0:1 gegen Kiew - Fortuna verliert auch ihr zweites Testspiel

Fortunas Ihlas Bebou versucht sich gegen Danilo Silva durchzusetzen.
Fortunas Ihlas Bebou versucht sich gegen Danilo Silva durchzusetzen.
Foto: Christof Wolff
Was wir bereits wissen
Bei der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Dynamo Kiew schlugen sich die Düsseldorf achtbar gegen den amtierenden 14-fachen ukrainischen Meister.

Wörgl.. Die Fortuna hat am Freitagabend auch ihr zweites Testspiel in Österreich verloren. Allerdings wartete auf den Fußball-Zweitligisten mit Dynamo Kiew auch der bislang dickste Brocken der Saisonvorbereitung. Bei der 0:1 (0:0)-Niederlage schlugen sich die Düsseldorf achtbar gegen den amtierenden 14-fachen ukrainischen Meister und Champions-League-Teilnehmer. „Auf eine Niederlage kann man nie stolz sein“, bilanzierte Fortunas Cheftrainer Frank Kramer, „allerdings war unsere Leistung ganz ordentlich. Es gab positive Ansätze. Wir haben uns besser bewegt, sind schneller in die Zweikämpfe gegangen.“

Die rund 400 nach Wörgl angereisten Fortuna-Fans sorgten in Österreich für Heimspiel-Atmosphäre, mussten sich aber gedulden, da die Partie eine halbe Stunde später als geplant angepfiffen wurde. Auch, weil der Mannschaftsbus der Düsseldorfer im Stau stand. Die erste Szene der Partie gehörte der Fortuna: Ihlas Bebou hatte sich nach vier Spielminuten dribbelstark durchs Mittelfeld getankt, scheiterte beim Abschluss per Außenrist nur knapp.

Holthaus Danach übernahmen aber zunächst die in blau gedressten Ukrainer das Kommando. Vor allem die Vorstöße über die rechte Seite sorgten für kurzzeitige Gefahr. Tugrul Erat hatte als Linksverteidiger mehrfach große Probleme. Nach einer Viertelstunde wurde Nebenmann Christian Strohdiek überlaufen. Die Fortuna hatte in dieser Szene Glück, dass Dynamos Junior Moraes frei von der Strafraumgrenze das Tor verfehlte. Sechs Minuten später konnten sich die Düsseldorfer bei ihrem Keeper Lars Unnerstall bedanken, der zweimal glänzend parierte und dabei vor allem beim Nachschuss von Moraes aus kürzester Distanz sein ganzes Können zeigte.

Mehr Zugriff auf die Partie

Mitte der ersten Halbzeit bekam die Fortuna mehr Zugriff auf die Partie. Überzeugen konnten insbesondere Sercan Sararer und Ihlas Bebou auf den Flügeln, die ordentlich Schwung in die bis zu diesem Zeitpunkt ereignisarme Partie brachten. Während Neuzugang Sararer über links immer wieder die Laufduelle suchte, konnte sich Bebou auf der rechten Außenbahn durch zahlreiche im Keim erstickte Spieleröffnungen der Ukrainer auszeichnen. Eben solch eine Szene führte auch zur ersten Großchance der Düsseldorfer. Stürmer-Neuzugang Mike van Duinen blockte in der gegnerischen Hälfte einen Passversuch, der vor den Füßen des Holländers landete. Der 23-Jährige konnte nur durch Trikotziehen gestoppt werden, hätte andernfalls freie Bahn gehabt. Der Schiedsrichter beließ es bei einer gelben Karte. Nach der Pause erhöhte die Fortuna den Druck, kam durch Bebou (49.), Pohjanpalo (58.) und van Duinen (61.) zu aussichtsreichen Chancen, doch eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff schlug Dynamo Kiew in Person von Andriy Yarmolenko eiskalt zu, der einen Querpass in die Torecke schob.

So spielte die Fortuna

Unnerstall – Akpoguma, Haggui, Strohdiek (79. Ajani), Erat (64. Schauerte) – Bebou, Schmitz (81. Koch), Liendl, Sararer (64. Bellinghausen) – Pohjanpalo (64. Bodzek), van Duinen.

Zuschauer: 400.

Tor: 0:1 (75.) Andriy Yarmolenko.