Nach EM-Aus - Tumulte mit 1400 aggressiven Fans in Wuppertal
29.06.2012 | 13:13 Uhr 2012-06-29T13:13:00+0200
Essen. Nach dem EM-Aus der Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Italien dominierte an Rhein und Ruhr bei den Fans eine gefährliche Mischung aus Wut, Enttäuschung und Gewalt. Besonders krachte es zwischen italienischen und deutschen Fans in Wuppertal. Spaghetti flogen. Um Ausschreitungen zu verhindern, musste die Polizei 13 Fans festnehmen - und Pfefferspray einsetzen.
Wut, Enttäuschung , Alkohol, Gewalt. Das klingt nicht nach einer guten Mischung. Genau diese Mischung war es aber, die am Donnerstagabend nach dem EM-Aus der deutschen Nationalmannschaft dominierte. In etlichen Städten in NRW kam es zu kleinen und größeren Aggressionen deutscher wie italienischer Fans. Brennende Bengalos waren diesmal noch vergleichsweise harmlose Polizei-Einsätze.
Zu einem besonders heftigen Polizei-Einsatz kam es in Wuppertal. Auf einer Kreuzung in Elberfeld prallten 800 deutsche Fans und 600 italienische Fans nach einer Public-Viewing-Veranstaltung auf einer Brücke zusammen. Die Fans provozierten sich gegenseitig. Um die aufgeheizte Stimmung zu kontrollieren, nutzte die Polizei Pfefferspray und Straßenabsperrungen. Ein Polizist und dreizehn Fans verletzten sich. Wie schwer die Verletzungen waren, konnte Polizeisprecherin Anja Meis am frühen Freitagmorgen nicht sagen.
27 Festnahmen in Wuppertal
Auf der B 7 bei Wuppertal versammelten sich 2000 italienische Fans, die auch noch mit auf die Kreuzung in Elberfeld stürmen wollten. In der gesamten Wuppertaler Innenstadt kam es zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen deutschen und italienischen Fans. Deutsche Fans warfen mit Spaghetti auf die jubelnden Italien-Fans und riefen ausländerfeindliche Parolen. 100 italienische Fans präsentierte eine nach Polizeiangaben "übergroße Landsfahne", woraufhin 300 deutsche Fans diese an sich ziehen wollten.
Drohende gewaltsame Ausschreitungen konnten in Wuppertal gerade noch verhindert werden - wohl nicht nur aufgrund eines Polizei-Großeinsatzes, sondern auch wegen Regen, der ab 0.30 Uhr heftig über Wuppertal herunterprasselte. Insgesamt gab es in Wuppertal 27 Festnahmen - darunter eine wegen verfassungsfeindlichen Äußerungen - und 18 Strafanzeigen wegen verschiedener Delikte.
Fans werfen Bierflaschen auf Polizisten in Marl
Fünf Festnahmen und sechs Platzverweise hat die Polizei in Recklinghausen und Umgebung beim Public-Viewing zum Halbfinalspiel Deutschland gegen Italien ausgesprochen. In Marl versammelten sich nach dem EM-Spiel etwa 60 Deutschland-Fans auf einer Straße, um gemeinsam Frust abzubauen. Als die Polizei ankam, flogen leere Bierflaschen in Richtung der Beamten. Die Stimmung heizte sich weiter auf, als 25 Italien-Fans jubelnd vorbeischauten. "Gott sei Dank", sagt der Polizeibeamte Udo Wefringhaus, "ist nichts Schlimmeres passiert." Bereits nach dem deutschen Halbfinaleinzug vor einigen Tag war es an der gleichen Stelle in Marl zu unschönen Zwischenfällen gekommen: Ein Kind wurde durch ein bengalisches Feuer leicht verletzt.
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# 34
Jetzt auch noch die Schuld den Italienern zu geben, grenzt doch stark an debilem Schwachsinn. Nee iss klar, die deutschen Fans verhalten sich immer ordnungsgemäß und zurückhaltend. In welcher Welt leben Sie eigentlich??
Die, die Krawall und Schlägereien verursachen, sind zum einem einige besoffene hohlköpfige Fans (die es überall gibt) und dann eben die besagten Krawallos die nur einen Anlass suchen um Stunk zu machen.
Die sind bei diesen öffentlichen Rudelgucken genaus so fehl am Platze wie diese Erfolgs- und Partyfans, die ebenso wenig was mit Fußball am Hut haben sondern nur dorthin gehen, weil es schick ist und sie Party machen können.
