Ex-Profi Idrissou nimmt beim KFC Mannschaft in die Pflicht

Mo Idrissou über Neu-Coach Jörn Großkopf: "Auf dem Platz entscheiden letztendlich wir."
Mo Idrissou über Neu-Coach Jörn Großkopf: "Auf dem Platz entscheiden letztendlich wir."
Foto: Michael Ketzer / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Mohamadou Idrissou steht beim KFC Uerdingen als Starspieler oft im Fokus.
  • Der KFC-Sieg bei Kapellen-Erft verbucht der ehemalige Freiburg-Kicker als Befreiungsschlag.
  • Für Idrissou zählt die Mentalität der Spieler mehr als der neue Trainer.

Krefeld.. Als Starspieler des KFC Uerdingen ist Mohamadou Idrissou immer im Blickpunkt. Die Unruhen nach dem Ende der Winterpause sind aber auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen. Im Interview sprach der Stürmer über den Sieg in Kapellen-Erft und den neuen Trainer.

Uerdingen Mo Idrissou, nach langer Zeit hat der KFC endlich wieder ein Spiel gewonnen und Sie haben auch noch ein Tor erzielt. Wie wichtig war dieser Erfolg für Sie?

Mohamadou Idrissou: "Das war ganz wichtig für den Kopf nach den ganzen Erlebnissen in den letzten Wochen, denn das, was zählt, ist das, was wir Spieler machen. Die ganze Trainergeschichte ist nicht unsere Sache. Wir haben es nun endlich wieder geschafft zu gewinnen. Es war schwierig, aber Sieg ist Sieg. Jetzt müssen wir am Donnerstag wieder gewinnen und dann immer weitermachen."

Nach dem 1:0 wirkte die Mannschaft förmlich freier. War der Sieg nun so etwas wie ein Befreiungsschlag?

Idrissou: "Genau das meine ich, weil nämlich alles zusammenhängt. Wir wissen ein, zwei Tage vorher nicht, wer spielt oder wer aufstellt. Am Samstag haben wir Training mit Gerd (Gotsche, Interimstrainer, Anm. d. Red.) und am Abend kriegen wir eine Nachricht, dass er das nicht mehr weitermacht. Das ist Harakiri. Wir haben das nun irgendwie weggesteckt, obwohl wir nie wussten, wer Trainer ist.

KFC Uerdingen Das hat uns verunsichert, aber wir haben Charakter gezeigt und uns als Mannschaft diesen Erfolg verdient. Wir hatten in letzter Zeit kaum Training, sondern immer nur Teammeetings und Gespräche. Dieses hin und her hat einfach nichts mit Fußball zu tun. Ich verstehe sowieso nicht, warum so viel über den Trainer gesprochen wird. Ein Trainer verliert keine Spiele, er spielt ja nicht. Wir Spieler sind gefragt und ich erwarte, dass wir in den nächsten Wochen genauso weitermachen. Man weiß nie, was im Fußball noch passiert."

Freuen Sie sich denn auf die Zusammenarbeit mit Jörn Großkopf?

Idrissou: "Mich interessiert nicht, wer kommt und wann. Was zählt, sind die Spieler. Er kann uns immer nur seine Taktik beibringen, aber auf dem Platz entscheiden letztendlich wir. Wir freuen uns, egal wer da jetzt kommt. Wenn uns der Trainer nun vorgestellt wird, können wir endlich weitermachen. Bringt den Trainer, überlasst ihm die Mannschaft und dann können wir mit Spaß eine Serie starten."