Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Leistungscheck:

Faro.. Weidenfeller: Von wegen ruhiger Abschiedsabend: Musste mehrfach wachsam sein, rettete gegen Gosling (30.) und Lee Casciaro (56.).

Rudy: Auf der Außenbahn ständig bemüht. Wusste mit seinen Freiheiten aber nicht viel anzufangen. Wird sich künftig mehr beweisen müssen.

Boateng: Premiere als Ein-Mann-Abwehr. Musste in manches Laufduell. Dabei souverän. Schmerzhafter Zusammenprall mit Schweinsteiger.

Hector: Holte den Elfmeter heraus. Sonst mit wenig Offensivaktionen. Muss sich wie Rudy mutiger ins Spiel einbringen.

Schweinsteiger: 1. Elfmeterfehlschuss im 111. Länderspiel. Präsent, aber ohne den großen Mumm. Braucht die Sommerpause dringend.

Gündogan: Versuchte es mehrfach mit Fernschüssen. Leichter ging's aus Nahdistanz (51.). Erstes DFB-Tor nach Verletzungspause. 66. raus.

Bellarabi: Lief viel und versuchte, Löcher zu reißen. Der letzte Pass gelang nicht - dafür aber das Premieren-Tor (57.) im DFB-Trikot.

Herrmann: Hatte mehrfach die Chance zum ersten Länderspiel-Tor. Vergab aber entweder überhastet (40.) oder zu lässig (44.).

Özil: Ein Auftritt ohne große Lust. Bezeichnend, wie er eine Riesenchance (44.) liegen ließ. Nach der Pause mehrfach Vorbereiter.

Schürrle: Deutlich besser als gegen die USA. Fand als erster die Lücke in der roten Wand (29.) und schaffte seinen zweiten Dreierpack.

Götze: Nach einer halben Stunde mit lädiertem rechten Oberschenkel raus. Bis dahin ohne Durchschlagskraft im Angriffszentrum.

Kruse: Kam für Götze. Vergab nach Pause zuerst Großchance. Dann gelang der erste Doppelpack im Adler-Dress. Ein guter Auftritt.

Podolski: Kam für Herrmann (56.). Konnte auch in Länderspiel Nummer 125 wenig Argumente für eine Fortsetzung der DFB-Karriere liefern.

Khedira: Bekam noch gut 20 Minuten Einsatzzeit. Eine gute Chance (75.). Die fehlende Fitness will er sich nach dem Urlaub zurückholen.