Nationalelf
DFB-Team feiert Fußball-Party in Köln
07.09.2010 | 22:52 Uhr 2010-09-07T22:52:00+0200
Köln.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch die zweite Aufgabe in der EM-Qualifikation zufriedenstellend gelöst. Die DFB-Elf besiegte Aserbaidschan mit 6:1.
Wer als Kölner Fußballfan Lukas Podolski in Topform erleben und erfolgreichen Fußball im eigenen Stadion sehen will, der muss hingehen, wenn die Nationalmannschaft spielt. Die erfüllte am Dienstagabend auch ihre zweite Pflichtaufgabe in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 absolut zufriedenstellend: Gegen Aserbaidschan gab es ein 6:1 – und Podolski durfte sich von 43700 Zuschauern als bester deutscher Spieler feiern lassen.
Nach dem 1:0 am Freitag in Belgien hatte Joachim Löw nur einen Neuen in die Anfangsformation berufen: Für den verletzten Marcell Jansen spielte Sascha Riether. Eine Überraschung, der schon 27 Jahre alte Wolfsburger hatte erst vor einem Monat beim 2:2 in Dänemark in der Nationalelf debütiert. Der Bundestrainer baute für den Rechtsverteidiger sogar die Abwehr um: Philipp Lahm musste nach links rücken. Kein Vertrauensbeweis also für Heiko Westermann, der Löw in der zweiten Hälfte in Brüssel nicht hatte überzeugen können.
Schon nach elf Minuten aber kam der neue Hamburger doch ins Team – als Innenverteidiger, weil Per Mertesacker nach einem Zusammenprall mit Vagif Javadov wegen einer Platzwunde unter dem linken Auge ausgewechselt werden musste.
Die von Berti Vogts trainierten Männer aus dem Kaukasus kämpften tapfer. Wie erwartet hatte ihnen der Taktik-Routinier einen Betonmischer mit aufs Feld gegeben. Gleich zwei Abwehrriegel versperrten den Deutschen anfangs den Zugang zum Tor.
Es ging also darum, Geduld zu bewahren, wie beim Handball um den Strafraum herumzuspielen und immer wieder Lücken zu suchen. Als Pfadfinder tat sich dabei besonders der von den Fans angefeuerte Lukas Podolski hervor. Er hatte sich offensichtlich die Worte des Bundestrainers, der ihm nach dem enttäuschenden Auftritt in Belgien die Leviten gelesen hatte, zu Herzen genommen. Der Kölner intensivierte das Tempo über die linke Seite, setzte die Mitspieler ein, suchte auch selbst den Abschluss, hatte Pech mit zwei scharfen Fernschüssen.
Westermann schaffte den Durchbruch
Den Durchbruch schaffte dann in der 28. Minute aber zunächst der aufgerückte Heiko Westermann, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten: Nachdem ihm Miroslav Klose den Ball direkt vor dem Tor perfekt aufgelegt hatte, schoss er zuerst noch Torwart Kamran Aghayev an, den Nachschuss brachte er dann im Netz unter.
In der 45. Minute wurde dann aber auch Lukas Podolski belohnt: Er spielte Doppelpass mit Mesut Özil und vollendete den vorbildlichen Angriff mit einem kernigen Flachschuss. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte Podolski nach perfektem Pass von Holger Badstuber sogar seinen zweiten Treffer nachlegen können, selbstlos aber setzte er Miroslav Klose in Szene, der nur noch die Fußspitze hinzuhalten brauchte – 3:0, ein beruhigender Pausenstand.
Das 4:0 in der 53. Minute besorgte nach Flanke von Sami Khedira Aserbaidschans Kapitän Rashad Sadygov per Eigentor. Nur zwei Minuten später revanchierten sich die Deutschen und beschenkten ihre Gäste. Nach einer Ecke griff der bis dahin weitgehend beschäftigungslose Manuel Neuer nicht entschlossen zu, er faustete den Ball vor den Rücken von Rail Malikov – und danach wunderte sich der Torhüter darüber, dass die Kugel im Tor lag.
