DFB-Team in Polen gelandet
04.06.2012 | 17:51 Uhr 2012-06-04T17:51:58+0200
Danzig. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist pünktlich in Polen auf dem Lech-Walesa-Flughafen gelandet. Mehrere Schaulustige verfolgten die Landung von Joachim Löws Team. Besondere Ehre wurde Lukas Podolski zuteil, der heute seinen Geburtstag feiert.
Pünktlich gelandet, aber eine klemmende Tür sorgte für eine größere Verzögerung
bei der Abfertigung: Auf die Minute genau landete die deutsche
Fußball-Nationalmannschaft am Montag um 15.05 Uhr auf dem Lech-Walesa-Flughafen
in Danzig, doch dann dauerte es. 17 Minuten mussten Bundestrainer Joachim Löw,
die 23 Nationalspieler und der große Tross der Begleiter des Deutschen
Fußball-Bundes (DFB) warten, bis nach dem 70-minütigen Flug die Vordertür der
neuen Boeing 747-8 zu öffnen war und alle über eine Gangway das brandneue
Flaggschiff der Lufthansa mit dem Namen "Brandenburg" verlassen
konnten.
Kein Roter Teppich, kein Begrüßungskomitee, keine Musikkapelle
wie so oft bei derartigen Anlässen erwartete die deutsche Mannschaft, als ihre
Mission Titelgewinn bei der Europameisterschaft mit Betreten des polnischen
Bodens ganz offiziell begonnen hatte. Das Ganze war letztlich vor allem ein
PR-Termin für die Fluggesellschaft. Aus DFB-Sicht war die Aktion sogar ein recht
fragwürdiger Vorgang, weil das Flugzeug mit rund 500 Plätzen nur zu etwa einem
Drittel besetzt war - mit der DFB-Delegation, der Lufthansa-Crew und einigen
Medienvertretern.
Damit war die Umweltbilanz der Reise von Frankfurt am
Main nach Danzig wenig effektiv. "Benders, da ist noch Pfand drauf" - der DFB,
der sich unter anderem mit einem solchen Motto für den verantwortungsvollen
Umgang mit Ressourcen als besonders Umwelt verantwortlich präsentieren möchte,
verstieß mit der Anreise in einem nur zur Hälfte besetzten Riesen-Jumbo gegen
diese selbst gesetzten Ansprüche.
Comedian Steffen Müller gratulierte Geburtstagskind Podolski
Mehrere hundert Schaulustige
erwarteten vor dem Abfertigungsgebäude hinter Zäunen die Mannschaft, die auf dem
Rollfeld sofort in einen von der Europäischen Fußball-Union (UEFA)
bereitgestellten Bus stieg und schließlich 30 Minuten nach der Landung,
eskortiert von sieben Wagen, direkt in das Hotel Dwor Oliwski, dem Basisquartier
für die EM in Polen und der Ukraine fuhr. Die Fans bekamen das Team nur flüchtig
durch die Busfenster zu sehen.
Der Flug verlief ruhig. Steffen Müller
rief "Dzien dobry", zu deutsch "Guten Tag". Der Deutsche ist ein in Polen sehr
berühmter Comedian, der den Nationalspielern noch ein paar launige Worte zum
EM-Gastgeberland erzählte und sie passend einstimmte. Am Abend sollte Müller das
öffentliche Training im Lech-Danzig-Stadion vor erwarteten 10.000 Zuschauern
moderieren.
In der "Brandenburg", die nach ihrem Jungfernflug nach
Washington am vorigen Freitag diesmal kaum ausgelastet war, gratulierte Müller
dem prominenten Geburtstagskind. Lukas Podolski feierte am Tag der Rückkehr in
sein Geburtsland seinen 27. Geburtstag. Er bekam ein Geschenk mit unbekanntem
Inhalt. Später solle er, verriet ein DFB-Mitarbeiter, den obilgatorischen
Geburtstagskuchen bekommen. (dapd)
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