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FC Bayern gibt sich bescheiden vor dem Gastspiel des FC Arsenal

12.03.2013 | 19:14 Uhr
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FC Bayern gibt sich bescheiden vor dem Gastspiel des FC Arsenal
"Wir werden keinen Millimeter nachlassen": Münchens Thomas Müller.Foto: Imago

München.  Der FC Bayern München hält vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal alle Trümpfe in der Hand. Trotzdem geben sich die Akteure des deutschen Rekordmeisters, dem gegen London Ribery, Schweinsteiger und Boateng fehlen werden, wenig selbstzufrieden. Vom Finale ist erst Recht keine Rede.

Die deutsche Meisterschaft ist nur noch Formsache - jetzt nimmt der FC Bayern München Europas Fußball-Thron fest ins Visier. Das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal soll nach dem 3:1 in London nur eine weitere Durchgangsstation auf dem Weg nach Wembley sein, wo am 25. Mai das Finale steigt.

Doch wie schon in der Liga glänzt der deutsche Rekordmeister vor der Partie am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und live bei uns im Ticker) nicht mit großen Sprüchen. Die Konzentration zu wahren, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, beherrscht der FC Bayern derzeit meisterlich.

"Natürlich will jeder Spieler diesen Titel gewinnen, es ist ein großer Traum von uns. Wir haben viel Selbstvertrauen - wir wissen aber auch: Wir müssen jedes Spiel ernst nehmen, wir sind noch nicht weiter. Wir sind absolut gewarnt. Wir müssen sehr konzentriert sein, so als wenn es 0:0 stehen würde", mahnte Kapitän Philipp Lahm trotz der "guten Ausgangsposition". Man dürfe nicht wieder wie beim 3:2 gegen Düsseldorf "die ersten Minuten verschlafen".

Heynckes glaubt an nicht an Fahrlässigkeit seiner Mannschaft

Auch Trainer Jupp Heynckes blieb der Münchner Linie treu. "Wir hatten in London einen Sahnetag. Trotzdem: Das ist Champions League, Arsenal ist nicht irgendein Klub." Dass seine Profis allzu locker an die Aufgabe herangehen könnten, glaubt der 67-Jährige jedoch nicht: "Ich habe keine Befürchtungen, dass das 3:1 eine Rolle spielt. Meine Mannschaft lässt sich von dem Hype nicht beeinflussen."

Vielmehr erinnerte Heynckes an die Aufholjagd von Arsenal in der vergangenen Saison, als die "Gunners" ein 0:4 im Hinspiel beim AC Mailand fast noch gedreht hätten (3:0). Zudem haben die Bayern selbst vor zwei Jahren leidvolle Erfahrungen gemacht, als sie einen 1:0-Erfolg bei Inter Mailand im Achtelfinale zuhause noch verspielten (2:3).

Doch die Geschichte soll sich nicht wiederholen, auch wenn die Bayern, die in der Liga von Rekord zu Rekord eilen, Personalprobleme plagen. Es fehlen der verletzte Superstar Franck Ribery (Bänderdehnung) sowie die gesperrten Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng. Für Ribery kommt wohl der wiedergenesene Arjen Robben zum Einsatz. Für Schweinsteiger spielt Luiz Gustavo. Boateng wird wie schon in London von Daniel van Buyten ersetzt.

Unabhängig von der Aufstellung steht die Marschroute fest. "Wir müssen sofort klar stellen, dass hier in München für Arsenal nichts zu holen ist", sagte Lahm und ergänzte: "Arsenal muss drei Tore schießen. Das ist eine große Chance für uns, weil wir mehr Räume bekommen."

Arsenal ohne Wilshere und Podolski

Arsenals Trainer Arsene Wenger, der auf Jack Wilshere und auch auf Lukas Podolski verzichten muss , setzt indes auf das Prinzip Hoffnung: "Wir müssen uns jetzt nur alle selbst davon überzeugen, dass wir es schaffen können in München. Wir wollen das Unmögliche möglich machen', sagte der Franzose. Der FC Arsenal müsse versuchen, "dieses Ziel zu erreichen. Es wäre ein großer Befreiungsschlag."

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Für die Bayern wäre es Pflichterfüllung. Angesichts der komfortablen Situation erlaubte sich Nationalspieler Thomas Müller sogar schon einen verstohlenen Blick auf die Auslosung des Viertelfinales am Freitag: "Wenn wir weiterkommen, wovon ich schwer ausgehe, wird es sowieso interessant. Da gibt es noch einige Teams, die unangenehm Fußball spielen können und gefährlich sind."

Rummenigge: "Es ist noch ein langer Weg"

Doch es zeichnet die Bayern anno 2013 aus, dass sie sich trotz des aktuellen Höhenflugs nicht in Träumen ergehen. "Die Champions League verzeiht keine Fehler. Wir genießen großen Respekt in Europa, aber wir sind erst im Achtelfinale. Es ist noch ein langer Weg", unterstrich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Uns steht bis dahin noch viel Arbeit bevor", sagte Präsident Uli Hoeneß und verbat sich Gedanken an das Endspiel.

Müller versprach entsprechend "hundert Prozent Spannung. Wir werden keinen Millimeter nachlassen." Angesichts von 20 Punkten Vorsprung in der Liga "lässt man sich leichter zu Lockerheit verleiten als bei einem Zwei-Tore-Vorsprung".

Nur nicht nachlassen - und sich von nichts und niemandem beeinflussen lassen. Auch das Gerede vom frühzeitigen Gewinn des 23. Meistertitels schon an Ostern ist angeblich in der Mannschaft kein Thema. "Unser Ansporn ist es, die Siegesserie zu halten", meinte Müller. Der FC Bayern habe bisher "Demut und Bescheidenheit gezeigt", fügte Heynckes an, "wir müssen diesen Weg konsequent weitergehen." (sid)

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

München: Neuer - Lahm, van Buyten, Dante, Alaba - Martinez, Luiz Gustavo - Müller, Kroos, Robben - Mandzukic

London:
Szczesny - Sagna, Mertesacker, Koscielny, Vermaelen - Diaby, Arteta - Walcott, Rosicky, Cazorla - Giroud

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