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EM 2012

Nur milde Strafen für EM-Hooligans

14.06.2012 | 13:41 Uhr
Nur milde Strafen für EM-Hooligans
Auf den Straßen von Warschau eskalierte die Gewalt. Hooligans sorgten für Negativschlagzeilen bei der EM 2012.Foto: imago

Warschau.  Die Ausschreitungen von Warschau bei der Fußball-EM 2012 sind vors Gericht gekommen. Die Richter verurteilten die Krawallmacher jedoch zu vergleichsweise geringen Strafen. Neben einer Haft- gab es fast nur Geldstrafen.

Nach den Hooligan-Krawallen im Vorfeld des EM-Spiels zwischen Co-Gastgeber Polen und Russland hat ein Schnellgericht die ersten Urteile gefällt. Als höchste Strafe sprach das Bezirksgericht Warschau, das am Donnerstag bis zu 90 Fälle behandeln wollte, bislang eine fünfmonatige Haft aus. Weitere Hooligans erhielten Bewährungsstrafen von bis zu zwölf Monaten und eine Geldbuße in Höhe von 500 Zloty (116 Euro).

Polens Sportministerin Joanna Mucha kritisierte die Urteile. 'Wir können die Justiz nicht beeinflussen, aber meiner Meinung nach könnte die Bestrafung härter ausfallen', sagte Mucha am Donnerstag: 'Es ist wichtig, eine Atmospäre zu schaffen, in der klar wird, dass solche Situationen keinen Platz haben.' Am Mittwoch hatten Premierminister Donald Tusk und das Innenministerium ein hartes Durchgreifen gegen die Krawallmacher gefordert.

17 verletzte Polizisten wegen der Krawallen

Die Polizei korrigierte derweil die Zahl der während der Krawalle verletzten Beamten nach oben. 17 Polizisten seien leicht verletzt worden, am Mittwoch war zunächst von zehn die Rede gewesen. 13 Streifenwagen seien zerstört worden. Insgesamt sollen 7000 Polizisten an dem Großeinsatz beteiligt gewesen sein.

Die Polizei hatte 184 Personen festgenommen, darunter 157 polnische Hooligans und 24 aus Russland. Bei den heftigen Auseinandersetzungen, die nach Provokationen polnischer Hooligans während eines Fanmarsches von mehr als 1000 russischen Anhängern zum Nationalstadion entbrannt waren, hatte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen die Hooligans eingesetzt. Die Beamten waren mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Schlagstöcke, Schlagringe und andere Waffen wurden beschlagnahmt.



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