Ein ganz fantastische WM

Trotz der Gerüchte über eine Manipulation bei der Vergabe der WM 2022 hat Karl-Heinz Rummenigge - hier (2.v.l.) bei einer Stadionbesichtigung in Doha -  Ausrichter Katar überschwänglich gelobt.
Trotz der Gerüchte über eine Manipulation bei der Vergabe der WM 2022 hat Karl-Heinz Rummenigge - hier (2.v.l.) bei einer Stadionbesichtigung in Doha - Ausrichter Katar überschwänglich gelobt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Um wenige Ereignisse im Fußball ranken sich so viele Spekulationen wie um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 nach Katar. Die ist aus mehreren Gründen umstritten. Das Turnier wird bis jetzt zuerst mit dem Wort Korruption in Verbindung gebracht. Ein Kommentar.

Essen.. Kann man sich das vorstellen? Da sitzt Uefa-Präsident Michel Platini eines schönen Abends mit Nicolas Sakorzy zusammen, man diniert gemeinsam mit dem Emir von Katar, und ein paar Wochen später stimmt Platini bei der Vergabe der WM 2022 für Katar? Man kann.

Fußball Es wird gerade in diesen Tagen viel gesprochen über Korruption im Fußball, und wer daran glaubt, erwähnt gerne, dass an besagtem Abend auch über milliardenschwere Investitionen Katars in Frankreich geredet worden sein soll. Um wenige Ereignisse ranken sich im Fußball jedenfalls so viele Spekulationen wie um die Vergabe der WM 2022 in die Wüste, die aus politischen, ethischen und schließlich auch aus handfesten klimatischen Gründen umstritten ist.

Rummenigge schwärmt in höchsten Tönen

Aber was soll man sich über mögliche Hintergründe von Platinis Stimmabgabe aufregen? Bei Karl-Heinz Rummenigge hat ein Besuch in Katar gereicht, um ihn, trotz aller Untersuchungen und trotz aller Kritik an der skandalumwitterten Vergabe, in den höchsten Tönen schwärmen zu lassen. Die Welt, sagt der Bayern-Chef, könne eine fantastische WM erwarten.

Was die Welt dagegen von Karl-Heinz Rummenigge offenbar nicht mehr erwarten kann: auch nur einen Hauch von Zurückhaltung angesichts eines Turniers, das bis jetzt zuerst mit dem Wort Korruption in Verbindung gebracht wird.