Eintracht Frankfurt in Rage über "Düsseldorfer Methode"
14.02.2012 | 18:20 Uhr 2012-02-14T18:20:26+0100
Düsseldorf. Eintracht Frankfurt tobt auch einen Tag nach 1:1 im Spitzenspiel der 2. Bundesliga. Der Trainer der Hessen, Armin Veh, beschimpft Fortunas Torjäger Sascha Rösler als "Rotzlöffel".
Auch einen Tag nach dem Punktverlust gegen Fortuna Düsseldorf durch einen späten Elfmeter hatten sich die Gemüter der Frankfurter noch nicht beruhigt: "Das war keiner. Wenn man so einen Elfmeter in der 90. Minute gibt, dann tut's mir leid", giftet Trainer Armin Veh am Dienstag. Tags zuvor war er nach dem Verweis von Schiedsrichter Felix Brych schon fluchend und mit hochrotem Kopf in die Kabine geflüchtet. Da wetterte er: "So eine Scheiße." Die Pressekonferenz nach dem Spiel ließ er aus, um sich "selbst zu schützen". Einen Tag danach fand er seine Stimme wieder - und schoss sich erneut auf Düsseldorfs Sascha Rösler ein.
Wäre der Schlussakkord eines bis dahin zwar kämpferisch starken, aber spielerisch schwachen Spitzenspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und der Eintracht für die Hessen nicht so traurig gewesen, Veh hätte am Tag danach einfach nur über Röslers Provokationen gegrinst. Was für eine Ironie, dass die Gastgeber, am Rande der Niederlage, in der Nachspielzeit per Foulelfmeter zum etwas glücklichen 1:1 (0:0) kamen. Die Fortuna und die Elfmeter. Für die Eintracht eine unerträgliche Geschichte. Bereits Tage vor dem Zweitliga-Spitzenspiel hatte Veh den Gegner als "Schauspieltruppe" bezeichnet, Rösler "Fallsucht" unterstellt.
Veh: "So was gehört sich nicht im Sport"
Rösler fiel in der Schlussminute allerdings nicht, der eingewechselte Timo Furuholm ging nach einem Zweikampf mit Frankfurts Bamba Anderson zu Boden. Schiedsrichter Brych ließ zunächst weiterlaufen, zeigte nach Protesten und der Rücksprache mit seinem Assistenten Jan Hendrik Salver aber doch auf den Punkt. Fortunas Trainer Norbert Meier nahm den Unparteiischen in Schutz: "Respekt, dass der Assistent das sieht und sogar vertritt." Brych wollte sich nach dem Spiel nicht äußern und verschwand schweigend.
Jens Langeneke blieb in der aufgeheizten Atmosphäre gewohnt cool und verwandelte den elften Elfer der Fortuna in dieser Saison sicher. Nach dem Ausgleich brachen auf dem Spielfeld alle Dämme, beide Mannschaften vergaßen ihre guten Manieren, von Vorbildfunktionen ganz zu schweigen. Rösler "flüsterte" Veh nach provokanten Gesten in Richtung Frankfurter Bank noch ein paar nette Worte zu, provozierte Veh schließlich weiter mit den Worten "Komm doch, komm doch her". Veh sagte dazu am Dienstag: "Was soll ich mich von so einem Rotzlöffel beschuldigen lassen? So was gehört sich nicht im Sport."
Fortuna Düsseldorf hat die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert - mit einem Foulelfmeter. Für große Aufregung hatte dabei in der Schlussminute Schiedsrichter Felix Brych gesorgt. Der Unparteiische sorgte mit dem zu Unrecht gegebenen Foulelfmeter für den Düsseldorfer Ausgleich.
Torschütze Langeneke stellte sich auf die Seite seines streitbaren Mitspielers. "Ich kann ihm da keinen Vorwurf machen, wenn man vor dem Spiel so unsportlich angegangen wird - einige würden ihn für die Aktion wahrscheinlich sogar noch feiern", sagte Langeneke, mit nunmehr neun Treffern vom Punkt der beste Schütze des Tabellenführers. "Ich fühle mich von Sascha Rösler betrogen", sagte Veh. Aber er kritisierte auch die eigene Mannschaft: "Wenn wir da schnell weiterspielen, ist nix los und keine Zeit zum lamentieren."
Fortuna wieder an der Spitze
Dass die Fortuna durch das Remis nach der schön herausgespielten Frankfurter Führung durch Benjamin Köhler (69.) mit 44 Punkten vor der SpVgg Greuther Fürth (43) und der punktgleichen Eintracht auch nach dem 21. Spieltag an der Spitze steht, ging in dem ganzen Trubel beinahe unter. "Nach meinem Empfinden war es kein Spitzenspiel. Wir müssen uns für den Elfer aber nicht anpöbeln lassen", sagte Manager Wolf Werner. Auch in dessen Richtung legte Veh nach: "Ich habe jeglichen Respekt vor ihm verloren."
Und auch Heribert Bruchhagen stimmte mit ein: "Die Düsseldorfer haben 90 Minuten auf den Schiedsrichter eingewirkt", sagte der Eintracht-Manager und wiederholte seine Aussage vom Vortag: "Das hat Methode. Und diese Methode hat anscheinend Erfolg." (dapd)
06:53
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20:10
hap ghärt beidä fahrn auch schwartz mit der strasnbahn
20:08
Trainer Norbert "Kopfstoss" Meier, Sascha "Ich fall dann mal um" Rösler als Leitfigur: Düsseldorf an der Tabellenspitze ist ein Witz.Trost:weder der eine noch der andere
hat bewiesenermaßen Erstligaformat.
19:25
da kann man dem veh nur beipflichten. ich gönne der röslerschauspielertruppe den 4. platz mit einem tor rückstand auf PB. aber wenigstens sport1 feiert ihn noch als "type", einfach nur lächerlich.
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