DFB verdächtigt nun Schiedsrichter aus Waltrop
22.12.2009 | 00:02 Uhr 2009-12-22T00:02:00+0100
Essen.Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verdächtigt im aktuellen Fußball-Wettskandal Schiedsrichter Cetin Sevinc aus Waltrop (Regierungsbezirk Münster) der Manipulation. Das geht aus aktuellen Medieninformationen hervor. Der 27-Jährige Sevinc war beim Zweitligaspiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen 1860 München (0:1) am 6. Dezember als Schiedsrichter-Assistent im Einsatz.
Der Fußball-Wettskandal geht in seine nächste Runde: Wie die „Bild“-Zeitung am späten Montagabend berichtet, verdächtigt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nun den 27-jährigen Schiedsrichter Cetin Sevinc aus Waltrop (Regierungsbezirk Münster) der Wettmanipulation. Sevinc war am 6. Dezember beim Zweitligaspiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen den TSV 1860 München als Schiedsrichter-Assistent im Einsatz.
„Dieser bedauerliche Verdacht ist dem DFB seit einigen Tagen bekannt, und wir haben alle unsere diesbezüglich ermittelten Erkenntnisse bereits der Staatsanwaltschaft in Bochum übermittelt“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. „Es liegen neue Beweismittel vor, die den Tatverdacht gegen den Schiedsrichter leider sehr stark erhöhen. Für den Schiedsrichter gilt die Unschuldsvermutung. Sollte sich der Verdacht der Spielmanipulation jedoch bestätigen, kann dies das Ende seiner Laufbahn als Unparteiischer bedeuten. Und ich hoffe, dass er dann auch strafrechtlich angemessen bestraft wird“, so Zwanziger weiter.
Als bei der Partie der Oberhausener gegen 1860 München Wettalarm ausgelöst wurde, nannte offenbar ein Informant auch den Namen von Cetin Sevinc als einer der Beteiligten der Manipulation. Zudem gibt es offenbar eine eidesstaatliche Versicherung eines Zeugen. Ihm gegenüber soll Sevinc geprahlt haben, über einen Mittelsmann bei Live-Wetten auf eigene Spiele zu setzen. Der DFB und die Staatsanwaltschaft Bochum ermitteln jetzt.
Gegenüber „Bild“ stritt Cetin Sevinc am Montag sowohl Spielmanipulationen als auch Wetten auf eigene Spiele ab: „Alles völliger Unsinn! Ich habe mir nichts vorzuwerfen, habe nichts zu verbergen.“
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