Löw wie ein "kleiner Klinsmann" - Aber das Risiko mit 26 Spielern
16.05.2008 | 23:43 Uhr 2008-05-16T23:43:00+0200Bisher war Joachim Löw in seiner Amtsführung als Bundestrainer durch und durch berechenbar. Nun wurde er bei der Nominierung des EM-Kaders zum „kleinen Klinsmann”.
Den bisher nur Experten bekannten Marco Marin (19) machte Löw zum „neuen Odonkor”. 2006 wurde David Odonkor von Klinsmann nominiert, obwohl der kaum einen Stammplatz bei Borussia Dortmund hatte. Auch Marco Marin spielte sich in der 2. Liga bei Borussia Mönchengladbach erst zuletzt richtig in den Vordergrund.
Der „neue Kuranyi”, den 2006 die Ausbootung aus dem WM-Kader wie ein Keulenschlag traf, heißt Timo Hildebrand. Der Ex-Stuttgarter galt eigentlich als sichere Nummer 2, hat allerdings beim FC Valencia eine Saison mit Höhen und Tiefen gespielt. Konstanter und besser war in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen René Adler. Insofern ist der Torwart-Tausch aus Leistungsgründen nachvollziehbar.
Es überrascht jedoch der Zeitpunkt. Denn Adler ist nicht erst seit gestern der Überflieger. Löw hätte in den vergangenen Monaten Gelegenheit gehabt, den 23-Jährigen zur Nationalmannschaft einzuladen und gleichzeitig damit auch die etablierten Torhüter darauf vorzubereiten, dass sich in der T-Frage noch etwas tun kann. Jetzt, da der Wechsel Knall auf Fall erfolgt, muss sich Löw den Vorwurf gefallen lassen, dem „Fall Hildebrand” eine unnötige Härte gegeben zu haben.
Mit Adlers Nominierung ist nun auch schon ein Trend für die Zeit nach der EM zu erkennen: Wenn der Torwart-Kampf nach einem möglichen Rücktritt von Jens Lehmann neu ausgerufen wird, hat Adler schon die Nase vor Manuel Neuer und dem neuen Bayern-Torwart Michael Rensing. Löw ist der erste DFB-Trainer seit Franz Beckenbauer 1990, der mit einem größeren Kader in die Vorbereitung startet: Drei Spieler muss er nach dem Trainingslager noch streichen. Beckenbauer hatte ihn davor gewarnt, weil eine solche „Ausscheidung” das Trainingslager stören kann - Löw sieht das anders.
Es zeugt aber auf jeden Fall nicht von großer Entschlussfreudigkeit, dass Löw die endgültige Entscheidung nun bis zum 28. Mai aufschiebt. Da hat Klinsmann ganz anders durchgegriffen.
08:48
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:22
das wird ein Gaudi mit den Deutschen Gurkenlutscher hoffentlich haben sie genug Medikamente dabei danach sind die lutschen wider 7 Monate müde