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FIFA: Ausschluss des Schweizer Verbandes vom Tisch

06.01.2012 | 10:20 Uhr
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Die angedrohte Suspendierung des Schweizer Fußball-Verbandes durch den Weltverband FIFA ist vom Tisch. Im Streit um ein Vergehen des FC Sion einigten sich die Parteien.

Zürich (SID) - Die angedrohte Suspendierung des Schweizer Fußball-Verbandes (SFV) durch den Weltverband FIFA ist vom Tisch. Nachdem der SFV dem Druck der FIFA zuletzt nachgegeben und den Erstligisten FC Sion nach monatelangem Streit mit einer drakonischen Strafe von 36 Punkten Abzug belegt hatte, erklärte der Weltverband am Freitag die Causa vorerst für beendet. Sion waren wegen des Einsatzes von nicht spielberechtigten Spielern die Punkte abgezogen worden.

Hätte der Verband bis zum 13. Januar den Fall nicht gelöst, hätte die Nationalmannschaft keine Partien mehr bestreiten und auch der FC Basel nicht zum Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern München antreten dürfen. Sion ist mit nun minus fünf Punkten von Platz drei ans Tabellenende abgestürzt. Die Resultate der entsprechenden Partien bleiben jedoch unangetastet. Das bedeutet, dass der Titelverteidiger weiter am Schweizer Pokalwettbewerb teilnehmen darf.

Hintergrund der teilweise bizarren Auseinandersetzung war die Suspendierung Sions durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) aus der Europa League. Dort hatten sich die Schweizer gegen Celtic Glasgow sportlich durchgesetzt, waren nach einem Einspruch der Schotten aber ausgeschlossen worden. Vor zwei Wochen war der Klub vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne mit seiner Klage gescheitert.

Seit dem Urteil hat der Streit zwischen Sion und der FIFa neue Dimensionen erreicht. Zuletzt hatte Präsident Christian Constantin die FIFA verunglimpft und mit Lybiens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi verglichen. Vor Regionalgerichten in der Schweiz war Sions Ausschluss für unrechtmäßig erklärt worden. Zudem hatte Sion Strafanzeige gegen das FIFA-Exekutivkomitee gestellt. Als Grund für die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat nannten die Klubverantwortlichen Nötigung.

Constantin, der mit seinen Klagen den Fall Sion schlagzeilenträchtig in die Medien gebracht hatte, hat keine Angst vor großen Namen im Weltfußball. So mussten UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino im Herbst bereits vor einem Schweizer Gericht Rede und Antwort stehen.

"Wenn es niemand wagt, sich gegen die Diktatur der beiden bedeutenden Fußballverbände aufzulehnen, dann mache ich es halt. Es wird Zeit, dass die verantwortlichen Herren um Blatter und Platini zur Rechenschaft gezogen werden und endlich verschwinden", hatte Constantin erklärt.

sid

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