Berti Vogts hätte vor dem EM-Start besser geschwiegen
01.06.2012 | 19:51 Uhr 2012-06-01T19:51:00+0200
Essen. „Die Pflicht eines Fußball-Nationaltrainers in Deutschland ist es, einen Titel zu holen“, hat Berti Vogts Joachim Löw nun in Erinnerung gerufen. Vogts hat zwar 1996 den letzten (EM-) Titel für Deutschland geholt, steht aber eher für eine Ära, die von zwei WM-Desastern geprägt war. Ein Kommentar.
Vielleicht war es ja nur Zufall, dass sie beim Länderspiel gegen Israel auf der Tribüne in Leipzig nebeneinander saßen. Allerdings: Gepasst hat es schon. Haben doch Lothar Matthäus und Berti Vogts viele Gemeinsamkeiten. Große, erfolgreiche Spieler, die als Trainer mehr oder weniger dramatisch gescheitert sind. Und die sich, sobald sie das Wort ergreifen, regelmäßig um Kopf und Kragen zu reden pflegen.
Und so kann es niemanden mehr wundern, dass Berti Vogts unmittelbar vor dem EM-Start mit Joachim Löw einen seiner Nachfolger noch einmal öffentlich daran erinnert hat, es sei „die Pflicht eines Nationaltrainers in Deutschland, einen Titel zu holen.“ Da glaubt offenbar jemand, der 1996 eher zufällig, auf jeden Fall aber überaus glücklich, mit dem deutschen Team Europameister geworden ist, aus der Position eines vermeintlichen Erfolgstrainers daherreden zu können. Dabei verbindet sich mit der Ära Vogts vor allem eine der schlimmsten Phasen des deutschen Fußballs mit den WM-Desastern 1994 und 1998.
Während sich seinerzeit die wahren Fußballfreunde in Scharen und mit Schaudern von der Nationalmannschaft abwendeten, hat es Joachim Löw in der Nachfolge von Jürgen Klinsmann, der bei aller (späteren) Kritik unstrittig für die Aufbruchstimmung im deutschen Fußball steht, geschafft, den Fans wieder Spaß an der Nationalmannschaft zu vermitteln.
Dass sich gleichwohl ein deutscher Fußball-Bundestrainer selbst mit noch so attraktivem Fußball auf Dauer nur halten kann, wenn irgendwann auch ein Titel herausspringt, ist eine Binsenweisheit. Die auszusprechen sich gerade Vogts besser verkniffen hätte. Aber vielleicht hat er Löw damit ja sogar einen Gefallen getan. Wissen doch die Fans spätestens seit den Zeiten des Bundestrainers Vogts: Titel sind nicht alles ...
15:39
nicht nur vor dem em start.
viel bescheuerter war seine aussage zum manager eberl von borussia mönchengladbach
weil er zufällig mit dem Fahrrad an der Geschäftsstelle vorbeigefahren sei wäre er manager geworden.
ich denke die damalige reaktion der leverkusener fans mit folgendem spruchband passt wie ars- auf eimer
lieber ne nase koks als berti vogts-
15:11
Berti Vogts mach mir den eindruck als wisse er nicht mehr
was er von sich gibt im Audi Talk erzählt er das Robben
in Barcelona gespielt hat und das er da vorzeitig gehen musste
ich würde Vogts raten mal einen guten Neurologen aufzusuchen
17:09
Plaudertauschen? Doch wohl eher Dummschwätzer. Der Kommentar wollte doch nur darauf hinweisen, dass sich jemand mit einer Trainer-"Karriere" wie die von Vogts besser mit Bemerkungen zurückhalten möge, die nichts anderes signalisieren sollen als: "Seht her, ich habe einen Titel geholt, Das soll mir der Jogi erst mal nachmachen."
Mit dem Fußball, der seit 2006 unter Löw gespielt wurde, konnte sich Deutschland jedenfalls in der Welt besser sehen lassen als mit den meisten Darbietungen während der Ära Vogts.
Im Übrigen: Dass auch der Kaiser ein klassischer Dummschwätzer ist, versteht sich doch wohl von selbst.
15:11
Natürlcih sind viele Äußerungen dieser Plaudertaschen überflüssiger als Wasser.
Aber was soll dieses Herabwürdigen des EM-Titels 1996? "....jemand, der 1996 eher zufällig, auf jeden Fall aber überaus glücklich, mit dem deutschen Team Europameister geworden ist,...... "
Das, lieber Herr Schüssler, ist absolut unterste Schublade, ganz egal, wie man zu Herrn Vogts steht.
Und das ist schlimmer als Bertis Aussagen.
Im übrigen darf man daran erinnern, dass Bertis Vorgänger, der überaus kluge Kaiser Franz, ihn mit den Worten "diese Nationalmannschaft ist auf Jahre unschlagbar" unter ungleich höheren Druck gesetzt hat.
gut geschrieben und ich kann mir meinen Kommentar sparen