DFB sollte Schiedsrichtern mit harter Strafe Rücken stärken

Leverkusens Trainer Roger Schmidt (Mitte) diskutiert mit Schiedsrichter Felix Zwayer (links). Erik Durm schaut zu.
Leverkusens Trainer Roger Schmidt (Mitte) diskutiert mit Schiedsrichter Felix Zwayer (links). Erik Durm schaut zu.
Foto: Getty Images
  • Den Verantwortlichen von Bayer Leverkusen fehlt es an Respekt für den Schiedsrichter.
  • Eine harte Strafe wäre die richtige Konsequenz.
  • Ein Kommentar zu dem Bundesliga-Eklat.

Essen.. Man weiß gar nicht, was schlimmer war, das Verhalten von Leverkusens Trainer Roger Schmidt während des Spiels oder die Legendenbildung im Anschluss: Schiedsrichter Felix Zwayer, so klagten Schmidt und Bayer-Sportdirektor Rudi Völler unisono, habe sich respektlos verhalten, weil er den Feldverweis nicht persönlich überbrachte. Beide unterstellten gar einen Zusammenhang zwischen dieser Szene und einem später nicht gegebenen Elfmeter für Leverkusen.

Spätestens da wurde es grotesk. Natürlich, Schiedsrichter Zwayer hätte das Gespräch mit Schmidt suchen können. Das liegt aber in seinem Ermessen, einfordern kann das kein Trainer der Welt. Oder soll künftig jede Entscheidung des Unparteiischen erst einmal auf dem Platz gemeinsam besprochen werden?

Eine neue Eskalationsstufe

Die ständigen Diskussionen sind ohnehin eine Unart des Fußballs. Natürlich, Emotionen gehören zum Sport dazu. In keinem anderen Mannschaftssport aber werden die Spielleiter derart oft derart heftig angegangen. Schmidts Weigerung, auf die Tribüne zu gehen, war eine neue Eskalationsstufe. Dass Völler später noch eine bewusste Fehlentscheidung unterstellte, machte es nicht besser. Beides sollte der DFB hart bestrafen – und den Schiedsrichtern so den Rücken stärken.