16:36
bei so manchem kommentar wird mir schlecht.
wo ist das problem beim public viewing? es kommen menschen zusammen, die gemeinsam ihrem hobby nachkommen. ist in kneipen genauso. schaffen wir die kneiepn ab? nein und auch da sind genug idioten.
idioten gibt es immer und überall und natürlcih beliebt nur (das in letzter zeit vermehrt) negative im kopf hängen.
klar ist nach so einem spiel der frust groß. ich selber war auch total geknickt, hätte aber mit den italienern mit gejubelt, wenn denn nicht permanent auf italienisch und deutsch beleidigt worden wäre.
außerdem muss man bendenken, dass auf der brücke provoziert wurde. und nicht geprügelt. und das die herren in grün/blau gerne mal präventiv etwas übertreiben ist ja bekannt.
alles in allem eine starke em, mit schlechtem ende für uns. glückwunsch an italien, wird aber nur der 2. platz und leider auch mal wieder viele idioten (auf allen seiten)
Die Polizei hat übertrieben. Bei Ihrem Kommentar wird mir schlecht.
15:43
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15:21
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Notdur..äh, Notschrei keine Standesdünkel hat und nochmal daraf hinweist.
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15:15
Mensch da muss man sich ja schämen, Deutscher zu sein.
Wenn man schon verliert, dann bitte mit Anstand und Größe.
Wußten die Leute mit den Nudeln schon vorher, daß wir verlieren oder warum hatten die welche dabei?
Mein Lieblingsgericht ist Pasta Siciliana.... mit den Nudeln wirft man doch nicht *tztztz*
waren roh oder gekocht? Im Falle des ersteren handelt es sich um gefährliche spitze Wurgeschosse ;-)
15:00
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14:51
Unterste Schublade.
14:36
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14:07
...sind in diesem Fall eigentlich mal nicht die Fußball-Fans. Sondern eher die Leute, die normalerweise mit dem Sport nichts am Hut haben, dann aber alle zwei bis vier Jahre aus nationalistischen Gründen aufwachen und sich für den Sport "interessieren". Klar, dass man, wenn es einem nicht wirklich um den Sport geht, sich persönlich beleidigt fühlt, wenn die Mannschaft, von der man ja verlangt, auf sie stolz sein zu dürfen, diese Hoffnung dann enttäuscht.
Leider ist Fußball aber nicht immer nur Party - sondern ein Spiel, bei dem man auch verlieren kann. Das ist aber den Leuten, die nur aus nationalistischen Gründen und um ihren Stolz bestätigt zu bekommen, zugucken, nicht zu vermitteln. Und wenn die Mannschaft schon verliert, dann bitte, nachdem sie kollektiv und lauthals die Hymne mitgegrölt hat....
Im Spiel hat zum Glück der Fußball und damit die Mannschaft gewonnen, die den Mut hatte, offensiv und mit zwei Stürmern statt mit drei defensiven Mittelfeldspielern zu spielen. Nach dem Spiel hat der Fußball verloren - aber das lag nur zu einem geringen Teil an "echten" Fußball-Fans...
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13:55
#49
Nein,vielfach kommentieren hier auch Leute, die niemals Augenzeugen einer solchen Veranstaltung werden können.
Oder sollte man seine Kinder demnächst aus Sicherheitsgründen in einer Sammelstation abgeben?
Der "moderne Fußball" verliert immer mehr an Sportlichkeit und wird zu einer familienfeindlichen Gefahrenzone. Undenkbar mit seinem Nachwuchs einen schönen Tag im Stadion zu verbringen oder sich bei herrlichem Wetter ein Public Viewing Event anzuschauen.
Merkwürdig ist ja, dass nur der Fußball solche unterbelichteten Gestalten anzieht.
Meldungen über derartig randalierende Football/Basketball/Baseball/Handball/Tennis/Pferderennen/Wasserball...-Fans fallen mir spontan nicht ein.
Wie schon gesagt: Fußball - Sport für Unterbelichtete
Dortmund wäre wohl die bessere Wahl gewesen. DA kann man mit der Familie ins Stadion oder zum PV gehen. Vielleicht waren die Dortmunder gelassener, weil sie sich auf den 24. August freuen. DANN gibt es endlich wieder Spitzenfussball zu sehen.