EM 2020 in verschiedenen europäischen Städten
06.12.2012 | 17:44 Uhr 2012-12-06T17:44:00+0100
Lausanne. Die Europameisterschaft 2020 wird in mehreren europäischen Städten ausgetragen. Das gab die Europäische Fußball-Union UEFA auf einer Sitzung in Lausanne bekannt. Nach derzeitigem Stand könnten mindestens drei der Spiele in Deutschland ausgetragen werden.
Die französische Revolution durch UEFA-Präsident Michel Platini beschert Europa eine einmalige Europameisterschaft 2020 . Die Europäische Fußball-Union richtet die Titelkämpfe in acht Jahren auf dem ganzen Kontinent aus, in wahrscheinlich 12 oder 13 Metropolen. Auch die deutschen Fans dürfen sich nach dem Sommermärchen der WM 2006 wohl wieder auf Heimspiele freuen.
Vorschlag von Präsident Michel Platini
"Das Turnier im Jahr 2020 wird nach einem heutigen Beschluss auf dem gesamten Kontinent in verschiedenen Großstädten Europas ausgetragen", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino nach einer Sitzung des Exekutivkomitees mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger am Donnerstag. Infantino bezeichnete das Turnier als eine "Euro für Europa".
"Wir haben die Entscheidung des Exko so erwartet und bewerten sie absolut positiv", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Die Kommission für Nationalverbände, der auch ich angehöre, hat nun die Aufgabe das Konzept für die EM 2020 weiter zu entwickeln. Eines kann ich jetzt schon ankündigen: Wir werden uns auf jeden Fall mit einer deutschen Stadt bewerben."
Der Beschluss des europäischen Fußball-Verbands Uefa, die Euro 2020 über den ganzen Kontinent zu verteilen, klingt charmant – dabei zerstört er das Besondere eines solchen Turniers. Ein Kommentar von Dirk Graalmann.
Nach derzeitigem Stand könnten mindestens drei der Spiele in Deutschland ausgetragen werden. Sollte sich die deutsche Nationalmannschaft qualifizieren, könnte sie ihre Gruppenspiele in Berlin austragen. "Die Finalwoche soll in einer Stadt stattfinden, die UEFA denkt da an Istanbul", hatte Niersbach bereits vor zwei Wochen gesagt.
"Ich halte diese Entscheidung in Zeiten eines vereinten Europas für gut", sagte Karl-Heinz Rummenigge in seiner Funktion als Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA auf SID-Anfrage: "Außerdem zwingt man so in Zeiten der Eurokrise nicht ein, zwei Länder dazu, Geld in infrastruktuelle Maßnahmen zu stecken, sondern greift auf bestehende Strukturen zurück. Ich hoffe und wünsche mir, dass München als einer dieser Austragungsorte nominiert wird."
Michel Platini hatte sich dafür stark gemacht, die EM im 60. Jahr ihres Bestehens "in 12 oder 13 Städten über Europa verteilt" auszutragen. Die Organisation sei deutlich einfacher, argumentierte der französische Europameister von 1984. Man müsse "keine Flughäfen oder zehn Stadien" in einem Land bauen.
Der Bewerbungsprozess für die Ausrichtung beginnt Anfang des kommenden Jahres und dauert zwölf Monate. Die Entscheidung, wer an der EM beteiligt sein wird, fällt im Frühjahr 2014, sagte Generalsekretär Infantino: "Für die Fans wird das fantastisch sein. Bei komplizierten Reisen werden wir etwas machen. Aber wir machen das ja für die Fans, denn wir wollen die Euro zu den Fans bringen, nicht die Fans zur Euro."
Laut Platini gilt die Entscheidung "nur für 2020"
Die einzige Gegenstimme bei der Sitzung in Lausanne kam aus der Türkei, die das Turnier ursprünglich als alleiniger Gastgeber ausrichten wollte. 'Die Rückmeldungen der nationalen Verbände waren äußerst positiv', sagte Infantino.
