Mädchen, Dribblings und eine Reißleine - Russlands Star Andrej Arschawin

Russlands Spielmacher: Andrej Arschawin (l.).
Russlands Spielmacher: Andrej Arschawin (l.).
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Beim FC Arsenal kam Andrej Arschawin nicht mehr über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Deshalb ließ er sich auf Leihbasis in seine Heimat zurück zu Zenit St. Petersburg transferieren. Um Spielpraxis für die EM zu sammeln. Um an ähnlich gute Leistungen wie bei der Euro 2008 anzuknüpfen.

Moskau/Berlin.. Mit 17 Jahren hatte Andrej Arschawin gute Gründe, sich für ein Studium an der Universität für Technologie und Design zu entscheiden: Es waren die vielen Mädchen, die das Fach studierten, gibt der 30-Jährige heute freimütig zu. Zu jener Zeit begann auch die Karriere des Fußballers Arschawin. Von der Fußballschule „Smena“ direkt in die zweite Mannschaft von Zenit St. Petersburg, mit 19 Jahren feierte er dann seinen Einstand im Profiteam.

10 Fakten Die Doppelbelastung aus Studium und Fußball schadete dem Multitalent nicht. Arschawin fertigte für seine Diplomarbeit einen Freizeitanzug, schloss sein Studium ab und entwickelte gar eine eigene Kollektion. Bei St. Petersburg sorgte der gebürtiger St. Petersburger gemeinsam mit Alexander Kerschakow für Angst und Schrecken in den gegnerischen Strafräumen.

Arschawin eroberte die Herzen der Gunner-Fans

Für 16 Millionen Euro holte ihn Arsenal-Trainer Arsene Wenger 2009 nach London in die englische Premier League. Schnell eroberte der Dribbelkünstler die Herzen der Gunner-Fans. Nicht zuletzt wegen Galaauftritten wie in Liverpool, als er beim 4:4 alle vier Tore erzielte. Auf 28 Tore brachte es Arschawin in den ersten zweieinhalb Spielzeiten. Was folgte, waren in der Saison 2011/12 durchwachsene Leistungen, Arschawin kam nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und musste sich sogar mit dem Einsatz im Reserveteam begnügen. Arschawin zog die Reißleine und ließ sich im Februar 2012 auf Leihbasis in seine Heimat zurück zu Zenit St. Petersburg transferieren.

Vor allem, um Spielpraxis für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zu sammeln, um an ähnlich gute Leistungen wie bei der Euro 2008 anzuknüpfen. Dort erreichte er mit dem russischen Team das Halbfinale, erzielte zwei Tore und wurde am Ende des Turniers ins All-Star-Team gewählt. (dapd)