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DFB-Team konnte Österreicher nicht klein machen

12.09.2012 | 19:10 Uhr
DFB-Team konnte Österreicher nicht klein machen
Thomas Müller und Mesut Özil jubeln nach dem Elfmetertor zum 2:0.Foto: Getty Images

Wien.  Die deutsche Nationalmannschaft gewann das WM-Qualifikationsspiel in Österreich glücklich mit 2:1. Das DFB-Team schaffte es nicht, die Österreicher klein zu machen. Aber zu drei Punkten hat es noch gereicht. Ein Kommentar.

Die Bundesliga würde ihren Ruf als stärkste Liga der Welt sofort verlieren, wenn sie nicht so ausgeglichen wäre, wenn eine qualitativ schlechter besetzte Mannschaft an einem guten, an einem glücklichen Tag nicht gegen die qualitativ besser besetzte gewinnen könnte. Die WM-Qualifikationspartie der deutschen gegen die österreichische Auswahl war eine Partie, in der außerordentlich hochwertige Bundesliga der hochwertigen Bundesliga begegnete. Gesiegt hat das Außerordentliche. Aber dieser Sieg war glücklich.

BVB/Nationalelf
Dortmunds Marcel Schmelzer darf in der Nationalelf bleiben

Der gute Name von BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer ist nach der Österreich-Reise mit der Nationalelf wieder ein bisschen lädiert. Doch Bundestrainer Joachim Löw hat auch mit anderen Meisterspielern aus Dortmund Probleme.

Gibt es irgendwas daran herumzukritteln? Glauben wir nicht auch Spieltag für Spieltag, dass die Bremer (mit den Österreichern Arnautovic, Junuzovic, Prödl) eine Chance gegen die Bayern (mit den Deutschen Neuer, Lahm, Badstuber, Müller, Kroos) haben? Wenn sie nur von Leidenschaft angetrieben werden. Wenn sie sich nur auch diszipliniert, strukturiert, inspiriert präsentieren. Und wenn sie eine satte Portion Glück auf den Teller bekommen.

Es hat noch zu drei Punkten gereicht

Das Glück wird im Fußball allerdings nicht gern zur Begründung für Ergebnisse hervorgekramt. Irgendetwas lässt sich schon finden, um ein Spiel zu rationalisieren, in der beide Parteien auf Augenhöhe (Achtung: Bundestrainerwort! ) unterwegs waren. Es geht dabei um Erkenntnis. Es geht dabei darum, sich vor allem über den Personalstand der Dinge zu vergewissern und Schlüsse zu ziehen, wie die Zukunft noch besser gestaltet werden könnte.

Nationalelf gewinnt 2:1

Der Personalstand der Dinge wird aber mit der allerhöchsten Wahrscheinlichkeit genau so bleiben, wie er ist. Schmelzer hat nervös agiert, Hummels hat Fehler gemacht, Reus hat nicht weniger, aber auch nicht viel mehr zur Partie beigetragen als einen Treffer. Und Müller, Özil, Badstuber, selbst Khedira bewegten sich auf der mittleren Ebene. Sie haben es allesamt nicht geschafft, die Österreicher klein zu machen, weil die einfach nicht groß waren an diesem Abend. Aber zu drei Punkten hat es gereicht. Und das ist ganz altdeutsch noch immer aller Ehren wert.

Frank Lamers

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