Leichtsinnig aber wurden Aserbaidschans Spieler deshalb nicht. Nach wie vor lockerten sie nicht die Reihen, trotzdem kamen die Deutschen noch zweimal zum Ziel: Holger Badstuber traf in der 85., Miroslav Klose in der 90. Minute.
Und so bleiben nach diesem Abend zwei Erkenntnisse: Auf die deutschen Nationalspieler ist auch nach der WM Verlass; und Lukas Podolski muss nur in der richtigen Mannschaft spielen...
22:59
#27 hoert_hoert
Du musst Dich mal richtig informieren. Die Spieler aller Mannschaften des Reviers, die überwiegend Bergleute waren, wurden ob ihrer besonderen Tätigkeit vom Wehrdienst freigestellt.Wie übrigens alle Bergleute.
Diverese Fußballmuseen klären Dich auf. Nicht immer nur nachplappern, was man mal gehört hat, sondern sich selber schlau machen. Kleiner Rat von mir.
12:42
@26
Richtig, weil die wichtigsten Spieler nicht zur Armee bzw Reichsarbeitsdienst mußten. Das nennt man dann wohl hofieren.
10:34
#25 rapid
Wenn man sich mal richtig schlau machen will, muss man in die Historie gehen.
Der Schalker Kreisel hat zu der damaligen Zeit auch in Deutschland den besten Fußball gespielt. Das wird leider immer gerne unterschlagen, wenn es in unsere dunkelste Zeit zurückgeht.
Aber Du hast Recht,die heutige Nationalmannschaft spielt schönen Fußball.
10:18
Szepan und Kuzorra waren nicht nur Deutsch, sondern wurden - wie die gesamte Schalker Mannschaft jener Zeit - von den Nazis hofiert.
Schöner ist auf jeden Fall der Fußball, den die Jungs heute spielen. Egal wie sie heißen und woher ihre Wurzeln stammen.
Erfolgreicher war aber der alte Rumpelfußball....
09:43
#23 suendenbock
Alle Spieler, die für Deutschland spielen, verdienen unseren Respekt.Diese latente Ausländerfeindlichkeit in manchen Kommentaren gehören editiert. Das nimmt immere schlimmere Formen an.
Zu Szepan und Kuzurra muß es richtig heißen:
Ihre Wurzeln liegen im heutigen Polen. Damals gehörte dieser Landesteil zu Deutschland. Aber das ist im Grunde total egal.
PRO Revierfußball!
Glück auf!
08:37
Multikulti ist im Fußball deutsche Tradition! Jupp Posipal (Rumänien, 1954),Rainer Bohnhoff (NL 1974) wurden Weltmeister , Felix Magath, David Odonkor, Gerald Asamoa und und und ... waren bei EM und WM dabei! Übrigens: Szepan und Kuzorra hatten ihre Familienwurzeln auch in Polen!
07:31
Wie beim Gegentor im WM-Halbfinale gegen Spanien war bei Manuel Neuer mal wieder die mangelnde Torraumbeherrschung, die auch gestern zum Gegentreffer führte.
In den entscheidenden Momenten versagt er.
07:27
Die mutlikulturelle Nationalelf spielt einen sehr ansehnlichen Fußball, der einfach schöner ist als das, was uns früher vorgesetzt wurde.
Als die Mannschaft noch monokulturell war.
Nur....die sind 3 mal Weltmeister und 3 mal Europameister geworden......
07:02
Falsch Zocker, da alle Spieler einen deutschen Pass haben sind sie Deutsche und keine Ausländer!! Und Özil ist ein schönes Beispiel, dass man als Türke für das Land einsteht in dem man aufgewachsen ist und nicht andauernd rum rennt:: Isch bin Türke!! Was willst du scheixx Deutscher!!
07:00
Wie oft haben wir ein Gegurke gegen kleine Mannschften gesehen....
Dieses mal war es ein unterhaltsames Spiel mit vielen technischen Highlights.
Den ganzen irren Nörgelern hier zum Trotz:
Diese Nationalmannschaft macht richtig Spass!!