Für die Ewigkeit solle die EM auf dem gesamten Kontinent allerdings nicht sein, so Platini: "Die Entscheidung gilt nur für 2020. Das wird nicht immer so sein. Stand heute ist für die Zukunft alles offen." Die nächste Europameisterschaft findet 2016 in Frankreich statt. Erstmals nehmen 24 Teams teil. Zehn Städte haben sich für die Austragung beworben. (sid)

10:34
Über diese Idee kann man ja grundsätzlich geteilter Meinung sein. Die vorhandene Infrastruktur nutzen , um gigantische Kosten zu sparen, nicht schlecht.
Aber das schon jetzt von Berlin und München als deutsche Austragungsorte gesprochen wird, ist die Frechheit schlechthin.
Im Ruhrpott leben die besten Fußballfans und mit Dortmund hat der Pott ein Superstadion anzubieten.
(bevor jetzt wieder die üblichen Angriffe kommen, ich bin blau/weiß)
Richtig!
Wenn mind. 3 deutsche Austragungsorte möglich wären, muß der DFB sich mit einem Stadion aus dem Westen bewerben..
Ob jetzt Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf oder Köln sei mal dahingestellt..
08:37
Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, soll ja auch nicht auf Dauer sein.
Was hat es in den letzte Jahren für Diskussionen gegeben, auch die WM betreffend, dass die Gastgeber nicht rechtzeitig mit dem Stadionbau abschließen werden, dass noch keine Infrastruktur bereit steht etc. Findet meinetwegen in Berlin, oder Madrid ein Spiel statt, wird man sich auch nicht mit derart überzogenen Unterkunftspreisen rumschlagen müssen, wie in Polen/Ukraine.
01:33
Alle echten Fans raus aus den Stadien, die Elite unter sich. Mit dem Flieger anreisen und direkt wieder raus aus dem Land, kein Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, keine Freunde finden. Rein aus kommerziellen Gründen geplant. Sicherheitskonzept : Fans nach Spielschluss raus aus dem Land.
00:01
Diejenigen, die diese Schnappsidee nun umgesetzt haben,
kommen ja auch von verschiedenen Planeten.
23:20
Die Vereinigten Staaten von Europa grüßt seine Fussball-Fans....Alles nur predictive programming um die Menschen weiter an die EUSSR zu gewöhnen. Platini setzt nur Befehle um....
20:09
Hier geht es doch nur um Kohle machen. Diese geldgeile UEFA mit diesem Blatternachbau sollte dann sämtliche Kosten übernehmen, Stadionmieten Polizeieinsätze
alles sollte bezahlt werden.Und unser toller DFB machtda noch mit, Klümmchenverein.
19:53
#1
Genieß nochmal die letzte EM 2020. Dauert eh nicht mehr lange und wir dürfen bei ner WM die Einheitsauswahlmannschaft der EUdSSR bewundern
18:22
Schwachsinn³ und ein Schlag ins Gesicht für alle Fans.
18:12
Naja. Lt. Spiegel-Online wird davon ausgegangen, daß man "keine Stadien oder Flughäfen bauen" müsse, also bereits bestehende oder geplante Flughäfen nutzen könne. Für Berlin dürfte sich das Thema damit erledigt haben.
Der Flughafen ist bis dahin eh zu klein, wenn er überhaupt eröffnet wird oder wurde. Nachtflugverbot? Dann kommen ja die UEFA-Leute gar nicht zum Feiern vom Acker oder zum Wecken wieder pünktlich zurück ...
18:12
einfach nur Mist, aber die Fan-Meinung interessiert Herrn Platini ja eh nicht! Die nächste Idee ist bestimmt, dass die Qualifikation ausfällt - damit alle Länder in der Endrunde spielen können!
Woher wissen Sie, dass "die Fans" das "einfach nur Mist" finden? Ich denke, die Idee hat was.
Ich kenne keinen der diese Idee gut findet! Wenn so ein Turnier in nur einem Land (höchstens in zweien) ausgetragen wird, dann kommt ja wohl eine bessere Turnieratmosphäre auf!