen in der Testphase nicht immer überzeugen. Einsatzwille, Laufbereitschaft und Erfahrung allerdings sprechen auf der linken Mittelfeldseite eindeutig für den ehemaligen Augsburger. Ihm dicht auf den Fersen ist der deutlich verbesserte Australier Robbie Kruse, der auch auf der rechten Seite einsatzbereit wäre.

Hier macht der technisch gute, in der Testphase auch an vielen Ecken und Freistößen beteiligte Ex-Chemnitzer Ronny Garbuschewski eine exzellente Figur. Und könnte gegenüber dem physisch besseren Südkoreaner Du-Ri Cha die Nase vorn haben. Das eine oder andere Ausrufezeichen wusste der schuss-starke Ex-Wolfsburger André Fomitschow auf der linken Seite auch schon zu setzen.

Die Torwartfrage – ist am schwersten zu beantworten. Vielleicht lässt Cheftrainer Norbert Meier hier in Absprache mit Keeper-Coach Manfred Gloger seinen Bauch entscheiden. Vermutlich erst einmal für den erfahreneren Austria-Nationalkeeper Robert Almer (28) im Vergleich mit dem bisherigen Leverkusener Fabian Giefer (22).

Michael Ryberg

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2012-08-16 08:00
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